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JulianH Männlich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 4. September 2008

Geschlecht: Männlich

1

Donnerstag, 4. September 2008, 16:58

Erstes Regenwaldterrarium/Paludarium

Guten Tag zusammen!

Also, wie die Überschrift schon sagt, plane ich den bau eines Regenwaldterrariums bzw. eines "Paludariums".

Hier erstmal eine kleinen Skizze der geplanten Grundmaße:


1,90m
............. ______________________________________
............. l..................................................................l
............. l..................................................................l 0,75m
............. l..................................................................l
............. l..............._____________________________l
1,60m.... l...............l 1,10m
............. l...............l
............. l...............l 0,85m
............. l...............l
............. l...............l
............. l_________l
0,80m

(leider ist die Skizze nicht sonderlich schön, ich hoffe, man versteht es trotzem ;) )

So, wie ihr schon seht, soll das ganze ein Eck-Terrarium werden, wobei in die 1,10m lange seite ein Aquarium mit den Maßen 80*35*40cm eingelassen werden soll (L*B*H).
Die Höhe des Glases vom Terrarium soll nachher 1,00m betragen, ob mit Gazen abgedichtet, darüber wird ein nach oben und den Seiten offener Lichtkasten angebracht, womit wir auch schon bei meinem ersten Problem wären:


Die Beleuchtung:
Also, als Jahrelanger Aquarianer weiß ich, wie warm das ganze werden kann, darum der zusätzlich angebrachte Leuchtkasten.

Hauptsächlich sollen in dem Terrarium (zumindest die ersten 5-6 Monate) keine Tiere, sondern nur Pflanzen ein zuhause finden. Nach dieser Zeit plane ich eventuell, Pfeilgiftfrösche der Gattung Dendrobates azureus einzusetzen, allerdings nur, wenn das ganze bis dahin ohne Störungen oder sonstige Probleme wie Schimmel, Temperaturschwankungen usw. läuft.

Hierbei bin ich nun ein bisschen im Konflikt mit mir selber:
Auf der einen Seite möchte ich gerne ein optimales Lichtspektrum für die Pflanzen schaffen. Da ich jedoch bis jetzt noch nicht weiß, welche Pflanzen genau eingesetzt werden, nur dass wohl einige Farne, Bromelien und Orchideen unter ihnen sein werden (Buch ist bestellt, kommt hoffentlich bis zum Wochenende an) wollte ich hier erstmal schonmal anfragen, ob es Erfahrungsberichte bei der Terrarienhöhe und der Terrarienart gibt.
T5-Röhren sind mir bei meinen Recherchen als erstes ins Auge gefallen, allerdings stellen sich mir hier folgende Fragen:
1. Lichtqualität?
2. Lebensdauer?
3. Wie viele und wie viel Watt?

Bei der Beleuchtung kommt dann auch das eingebaute Aquarium mit zum tragen:
Da ich dieses auch beleuchten muss (möchte), suche ich hier nach einer alternative, dass ich keine Beleuchtungstechnik im Becken selber verwenden muss, allerdings auch keine zu starke wärmeentwicklung bekomme und das Aquarium trotzdem so gut ausgeleuchtet wird, dass ich keine Probleme mit dem Pflanzenwuchs bekommen. Halogenmetalldampfbrenner sind mir hier ins Auge gefallen, allerdings weiß ich nicht, ob dies bei dem doch relativ großen Abstand zum Becken (1,00 m) noch sinnvoll sind?
Hoffe auch hier auf Erfahrungsberichte bzw. kreative Köpfe ;) .


Das Becken an sich:
So, die Maße stehen oben, nun gehts ans Eingemachte:
Die Unterkonstruktion werden ich aus Kanthölzern und Holzplatten selber fertigen, dies wird kein Problem darstellen und das Gewicht problemlost halten.

Der Boden:
Als "Bodenplatte" würde ich gerne Holz verwenden.
Da dies jedoch sehr Feuchtigkeitsanfällig ist, habe ich mir folgendes gedacht:
Die gesamte unterkonstruktion mit Teichfolie "verkleiden", so dass das Holz nicht mit dem Wasser in Berührung kommt.
Damit bei einem eventuellen kleinen Unfall nicht sofort alles für die Katz war, würde ich das Holz vorher mit Epoxidharz komplett bearbeiten.
Ist dies ein mögliches Unterfangen oder gibt es bei der ganzen Geschichte einen Haken, den ich nicht sehe?

Die Rückwand:
Auch hier würden ich gerne Holz verwenden (und dies gleich behandeln wir bei der Bodenplatte), allerdings habe ich nun interessanter Weise auch gesehen, dass ich ja auch Styroporplatten verwenden könnte.
Da mir diese jedoch sehr instabil erscheinen, habe ich folgendes vor:
Holzplatten mit Styroporplatten bekleben und diese dann mit Epoxidharz bestreichen, so dass ich eine gewisse Beständigkeit und Dichtigkeit schaffe und außerdem noch gute Möglichkeiten zur Rückwandgestaltung habe.
Gleiche Frage: Habe ich hierbei was übersehen?

Glasscheiben:
Hier werde ich wohl Plexiglas von Radon verwenden, allerdings wird dies erst zum einsatz kommen, wenn alles soweit steht, es sei nur soweit gesagt, dass 2*2 Schiebetüren, ein Paar auf der 1,10m langen und ein Paar auf der 0,85m langen Seite geplant sind.

Vom Boden aus bis zum Beginn der Scheiben würde ich außerdem gerne noch ca. 15cm breite Leisten einbauen, um darunter mittels eines kleinen gefälles und Plastikkanten (das ganze mit Gazen überdeckt und vor allem abgeschlossen) eine Art Wasserablauf zu schaffen, damit sich das Wasser nicht zu stark im Boden staut, hierzu wird in einer der Ecken ein kleines Ventil und ein Ablauf eingebaut. Auf diese Gaze soll dann erst der eigentliche Bodengrund folgen.

Die Einrichtung:
In der Ecke hinten links soll auf jeden Fall ein Wasserfall, der Bachlauf von eben diesem soll den linken Teil des Aquariums (entlang der 1,60m langen Seite) durchqueren, zwischendurch einen kleinen "Tümpel" bilden und letztendlich (zumindest nach meinen Vorstellungen ;) ) im Aquarium münden, das Wasser für den ganzen Bachlauf wird auch aus diesem mittels Außenfilter in den Kreislauf wieder aufgenommen.
Der Außenfilter ist noch vorhanden und ist durchaus stark genug, um diese Förderhöhe zu schaffen.

Der gesamte Bodengrund soll, wenn ich dafür nicht direkt totgetreten werde, aus Lavakies bestehen und im Endeffekt mit Javamoos bewachsen werden, außerdem sollen in den Bachlauf die ein oder andere emerse Pflanze einziehen (bzw. an den Rand von eben diesem).

Der Landteil um das Aquarium herum soll ebenfalls mit emers wachsenden Pflanzen versehen werden, sodass die Wurzeln ins Wasser ragen. Außerdem soll hier das ein oder andere Stück Holz (werde wohl das für Aquarien gebrauchte Savannenholz nutzen) mit ins bzw. übers Wasser ragen.

Der Rest soll mit Xaxim, Farnen und Kletterpflanzen bepflanzt werden, sodass ein kleiner "Urwald" entsteht, wobei eventuelle Felsformationen bzw. Rückwanddekors dann spontan mit Styropor eingearbeitet werden.


Die Beregnungsanlage:
Tia, hier hab ich leider überhaupt keine Ahnung/Erfahrungen mit gemacht, also:
Selber bauen oder kaufen?
Beim Kauf, worauf achten, welche Marken sind gut?
Beim Bau...werd ich mich schonmal auf die Suche nach einer Anleitung begeben ;)
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Soweit schonmal dazu, ich hab mit Sicherheit das ein oder andere Vergessen, das kommt dann später noch dazu ;)

Ansonsten werden hier mit Sicherheit kommentare zum Thema " Aquarium im Terrarium mit so tiefem Wasser und gleichzeit Dendrobaten? Vergiss es! " kommen.
Da ich mittlerweile jedoch mit dem einen oder anderen Züchter und Halter Kontakt aufgenommen habe, habe ich nun Erfahrungsberichte vorliegen, in denen die Frösche, wenn sie ins Wasser gefallen sind, durch hineinreichende Äste/Wurzeln/Pflanzen relativ einfach wieder an Land gelangt sind. Verendet sind bei keinem der Personen Frösche am ertrinken!

So weit so gut, ich hoffe auf konstruktive Beiträge und auch auf konstruktive Kritik und gute Verbesserungsvorschläge!

Gruß,
Julian

Registrierungsdatum: 18. November 2006

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Köln

Status: Halter

2

Freitag, 5. September 2008, 12:03

RE: Erstes Regenwaldterrarium/Paludarium

Hi,

bei der Rückwandgestalltrung hast du wohl eine Fehler im Denkansatz ;)
Klar kannst du die Rückwand mit Styropor bekleben, doch dann solltest du sie auch schon gestallten und formen, danach mit Flexkleber 2-3 mal bestreichen, farbl. gestallten und dann Epoxidharz drauf. Damit du auch sicher sein kannst, dass du den Epox überall hast, würde ich ihn mehrfach verstreichen. Hier kannst du dir evtl. ein paar Anregungen holen Gestaltung, Dokumentation, Präsentation...

Bei der Verwendung von Teichfolie, hätte ich immer Angst, dass es darunter schimmelt. Sobald einmal etwas Feuchtigkeit zwischen Folie und Holz gerät, besteht, bedingt durch die mangelhafte Belüftung dieses Zwischenraumes, die hohe Gefahr der Schimmelbildung. Es gibt aber Flüssigfolie, deren Verarbeitung schon die reinste Freude ist, weil es sehr schnell und sehr leicht geht.
Schau mal bei Ebay o. im Baumarkt nach Lastogum von PCI. Ich würde das immer wieder empfehln!

Gruss,

Reinhold

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wolkenspringer« (5. September 2008, 12:07)


JulianH Männlich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 4. September 2008

Geschlecht: Männlich

3

Freitag, 5. September 2008, 12:18

RE: Erstes Regenwaldterrarium/Paludarium

Hallo Reinhold!

Ah, okay, das mit der Rückwand werde ich dann wohl berücksichtigen, zur farblichen Gestaltung hätte ich dann noch ein paar fragen:
Vom natürlichen Aspekt her könnte ich doch einfach Sand bzw. lieber Kies (feinkörnig) mit in die Rückwand einarbeiten, oder gibts dabei auch Probleme? Somit würde mir das Rumspielen mit der Farbe erspart bleiben ;)

Für die Folie werde ich dann heute mal den Baumarkt stürmen und schonmal die Unterkonstruktion und den Boden vervollständigen ;) Fotos folgen dann im Laufe der nächsten Woche!

Danke für die Tipps,
Gruß,
Julian

Registrierungsdatum: 18. November 2006

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Wohnort: Köln

Status: Halter

4

Freitag, 5. September 2008, 16:38

RE: Erstes Regenwaldterrarium/Paludarium

Hi,

ich würde eh auf die letzte, noch feuchte Schicht Epoxidharz, Sand streuen, denn ansonsten glänzt die Rückwand durch das Harz extrem unnatürlich.

Folie? Nimmst du doch die Teichfolie?
Ist natürlich machbar, aber besser wäre wirklich das Lastogum, oder willst du die Teichfolie komplett verkleben?

Gruss,

Reinhold

JulianH Männlich

Grünschnabel

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Geschlecht: Männlich

5

Freitag, 5. September 2008, 16:48

RE: Erstes Regenwaldterrarium/Paludarium

Nabend!

Argh, meinte natürlich das Lastogum (flüssigfolie, daher wohl der dreher) (allerdings nur, wenn der Preis sich in realen Maßstäben bewegt bzw. das ganze nicht viel teurer als die Teichfolie ist (inklusive Kleber) ist.
Ja, ich hätte dann alles komplett verklebt, wenn möglich, dann relativ luftdicht!

Gruß,
Julian

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JulianH« (5. September 2008, 16:49)


JulianH Männlich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 4. September 2008

Geschlecht: Männlich

6

Freitag, 5. September 2008, 19:00

RE: Erstes Regenwaldterrarium/Paludarium

Aaaaalso:
zu a)
Hm, okay, da ist was dran, dann wird es wohl definitiv die flüssige Folie werden!

zu b)
Okay, hast du irgendwo einen Links oder kannst du mir selber Tipps geben, wie ich mit der Glasfasermatte richtig laminiere?

zu c)
Nun gut, über genaue innen-Strukturen werde habe ich mir auch soweit Gedanken gemacht, ich denke aber, dass ich hier etwas Spielraum zum probieren haben werde.
Den Tipp mit der Beschichtung werde ich mir zu Herzen nehmen!

zu d)
Hm, ja, der Außenfilter...im Großen und ganzen werden die Schlauchverbindungen alle leicht zugänglich (für mich) liegen, allerdings, wie gesagt, nur die Verbindungen.
Dort, wo die Schläuche in das Gehäuse eindringen müssen, werde ich mit Silikon abdichten, damit gerade das nicht passiert!

Nachdem ich diese konstruktive Kritik nun aber gelesen habe, denke ich, dass ich wohl erst ein deutlich kleineres Modell des ganzen bauen werde, da es auch das erste Selbstbau-Terrarium wird und ich nicht direkt die ganze Etage unter Wasser setzen möchte.

Somit wird der nette Mensch vom Baumarkt morgen wieder besuch von mir erhalten und ein "Modell-Paludarium" wird geschaffen, um die groben einzelnen Fehlern schon im Anfang vorzubeugen, bevor ich nachher an der größeren Anlage Probleme bekomme!

Ich bedanke mich schonmal für die Tipps und die Kritik und werde dann morgen mehr zu dem Modell schreiben!

Gruß,
Julian

EDIT:
Ah, fast hab ichs vergessen:
Falls doch mal das eine oder andere bisschen Wasser daneben gehen sollte, so dürfte dies nach meinen Planungen des doppelten Bodens kein Problem darstellen!

EDIT 2:
Habe gerade die Bauanleitung von deiner Seite entdeckt, werde mich da mal rein vertiefen ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »JulianH« (5. September 2008, 19:08)


JulianH Männlich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 4. September 2008

Geschlecht: Männlich

7

Sonntag, 7. September 2008, 17:17

RE: Erstes Regenwaldterrarium/Paludarium

Nabend!

Die Seite ist genial, danke schonmal dafür, denn:
Ich war gestern hier im Baumarkt, wollte alles für den kleinen Versuch besorgen:
"Styropor? Ja, wie viele m² brauchen sie denn? Wir haben Pakete mit 12,15 und 18 m²"... Das war der erste Schock, einzelplatten habe ich angefragt, da wären zur Zeit leider keine da.

Flex-Fliesenkleber gabs dort auch erstmal nur im handlichen 10kg Sack, da hab ich dann schon zu viel bekommen und bin wieder gegangen, wirds wohl erst nen Versuchsystem geben, wenn ich auch alles Sachen fürs große Becken besorge...

Als ich dann aber da war hatte ich ne super Idee...die Frage ist nur, ob diese umsetzbar ist:
Es gab dort Küchenarbeitsplatten (angeblich Wasserfest) zu einem relativ humanen Preis...würde sich sowas als Bodenplatte eignen oder stoße ich da auf neue Probleme?

Gruß,
Julian

Longi Männlich

Anwärter

Registrierungsdatum: 9. Oktober 2005

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Unterfranken

Status: Züchter

8

Sonntag, 7. September 2008, 18:01

RE: Erstes Regenwaldterrarium/Paludarium

Hi,

die Küchenarbeitsplatte ist schon wasserfest. Zumindest die Oberfläche, Kanten müssen natürlich separat behandelt werden. "Humaner Preis" heißt nicht so teuer (ich bin mal wieder der Logiker schlechthin B:D), sind wohl 24er anstelle 38er Arbeitsplatten...
Aber warum nimmst du kein OSB als Bodenplatte? OSB 3/4 ist feuchtraumgeeignet (und nicht so elendig schwer), mehr aber auch nicht. Den Kanten ist ebenfalls Aufmerksamkeit zu widmen, wenn ich aber die Beiträge weiter oben richtig verstanden habe und du die ganze Foliengeschichte richtig einbringst, sollte das Holz -egal welches- in jedem Fall trocken bleiben und Nässe vermieden werden.
Vielleicht nochwas zum Holzleim: Wenn du die Möglichkeit hast und das Zeug von einem Schreiner bekommen kannst, nimm das. Die Qualität ist besser, der bezieht den Leim im 10 Liter Eimer und kann dir den auch recht günstig abgeben.

JulianH Männlich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 4. September 2008

Geschlecht: Männlich

9

Sonntag, 7. September 2008, 19:58

RE: Erstes Regenwaldterrarium/Paludarium

@ Smaragd:
Wäre super nett, danke :)
Fließenkleber in 5Kg war nicht als Flex-Fliesenkleber vorhanden!

@ Longi
OSB-Platten hab ich hier beim 20%-Mann nur mit der Bezeichnung "Nicht für Feuchträume geeignet" ausgeschildert gesehen (habe allerdings auch noch nicht explizit danach gesucht, allerdings stünden diese dann auch noch in der näheren Auswahl!
Bei der Küchenarbeitsplatte hatte ich dann halt gehofft, doppel abgesichert zu sein in Punkto Feuchtigkeit!

Holzleim werde ich mir dann beim Schreiner besorgen!

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