Hallo,
Die Rohkostplatte könnte wie folgt aussehen:
1/3 Endivie
1/3 Petersilie und sonstige Kräuter wie Kresse, Alfafa, usw.
1/3 Salate der Saison wie Radiccio, Chicoree, Zucchini, Möhren
so sieht bei mir(meinen Uromastyx) in etwa auch die Winterfütterung für die Tiere aus, die ich nicht in die Winterruhe gehen lasse. Bis zu nem gewissen Grad ist dies auch auf Pogona gut umsetzbar finde ich.
Ähnelt übrigens auch der, die Thomas Wilms vom Reptilium Landau für pflanzenfressende oder omnivore Reptilien empfiehlt. Den Sommer über würde ich aber vom Salat abkommen und lieber auf faserreichere Wildpflanzen und Wildkräuter zurückgreifen.
Salat ist zwar nicht gleich Salat, auch da gibt es ja in der Zusammenstzung, dem Ca-P Verhältnis, dem Vitamin- und Mineralstoffgehalt, dem Energiegehalt und dem Gehalt an schädlichen Substanzen wie z.B. Nitrat/Nitrit aber insgesamt ist er meiner Meinung nach zu wasserhaltig, nährstoffarm und vorallem arm an Ballaststoffen.
Selbstgezogener Feldsalat schneidet hier übrigens noch mit am Besten ab.
Deshalb setze ich ihn nur als Winterfutter, wenn anderes Futter schwer zugänglich oder nicht verfügbar ist ein.
Bei Sprossen wie z.B. Alfalfa, Weizen, Linsen oder auch Kichererben muss man auch den Purin und allgemein den Proteingehalt im Auge behalten. Oder beziehst du dich da eher auf ältere(älter als grad am keimen) Pflanzen?
Die Wildpflanzen, -blumen, -kräuter sind übrigens selbst für Menschen in der Stadt bis zu nem gewissen Teil zugänglich, sofern man Garten, Wintergarten oder Balkon hat, gibt ja mittlerweile selbst Brennnessel und gewisse Unkrautsamen zu kaufen. Das kann man alles auch selbst heranziehen. Ich trau mich bei uns in der Gegend wenn ich ne geeignete Futterpflanze sehe gar nicht die abzumachen, so wie da die Hunde überall hin.... Außerhalb der Stadt sieht dies natürlich anders aus.
So wird das dann auch in die Futterliste aufgenommen. Das Außengehege ist natürlich schwerer realisierbar.
Viele Halter machen auch den fehler und verhätscheln/verwöhnen ihre Tiere zu stark. Natürlich wird ne fette Wachsmade, Mehlwürmer oder buntes Gemüse wie z.B. auch Paprika oder grade Obst gerne gefressen. Bietet man dann gleichzeitig das "gesunde aber unspektakuläre Futter" an, wird dies oft liegen gelassen. Dann hört man oft Sprüche wie: Die Tiere wissen schon was gut für sie ist und was ihnene schmeckt". Das ist aber Quatsch, denn das Habitat ist kein Schlaraffenland und so ein feuchtes oder fettes Futter stellt dort allerhöchstens ne kurzzeitg verfügbare Ausnahme da. Die Tiere sind nicht "intelligent" in der Hinsicht, dass sie schädliches Futter vom gesundem Futter unterscheiden können, das ist Aufgabe des Pflegers von vornherein schädliches vom Futterplan zu streichen. Hinzu kommt noch, dass die oft zu viel gefüttert wird.
Das macht der Organismus vieleicht ein paar Jahre mit, aber dann ist Sense.
- zum Thema Verantwortung: teils sehe ich das ähnlich wie Du. Aber was Du forderst bzw. voraussetzt würde im Endeffekt bedeuten, daß ca. 90% aller Tierhalter (damit meine ich nicht Pogona speziell, auch nicht Reptilien allgemein, sondern ALLE Tiere) unfähig sind, ihre Tiere zu "richtig" zu ernähren und sie lieber gar nicht hätten halten sollen.
Solche Annahmen will ich gar nicht machen, ohne da jetzt Schätzungen so aus dem Bauch heraus zu machen, wie viel Prozent der Halter ihre Tiere nicht richtig füttern, geht es mir bei der ganzen Sache einfach nur daru, die Futterliste hier im Forum, die eben verbesserungsfähig ist, zu überarbeiten und somit daraus resultierende Fütterungsfehler zu minimieren bzw. ganz abzustellen. Smaragd hilft mir/uns dabei.
Gruß Andreas