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Leopold Stotch Männlich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 11. August 2010

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Augsburg

Status: Halter

1

Mittwoch, 11. August 2010, 18:58

Das perfekte Terrarium - ein Ding der Unmöglichkeit?!

Hallo,

seit einigen Tagen habe ich ein altes Projekt wieder aufgenommen. "Das perfekte Terrarium".

Die technischen Komponenten (Beheizung, Bewässerung etc.) lass' ich hier komplett beiseite, da sie zur Planung zum Bau des Terrariums nichts beitragen. Auch die Maße sind in diesem Fall eher unwichtig. Generell geht es darum, dem typischen Terrarium aus dem "Steinzeitalter" den Kampf anzusagen:

Die Eigenschaften
  • Gute Isolation
  • Witterungsbeständig (Innen)
  • Reptilien-/Insektenfreundlich (keine Giftstoffe etc.)
  • UV Beständig (Innen und Außen)
  • Wasserdicht (Unten)
  • Optimale Belüftung
  • Kein Beschlagen der Scheibe/n

Die Umsetzung
Alle hier genannten Informationen sind keine Fakten! Ich habe sie selbst im Internet recherchiert und kann deswegen nicht ihre Richtigkeit garantieren. Diesbezügliche Korrekturen sind sehr erwünscht!
Gute Isolation und gleichzeitig Witterungsbeständigkeit (Innen) kriege ich durch 2cm dicke Styrodur-Platten hin. Diese bilden die inneren Wände. Außen kommen dann noch MDF Platten als Verkleidung hin. Diese sind (für den Fall, dass doch etwas Feuchtigkeit durchkommt) nicht gleich hinüber und sehen von außen auch relativ (Geschmacksache) gut aus.
Das Styrodur ist zwar an sich witterungsbeständig und ungiftig, allerdings nicht UV-Beständig. Deswegen werde ich zusätzlich noch Epoxidharz auftragen.
Um den unteren Teil, welcher mit Erde aufgeschüttet wird, wasserdicht zu kriegen, werde ich eine Art "Wanne" bauen. Dafür könnte ich Platten aus Glas (sehr teuer) oder PVC Hartschaum (etwas günstiger) verwenden, welche ich dann mit Silikon verklebe. Die ganze Konstruktion wird dann innerhalb des isolierten Terrariums eingebaut.
Um eine optimale Belüftung zu erreichen, baue ich unten an der gesamten Front ein Lüftungsgitter (wie von herkömmlichen Terrarien bekannt) ein. In den oberen Ecken jeweils ein 15cm aktiver Lüfter, der die Luft nach oben hinaus bläst. Bei niedriger Geschwindigkeit entsteht da auch kein Zug und eine komplette Umwälzung der Luft ist in Kürze erreicht.

Das Terrarium hat in meinem Fall übrigens 3 geschlossene Seiten. Nur vorne wird Glas eingesetzt. Und damit kommen wir zum "Ding der Unmöglichkeit":
Ich habe eine Version mit Isolierglas (also Doppelglas) entworfen. Damit sollte ein Beschlagen der Scheibe der Vergangenheit angehören. Die Kosten für diese Scheibe wären im ertragbaren Rahmen. Das Gewicht (+/- 5 kg) wäre zu tragen. Einen Rahmen für diese Scheibe würde ich schon irgendwie hinkriegen. Doch jetzt kommt der Haken: In der Glaserei meinte der Händler eben zu mir, dass mir das Isolierglas für diesen Zweck nichts bringt, außer dass es weniger Wärmedurchlässig ist. Denn bei einer Temperatur von 30°C und einer Luftfeuchtigkeit von 70-80% im Terrarium und einer Temperatur von 21°C und einer Luftfeuchtigkeit von 40-50% im Zimmer, würde er nicht garantieren, dass das Isolierglas nicht beschlagen würde. Anfangs habe ich an der Kompetenz des Händlers gezweifelt, weil er mich eh schon auf dem Kieker hatte, da "Tiere in die freie Wildbahn und nicht ins Terrarium gehören" (angeblich wäre ich "kriminell und sollte selbst weggesperrt werden") aber nach kurzer Recherche im Internet bin ich auf folgendes Dokument gestoßen: Lies mich (PDF)
So wie ich das verstanden habe, kommt dieses Beschlagen allerdings nur bei extremen Temperaturunterschieden mit entsprechender LF vor. Und das kann ich mir bei meinen Daten nun wirklich nicht vorstellen. Oder lieg ich falsch und der Titel des Themas trifft voll und ganz zu?

Das Modell

(Nicht im Bild: Tür mit Isolierglas wird nach unten geöffnet. (Siehe Scharniere))
Braun: MDF-Holzverkleidung
Blau: Wasserdichte "Wanne"
Weiß: Styrodur
Rot: Stabile Träger für die Tür
Grün: Scharniere für die Tür

Des weiteren noch ein paar Fragen
  1. Sind PVC Hartschaum-Platten wirklich wasserdicht? Im Internet liest man dazu alles mögliche. Im Baumarkt konnte man mir dazu auch keine wirkliche Auskunft geben.
  2. Falls nein oder jein; Alternativen sind gerne gesehen. Benötigt wird einfach ein hartes Material, welches wasserdicht, ungiftig, möglichst günstig und in einer Stärke von 5-10mm zu kriegen ist.
  3. Ist die Wanne wirklich notwendig? Alternativ könnte ich unten auch nochmals eine Styrodur-Platte einbauen. Immerhin lass ich die Erde ja nicht mit Wasser volllaufen. Aber feucht wird sie immer sein, vor allem weil ich auch echte Pflanzen einsetzen möchte. Und da ich an den Rändern der Erde nichts sehen kann, wäre mir eine wasserdichte Variante dann doch lieber, als das Risiko einzugehen, dass mir das Styrodur wegfault, ohne dass ich was davon mitkriege.
  4. Wie eignet sich Styrodur als Baumaterial? Günstig ist es allemal und inzwischen liest man ja auch schon recht häufig etwas über reine Styrodur (Feuchtraum-) Terrarien. Aber stimmen alle Angaben? Witterungsbeständig, ungiftig etc.? (Laut eigener Recherche: Ja)
  5. Hält das Styrodur + MDF Platten die Belastung des Technikkasten's aus? Da ich bisher noch nie ein Terrarium gebaut habe, weiß ich nichtmal, auf wie viel KG so ein Technikkasten mit ausreichender Beleuchtung und Beregnungsanlage kommt. Alternativ müssten in den Ecken noch vertikale Träger herhalten.
  6. Welches Material kann ich für die Träger (Rot) verwenden, dass es die Scharniere (Grün) mit der schweren Tür hält? Massives Holz wäre zwar eine Möglichkeit - aber es handelt sich halt um ein Feuchtraumterrarium und das Holz würde es mir sofort verziehen oder so. Und Metall kommt im Einkauf und in der Verarbeitung m.E. zu teuer.

Ich freue mich auf eure Antworten, sowie über jegliche Art von Kritik. Falls es Unverständlichkeiten geben sollte, bitte ich darum, mich darauf hinzuweisen.

Viele Grüße
Benny

bine_mn Weiblich

Moderatorin

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Status: Halter

2

Donnerstag, 12. August 2010, 09:58

Hi.
Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass Fensterscheiben/Isolierglas, im Terrarium verbaut, sehr wohl beschlagen. Bei mir läuft da teilweise regelrecht das Wasser runter (nachts, bei sehr hoher LF). Leider konnte ich Dein verlinktes PDF nicht lesen, mein PC schafft es nicht, das zu öffnen.

Ansonsten sind viele Deiner Ideen normaler Bau-Standard für gute Terrarien. Wenn Du Dich intensiv hier im Forum tummelst und Bau-Dokus liest, wirst Du etliche Bauten mit Deinen Wünschen finden. So auf Anhieb empfehle ich Dir die Bau-Dokus im Chamäleon-Bereich, da bauten zuletzt einige User aus Styrodur, Lampenkasten war auch immer drüber, wasserdichte Bodenwanne auch inklusive und für die Außengestaltung, da sind eben die Geschmäcker verschieden.

Gruß Sabine

Leopold Stotch Männlich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 11. August 2010

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Status: Halter

3

Donnerstag, 12. August 2010, 11:49

Hi,
danke für deine Antwort. Ich finde es sogar richtig gut, dass viele meiner Ideen bereits Bau-Standards sind. Hab zwar selbst (in anderen Foren) noch nie dergleichen gelesen, aber mich beruhigt es irgendwie, weil ich weiß, dass dann alles problemlos möglich ist. Zudem ist es für mich auch eine Hilfe, wenn ich wo anders gucken kann, wie es gemacht wurde.
Das mit dem Isolierglas ist wirklich schade. :( Jetzt muss ich echt überlegen, wie ich vorgehen soll. Doppelglas zu verarbeiten ist wegen des Gewichtes für mich wirklich eine Herausforderung. Und wenn sich das nichtmal ausbezahlt, überleg ich mir schon, ob sich die ganze Arbeit lohnt. Andererseits würde es halt auch hervorragend isolieren - und ohne Isolierglas würde sich wohl auch das Styrodur kaum lohnen, weil die ganze Wärme eh vorne entwichen würde.

Kann mir da noch jemand seine Meinung dazu schreiben?

Gruß

bine_mn Weiblich

Moderatorin

Registrierungsdatum: 6. November 2006

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Schiffdorf

Status: Halter

4

Donnerstag, 12. August 2010, 12:16

Naja, Isolierglas bei kleinen Terrarien, ist wohl eher unüblich.
Da ich Grüne Leguane halte, ist das mein Spezial-Gebiet, und viele Iguana-Halter bauen ihre Terrarien mit Fenstern und Balkontüren, weil es sich bei der Größe der Anlage einfach anbietet. Das sind dann aber auch ganz andere Dimensionen als bei Dir und vielleicht auch nicht vergleichbar.
Ich hab bei den Frontscheiben 8mm-Einfach-Glas und in der Rückwand zwei Fensterscheiben eingebaut. Dahinter kommt dann ein Zwischenraum und dann kommen die Fenster vom Haus. Also bei mir beschlagen im Winter die Fenster vom Haus und neulich haben die Terrarium-Fensterscheiben innen beschlagen (da hatte ich die Außenfenster auf Kipp). Sobald allerdings Sonne draufscheint von außen, geht das weg.
Du kannst im Iguana-Bereich mal anfragen und dann werden Dir einige Halter sagen können, wie es bei denen ist. Bei mir ist ja der Fall mit dem Außenfenster auch eher unüblich. Meist hat man ja im Terrarium nur Scheiben nach innen ins Zimmer. Da herrschen dann nicht so krasse Temperaturunterschiede.

Bei mir wiegt übrigens eine Frontscheibe (die 8mm-Floatglas) über 50 kg und es sind zwei davon verbaut. Deine angedachten 5kg sollten also kein Thema sein ;)

Gruß Sabine

Leopold Stotch Männlich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 11. August 2010

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Augsburg

Status: Halter

5

Freitag, 13. August 2010, 01:07

So, da meld' ich mich schon wieder. Hab schon ein wenig in den empfohlenen Foren rumgestöbert. ;) War heute auch im Baumarkt und hab mich erkundigt und nach all den neuen Informationen jetzt zu folgenden Änderungen gekommen:
- Die Wanne scheint total überflüssig zu sein, da dass Styrodur in Verbindung mit Silikon (in den Ecken) scheinbar schon selbst 100% wasserdicht ist.
- Die Tür wird auf diese Weise wohl nicht umzusetzen sein. Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie ich den Rahmen bauen soll (alles was ich mir überlegt habe klappt nicht) und bisher konnte ich nirgends brauchbare Hilfe finden.

Soo, für die Tür hab ich aber direkt eine (einfach umsetzbare) Alternative. Die Frage ist nur, ob Sinn oder Unsinn. Beantwortet ihr mir das bitte.
Ich will nämlich nicht weg vom Isolierglas. Grund: Was bringt mir die ganze Wärmedämmung, wenn ich dann eh nach vorne wieder alles rausheiz'?!
Also ganz einfach: Nicht eine Isolierglasscheibe, sondern zwei. Das ganze dann in entsprechend breite Führungsschienen und den Spalt zwischen den Scheiben abdichten. Damit hab ich nur noch einen minimalen Wärmeverlust an den Rändern der Scheiben. (Und wenn man mal bedenkt, dass bei den Lüftungsgittern auch Wärme entwicht, ist das kleine bisschen an den Rändern das kleinste Problem.)
Das ganze ist dann pro Scheibe 2cm breit, also mit Führungsschienen komm ich da bestimmt auch insg. 4,5cm die für die Türen drauf gehen.

Sinn oder Unsinn? Begründung wäre erwünscht.

Viele Grüße

Registrierungsdatum: 4. September 2008

Geschlecht: Männlich

Status: Züchter

6

Sonntag, 15. August 2010, 12:14

Hi, also ich hab ISO-Glas Fenster schon seit mehr als 4Jahren im Einsatz und die Scheiben waren anfangs beschlagen, aber nach der optimirung der Dichtgummis und der Belüftung war selbst direkt unter der Scheibe, dass darunter liegende Wasserbecken kein Problem mehr... Die sollte unter und Oberhalb der Scheibe sein, dann passiert da auch nix, gibts immer noch Probleme kann man oberhalb des Rahmens 20cm Dichtgummi raus schneiden um eine kleine Zwangsentlüftung zu erzeugen.

Mein altes Terrarium 225x125x280 und Optimierung der Dichtungen


Hier sind noch mehr Bilder und eine Erklärung zu: http://grünewasseragame.info/?page_id=570

Also ich kann es nur jedem empfehlen, wir haben ebenfalls noch ein Jemenchamäleon Terrarium mit einem Fenster versehen und das Bartagamen Terrarium ebenfalls, alles ohne Probleme!

Leopold Stotch Männlich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 11. August 2010

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Augsburg

Status: Halter

7

Sonntag, 15. August 2010, 15:35

Hallo Smaragd,

nun ich glaube, du verstehst mich etwas falsch. Ich möchte hier lediglich Tips für einen Laien. Ich glaube ich habe gut genug betont, dass ich selbst sehr viel im Internet recherchiert habe, kein professionelles Wissen besitze und jetzt eben wissen will, ob das was ich entworfen habe sinnvoll - oder totaler Müll ist. (Ich glaube das Zweite trifft eher zu? ;) )
Mit "Steinzeit" denke ich halt an die reinen Glasterrarien. Ich finde, das könnte man wirklich mal etwas überholen. Klar hat Glas viele Vorteile, aber ich will halt mit dem Terrarium nicht mein Wohnzimmer heizen.

Aber ich denke Du hast mir sehr deutlich klar gemacht, dass meine Pläne nicht aufgehen. Kein Problem.

Fangen wir am besten nochmals ganz von vorne an:
Ich habe 4 Skorpione und brauche ein neues Terrarium. Optimale Größe wären etwa L120,B60,H70 (je nachdem wie viel Platz die Technik wegnimmt.) Bei der Höhe sind 10cm Erde und 40cm Luft angerechnet.
Ich möchte das ganze möglichst isoliert, wasserbeständig (Tropenterrarium) und irgendwo natürlich auch möglichst günstig umsetzen Von außen soll es auch nach was aussehen und das mit den Scheiben...naja, Du weißt dass ich sie gerne so hätte, dass sie nicht beschlagen. Aber wenn das nicht geht, geht's nicht. Kann man wohl nix machen...

Kannst Du mir dann dabei helfen oder wenigstens mal direkte Quellen geben wo ich nachlesen kann? Ich informier mich seit Wochen im Internet, Baumärkten, Baustoffhändlern und sonstigen Fachpersonal und habe am Anfang des Threads alle besten Ideen die ich gelesen und gesagt bekommen habe habe zusammengefasst. Scheinbar sind diese Ideen aber total bescheuert und mir geht langsam die Motivation flöten, wenn alles so falsch ist. (Hat ja schon mit dem ISO Glas angefangen.)
Aber so leicht lass ich mich nicht klein kriegen...wär nur schön wenn ich jetzt mal wirklich hilfreiche Tips kriegen würde. Danke

Gruß

Registrierungsdatum: 4. September 2008

Geschlecht: Männlich

Status: Züchter

8

Sonntag, 15. August 2010, 16:16

Hi, gegen das Beschlagen der Scheiben hilf nur eine Belüftung unter der Scheibe und über der Scheibe, aber zu 100% bekommst das nie weg, da im Terraium um die 28°C zB sind und im Raum nur 22°C, somit hat die Scheibe auch um die 25°C und die Warme Feuchte Luft schlägt sich an ihr eben nieder, bzw auch umgedreht.

Leopold Stotch Männlich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 11. August 2010

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Wohnort: Augsburg

Status: Halter

9

Sonntag, 15. August 2010, 16:32

Theoretisch müsste man das Beschlagen also durch das Beheizen der Scheiben verhindern können? Bei der Heckscheibe vom Auto funktioniert's ja ziemlich gut.

Leopold Stotch Männlich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 11. August 2010

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Augsburg

Status: Halter

10

Sonntag, 15. August 2010, 19:11

Hi, über die Antwort freu' ich mich jetzt schon mehr. ;)

Als erstes gleich mal vorweg bezüglich der Isolation: Übertreiben braucht man es da nicht, da die Scheibe und die Lüftungsgitter eh wieder einen Teil der Wärme rauslassen? Also Holz UND Styrodur (wie ich geplant hatte) würde der Wärmeisolation wahrscheinlich gar nichts bringen?!

bei einer Höhe von 70 cm hast du Glasscheiben von ca. 50cm. Wenn die bei dem doch kleinen Kasten beschlagen, schick mir zum Frühstück einen Besen, wobei ich nicht Frühstücke :D

Warum? Erklärung wäre nett.


-Muss es denn OSB sein? Finde die MDF Platten optisch schöner.
-Die flüssige Teichfolie ist so ne Sache. Hab in nem anderen Thema in Verbindung mit Harzen gelesen: "Holz arbeitet". Muss ich da keine Angst haben, dass sich irgendwann kleinste Risse o.Ä. bilden? Hab diesbezüglich aber auch schon ne Alternative; was meinst Du denn dazu?

Und zwar könnte ich die Bretter ja mit Folie (Teichfolie nehm ich an) bekleben. Die Folien würde ich (wie in den Bildern) befestigen, so dass man von außen nichts davon sieht. Auftragen würde ich sie mit Kleber und an den Rändern (wenn nötig) zusätzlich mit einem Tacker. Danach die Kanten mit Silikon verschließen und fertig. Klingt m.E. total einfach - fast schon zu einfach. Aber wo ist der Haken?



Innen isses mir nämlich egal wie es aussieht, da eh überall noch ne Styropor- oder Korkwand oder sowas draufkommt. Da würde man von der Folie nix mehr sehen.

Gruß

walanus Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 13. April 2010

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Status: Halter

11

Sonntag, 15. August 2010, 19:33

Nehm flüssige Teichfolie, da bilden sich keine Risse, das ist wie Gummi das Zeug. Ich würde dir Terrarien von http://www.lanzo-herp.de/41622.html empfehlen, sind zwar ein bischen teurer aber sind super, Isoliert gut, Wasserdicht, leicht zu bearbeiten... .
LG Louis

Registrierungsdatum: 4. September 2008

Geschlecht: Männlich

Status: Züchter

12

Montag, 16. August 2010, 18:58

Hi, also um zB. eine Bodenplatte in Feuchtterrarien dauerhaft Wasserdicht zu bekommen, kann man zwei Varianten als sehr sicher bezeichnen.

1.) Bodenplatte verschrauben und Verleimen (Nut und Feder)



Nach dem die Bodenplatte verleimt, verschraubt ist, wurden die Ränder der Bodenplatte erstmalig mit einen schmalen Streifen Epoxidharz behandelt, so kann hier das Silikon besser haften und erfüllt 100% seinen Zweck. Denn Silikon mag zwar auf rauen Oberflächen haften, aber leider nicht dauerhaft!! (siehe Bilder)




Nun alles abtrocknen lassen….
Dann sollte man mit 20er Styropor den gesamten Boden abdecken (dient zu Dämmzwecken um das Substrat später auf gewünschte Temperatur zu halten ohne Einsatz eines Heizkabels). Dann kommt eine 1mm dicke Teichfolie darüber, wichtig ist, dass man die Teichfolie an den Wänden hochstehen lässt. Hier sollte man die Drainageschicht und das endgültige Substrat mit ein berechnen, das heißt... 5cm Drainage + 15cm Substrat macht 20cm überstand, lieber aber 10cm mehr ein berechnen! Die Teichfolie kann man an den Wänden NUR OBERHALB antackern, oder man zieht gleich mit Syropor/Styrodur seine Rückwand drüber und kann somit die Teichfolie auch fest hinter die Styropor/Styrodur Rückwand verkeilen, so das sie eben nicht wieder umklappt.


2.) eine andere Methote wäre eben das man statt der Teichfolie und dem Epoxydharz eine Flüssige Teichfolie verwendet, mit Flüssiger Teichfolie ist aber nicht die Abdichtung von Duschen im Sanitärbereich gemeint!!! Hier spreche ich von eine echten Teichfolie die in Flüssiger form aufgebracht wird und nach dem Abtrocknen einer Teichfolie absolut gleich kommt. Kosten werden sich auf das selbe belaufen wie die erste Variante.Beispiel für Flüssige Teichfolie

Registrierungsdatum: 4. September 2008

Geschlecht: Männlich

Status: Züchter

13

Montag, 16. August 2010, 20:51

Aber mal ernster, wenn ich deine Bauweise ansehe, so hätte ich Bedenken, dass du mittels Epoxyd die Stoßkanten versiegelst und dann darauf Silikon haftet. Ehrlich mal das Silikon ziehe ich dir wie nen Schlüpfergummi runter und außerdem wird es durch die Federung der Platten eh schnell Spalten geben. Warum arbeitest du in der Größe nicht mit Fugenband?


Dann kannst gern vorbei kommen und versuchen das Silikon abzuziehen, schfast das muss ich mir was einfallen lassen ;) ne im ernst, das ziehst nicht ab, oder hast an Glas schonmal Silikon abziehen können? Man darf hier kein Silikon verwenden was auf Wasserbasis ist (Tischler Silikon von Würth zB). Ich hab nach 2Jahren ca. mein altes Terrarium zwecks Umzug abreisen müssen, also wenn was gehalten hat, war es das Silikon auf E-Harz. Wenn die Bodenplatte "Unnormal" arbeitet, das das Silkon reist, dann hat man was falsch gemacht. Oder hast zB. auf Fliesen mal eine Silikon Fuge gesehen die reist?.

Silikon aus dem Baumarkt ist nur bedingt zu empfehlen, hier sollte man nicht sparen und auf Silikon von Namen haften Herstellern wie OTTO Chemie, Deitermann oder PCI zurückgreifen, aber auch nur an Stellen wo kein Tier hinkommt, ansonsten Lebensmittelsilikon verwenden, obwohl auch das im Grunde quatsch ist. Lebensmittelsilikon beim Verschlucken ist für Mensch und vor allem Tier genauso gefährlich wie wie normales.

Übliche Dehnbarkeit elastischer Fugendichtstoffe:
Acryl: 1 - 10 %
Acryl-Flex: 18 - 20 %
Silikon: 20 - 25 %.

Empfehlen kann ich OTTOSEAL® S 12 (Trinkwassersilikon)

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