Hallöchen Jörg,
Die Rückwand sieht bereits toll aus, wirklich sehr schön verarbeitet und für die Agamen sind Kletterflächen vorhanden.
Ich werde die Themen nach meiner Manier nacheinander behandeln.
Thema Terrarium...
Steinaufbauten eignen sich mittels Spotbestrahlung optimal für Wärmeplätze. Höhlen unter Wärmeplätze eignen sich jedoch nur bedingt. Dort steigen die Temperaturen an und die Tiere haben keine Möglichkeit kühlere Regionen vorzufinden. Ich würde vorschlagen eine stabile Höhle in Form von z.B.: Steinen auf der Seite anzubringen und nicht mit einer Spot bestrahlen.
Der Bodengrund ist ein Erdgemisch, oder? Raus damit, Kinderspielsand vom Baumarkt ohne zusätzliche Öle + Lehmpulver vermischen, anfeuchten, austrocknen lassen. So erhält du ein grabfähiges Substrat auf dem sich die Tiere wohlfühlen. Der Zoofachhandel weiß leider meist gar nichts und gibt zudem noch falsche Hinweise zur Haltung der Tiere.
Pflanzen sind im Terrarium immer schön, Pogona Arten sind jedoch Pflanzenvernichter. Ich weiß nicht wie sie mit Trockengräsern umgehen, jedoch fressen sie ansonsten alles was in ihr Maul passt und nicht zu dick ist. Du kannst es mit den Gräsern versuchen, sei jedoch nicht enttäuscht sollte in ein paar Monaten nicht mehr viel übrig sein. Zudem legen sie sich sicherlich gerne auf die Pflanzen und knicken alles ab.
Weitere Informationen findest du sonst noch bei dem
Care Sheet - Pogona vitticeps den größeren Verwandten.
Thema Beleuchtung...
In diesem kleinen Terrarium benötigst du dennoch Lampen, vereinfacht gesagt, zum aufhellen (HQI, HCI Floot, Leuchtstoffbalken)
Wärmelampen = Osram/Philips,.. Spotlampen vom Baumarkt oder HCI Spots
und zumindest eine UV-Lampe (Osram Vitalux kann hier nur von außen bestrahlt werden = bei offener Terrarientür, da sonst zu wenig Abstand zum Tier gegeben ist; sonst z.B. eine kleinere Variante der Bright Sun)
Thema Besatz und Alter...
Ich rate dir aus mehren Gründen zu einer Einzelhaltung von einem ca. 2 Monate altem Tier.
Einerseits ist ein 2 Monate altes Tier bereits etwas kräftiger als ein 1 Monat altes und frisst selbstständig. Das Tier muss unbedingt ein aktives Wesen zeigen, die Augen offen haben, neugierig seine Umgebung beobachten. Zudem sind diese Tiere Einzelgänger. Welch Ironie das ich es immer wieder predige und selbst Tiere der gleichen Art vergesellschafte, jedoch weiß ich das sie sich vertragen, d.h. Beißereien und Unterdrückungen sind nicht vorhanden. Sollte es zu Problemen kommen kann ich sie immer noch in ein separates Terrarium setzten.
Für dich heißt das du müsstest ggf. bei 2 Tieren und Unverträglichkeit diese getrennt halten (2 Terrarien), zudem kann man mit 2-4 Monaten das Geschlecht der Agamen äußerlich nicht erkennen. Mit Pech kaufst du 2 Männchen welche man bald trennen muss oder sie sich attackieren bis das schwächere Tier aufgibt und stirbt.
Sehen deine Eltern deinen Einsatz und Fürsorge für dieses Tier, kann man mit ihnen in ein paar Wochen/Monaten über ein größeres Terrarium reden.
Hier noch mehr zum Thema...
Pogona henrylawsoni - Terrariengröße
Was ich dir sonst noch so ans Herz legen möchte...
Wenn möglich suche einen privaten vertrauenswürdigen Züchter, sieh dir die Tiere in Ruhe an und entscheide dich erst nach eingehender Beobachtung für den Kauf oder Nichtkauf!
Eine Quarantäne ist dennoch wichtig. Dafür eignet sich für so ein junges Tier eine größer Plastikbox welche du mit Beleuchtung ausstattest. Bitte diese Box nicht verschließen sonst kommt es schnell zum Hitzestau. Siehe...
Kotuntersuchung und
Quarantäne.
Aller Anfang ist schwer, lass dich nicht entmutigen. Plant das neue Terrarium im Voraus das alte kann später immer noch sinnvoll in Form eines Quarantäneterrariums genutzt werden.
Liebe Grüße
Melina