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othmarw

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 17. September 2007

1

Montag, 17. September 2007, 22:40

pflanzenfressende Echsen

Hy, die klassische aller Fragen:

Gibt es Echsen, die auschließlich (oder beinahe ausschließlich) pflanzliche Nahrung zu sich nehmen?

Klassische Antworten bisher:
-Diposaurus dorsalis - Wüstenleguan (im grunde genommen ja, aber er braucht in sehr heiß trockenes Wüstenterrarium)
-Chuckwallas (leider zu teuer)
-Landschildkröten

Ich hab öfters gehört, dass es herbivore Anolisarten geben soll.
Welche Arten sind da gemeint?

Gibt es andere herbivore Echsen, die in einem Terrarium 150x100cm Grundfläche gut zu hältern wären?
Sie sollten idealerweise Tropenterrarium oder Feuchtsavanne bevorzugen?
Sie sollte eher baumbewohnend sein, kann aber auch vorw. am Boden leben.
Falls es nicht zuviel "verlangt wäre" sollte das Tier/die Tiere nicht zu flink sein...


Ich danke euch ihm voraus für eure hilfreichen Tipps.
lg othmarw

othmarw

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 17. September 2007

2

Mittwoch, 19. September 2007, 22:02

RE: pflanzenfressende Echsen

Hy gar keine Rückantwort?

Brane

Mitglied

Registrierungsdatum: 27. Juli 2007

Status: Neuling

3

Mittwoch, 19. September 2007, 22:15

RE: pflanzenfressende Echsen

Von pflanzenfressenden Anolis habe ich noch nichts gehört.

Gibt auch noch Uromastix, aber der ist nichts für Tropen.
Was ist dir am Chuckwalla zu teuer?
Warum unbedingt was pflanzenfressendes?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Brane« (19. September 2007, 22:17)


Brane

Mitglied

Registrierungsdatum: 27. Juli 2007

Status: Neuling

4

Mittwoch, 19. September 2007, 22:19

RE: pflanzenfressende Echsen

Ich glaub dir wurde schon geantwortet. Du hast das Thema ja schonmal reingesetzt

othmarw

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 17. September 2007

5

Donnerstag, 20. September 2007, 22:45

RE: pflanzenfressende Echsen

Hy,

ich persönlich bin noch nicht so lange registriert.

Ich habe bei Dornschwanzagamen und Chuckwallas einen Preis von ca 270€ Tier im Kopf. Vielleicht irre ich mich auch.

Das Tier muss nicht unbedingt fürs Tropenterrarium sein, es kann auch aus der Wüste etc. kommen.

Pflanzenfresser sind mir halt symphatischer, ich hab schon versucht mich vorab mit den Grillen, Heimchen etc "anzufreunden", aber das ist nicht so meins.

Es gibt ja von Exoterra so eine vibrierende Futterschüssel, die mit Fernbedienung gesteuert wird. Somit spart man sich Lebendfutter.
Ich könnte mir diese FS schon vorstellen, allerdings glaube ich, dass ich den Tieren keinen Gefallen tun würde...

Brane

Mitglied

Registrierungsdatum: 27. Juli 2007

Status: Neuling

6

Freitag, 21. September 2007, 09:02

RE: pflanzenfressende Echsen

Für Insektenfressende Echsen ist es wichtig ihnen die Insekten lebend zu geben. Von dieser vibrierenden Futterschüßel halte ich nicht viel, da das sehr unnatürlich ist. Du könntest dir ja mal Heuschrecken anschaun, ich finde die sehen schöner aus wie Heimchen und Grillen.
Bei mir in Hamburg bekomm ich Dornschwanzagamen (Uromastyx) ungefähr ab 150 Euro. Auf Börsen bekommt man die teilweise noch günstiger.
Kann dir da z.b. die Uromastyx ocellata empfehlen. Die wird nur ca. bis 28 cm.
Die Braucht ein Wüstenterrarium mit Stein- und Felsaufbauten. Ist eine sehr sonnenhungrige Echse, da sollte die Beleuchtung und Temperatur schon stimmen.
Ich kann dir da das Buch empfehlen "Dornschwanzagamen" von Thomas Wilms, vom Herpeton Verlag.

blauer Mops

unregistriert

7

Freitag, 21. September 2007, 09:28

RE: pflanzenfressende Echsen

Wie wären den Dipsosaurus dorsalis?
Sind meines Wissens auch Pflanzenfresser.

Brane

Mitglied

Registrierungsdatum: 27. Juli 2007

Status: Neuling

8

Freitag, 21. September 2007, 09:37

RE: pflanzenfressende Echsen

Ja der ist auch überwiegend Pflanzenfressend, wobei er auch ab und an mal ein Insekt braucht. Der braucht auch ein Wüstenterrarium.
Nur Uromastyx und Dipsosaurus brauchen viel Platz.

Brane

Mitglied

Registrierungsdatum: 27. Juli 2007

Status: Neuling

9

Freitag, 21. September 2007, 09:45

RE: pflanzenfressende Echsen

Was mir gerade noch einfällt... wie wär es mit Pfeilgiftfröschen, die brauchen ein dichtbepflanztes Terrarium und die essen hauptsächlich Fliegen

othmarw

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 17. September 2007

10

Freitag, 21. September 2007, 15:44

RE: pflanzenfressende Echsen

Ich habe eine Grundfläche von 150x100 zu vergeben, das Terrarium ist noch nicht gebaut.

Wüstenleguane und Dornschwanzagame Uromastyx ocellata sind mir sehr symphatisch.

Ich habe gelesen, Wüstenleguane werden in der Regel sehr zutraulich.
Das ist vorerst mal ein Plus für WL.

Wieviel kostet denn ein WL, bzw eine Dornschwanzagame ca.?

Wüstenterrarium stört mich nicht, genausowenig wie "hin und wieder mal" Insekten füttern. In welchen Abständen kommt natürlich auf das Tier an.

Brane

Mitglied

Registrierungsdatum: 27. Juli 2007

Status: Neuling

11

Freitag, 21. September 2007, 17:44

RE: pflanzenfressende Echsen

Weiß leider nicht wie "zutraulich" sie sind. Aber ich finde das spielt keine Rolle bei Reptilien. Reptilien sollte man ja im Terrarium lassen.
Die Grundfläche wär ideal für diese beiden Arten

Cerastes

unregistriert

12

Freitag, 21. September 2007, 18:03

RE: pflanzenfressende Echsen

Hallo,

gleich vorweg: Du hast einen guten Geschmack, was die Auswahl von Reptilien betrifft.
Auf 150x100 als Grundfläche lassen sich alle drei Arten, also sowohl Uromastyx, Dipsosaurus als auch Sauromalus gut pflegen, wobei bei letzterem und auch bei manchen Uromastyxarten, insbesondere U. ocellata, auch die Höhe eine große Rolle spielt, da sie doch sehr gerne mal klettern.

Was deine Abscheu gegenüber Futterinsekten betrifft, so kann ich dir eins gleich vorweg sagen: Alle oben genannten Arten benötigen im juvenilen und semiadulten Alter auch Insekten, Dipsosaurus und Sauromalus aber nach meinen Erfahrungen etwas weniger als Uromastyx. Wenn sie ausgewachsen sind, benötigen die Weibchen z.B. während der Trächtigkeit und danach auch wider Insekten um den erhöhten Proteinbedarf zu decken. also kurz und knapp gesagt: Ohne Insekten kommt man auch bei diesen Arten nicht aus.
Zu den Preisen: Also Uromastyx ocellata Jungtiere(DNZ) bekommt man so ab 70€, manche (namhafte) Züchter gehen da aber dann bis 120€ pro Tier herauf. Das hängt natürlich auch von der Färbung der Elterntiere ab.
Dipsosaurs wird sehr selten nachgezogen, ich habe da selbst über ein Jahr lang, selbst DGHTintern gesucht, bis ich Nachzuchten bekommen habe. Preis für Nachzuchten würde ich mal sagen so, 70€ aufwärts, ansonsten gibts eigentlich fast nur Wildfänge und da herrscht scheinbar Weiberknappheit. Der Preis schwankt da von Händler zu Händler relativ stark, deshalb sind allg. Angaben hier schwierig. Sauromalus würde ich auch sagen, fängt so bei 80€ für ne Nachzucht an.
Wenn du adulte Tiere willst natürlich teils einiges mehr, adulte U. ocellata Männchen kosten in der Regel so 100€, die Weibchen schon gut 150-200€, bei anderen Uromastyxarten teils erheblich mehr, wobei auch immer die Frage ist, ob man schnell ein Tier haben muss, oder ob man erst mal etwas die preise vergleicht und überteuerte Angebote gleich außen vor lässt. Für manche Arten(z.B. Ornata, dispar flavifasciata und einige Raritäten) sind 270€ aber für ein Alttier durchaus noch günstig.

Zu Uromastyx empfehle ich dir erstmal das Buch "Dornschwanzagamen" von Thomas Wilms, aus dem Herpetonverlag. Du kannst zwar auch im Internet schauen, aber die Anzahl uneingeschränkt empfehlenswerter Seiten ist begrenzt, es steht auch viel Mist im Internet. Speziell über Ocellatas gibts noch ein kleines Büchlein von Sönke Frahm, google mal danach oder schau beim NTV oder bei Amazon.

Dipsosaurusliteratur hab ich hier im Forum schon mal irgendwo ausführlich aufgelistet, benutz mal die Suchfunktion. Über Sauromalus gibts teils gute Internetseiten, ansonsten die Berichte von Werning und Wölfel, teils DGHT Zeitschriften, teils Reptilia, Draco usw.

Zutraulich ist ein Wort, dass mir nicht gefällt, man sollte eher ruhig oder"nicht so scheu" sagen, denn Uromastyx, vorausgesetzt Nachzuchttiere, gewöhnen sich mit der Zeit daran, wenn man im Terrarium hantiert bzw. kommen schon angerannt wenn man mit der Futterschüssel kommt, Im Gegensatz z.B. zu meinen Laudakia, die da lieber gleich mal auf Abstand gehen. Eins darf man nie unterschätzen, diese Tiere, Uromastyx genau wie Dipsosaurus, können durchaus sehr schnell rennen, wenn sie es möchten, da wird einem aber erst in Becken von min. 150cm Länge deutlich. Meine Zwergbartagamen sind dagegen wirklich lahm gewesen.

Wenn du weitere genauere Fragen hast, schreib ruhig wider,
Gruß Andreas

othmarw

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 17. September 2007

13

Freitag, 21. September 2007, 21:10

RE: pflanzenfressende Echsen

Hy,

danke für deine ausführliche Antwort!

Die ocellatas haben mein Interesse geweckt:

-Wie hoch sollte für sie das Terrarium sein?
-diese "plumpen" Tiere können klettern und rennen?
-Die Wüstenleguane graben ja gerne Höhlengänge, die ocellatas auch?


Abscheu gegenüber Insekten ist eher krass formuliert B:D
Ich mag sie halt nicht gern. Ich weiß, dass ich ohne Insekten nicht weit komme und ich werde sie auch verfüttern, ganz klar.

"Zutraulich" ist eher falsch gewählt, ich weiß.
Ich bin auch kein "Echsen-herausnehmender-und-durch-unerfahrene-(Kinder)-Hände-reichender-Terrarianer", jedoch möchte ich schon, dass die Tiere sich nicht jedesmal stressen, wenn ich an der Scheibe zum glotzen ;) komme. Sie sollten auch nicht jedes öffnen des Terrariums mit einem potenziellen Fluchtversuch asoziieren.

Nochmal zum Terrarium, es wird noch gebaut. Soll ich eher ein enfaches Becken (oben offen, einfache Abdeckscheiben zum drauflegen, Klemmlampen), oder soll ich ein richtiges Paradeterrarium bauen (geschlossen, Schiebetüren, Griffe mit Saphiren eingefasst, Schienen aus 24k Gelbgold, mit Brillianten besetzte Lüftungsgitter B:D etc...)?

Cerastes

unregistriert

14

Sonntag, 23. September 2007, 12:08

RE: pflanzenfressende Echsen

Hallo,

die meisten der Fragen werden sich nach/während dem Lesen der Fachliteratur von selbst beantworten. Zur Höhe allerdings schreibe ich gerne noch ein paar Erläuterungen dazu, da das ein Punkt ist, der in der Fachliteratur meist kläglich vernachlässigt wird. Für U. ocelllata empfehle ich min. 80cm Höhe, da es sich bei diesen Tieren um ausgesprochen gute Kletterer handelt, die durchaus auch mal einen Sprung wagen. U. ornata und geyri, nur um mal einen Vergleich zu geben, sind dagegen selbst als Jungtier schon relativ unbeholfene Kletterer. Mit den Ocellatas hast du meiner Meinung nach, rein vom Verhalten her, die interessanteste und agilste Uromastyxart. Außerdem vermag U ocellata auch an Ästen hochzuklettern, und teils ich Höhen von 80cm über dem Boden zu ruhen (meine Tiere zumindest).
Der Grabtrieb der Tiere unterscheidet sich stark von Tier zu Tier und hängt natürlich auch von der Eignung des Subsrats ab, aber allgemein gehört U. ocellata nicht zu grabfreudigen Arten der Gattung.
Mit Dipsosaurus dorsalis ist das nicht zu vergleichen, die legen richtige Gang- und Tunnelsysteme an. Bei mir hat selbst das Jungtier schon 40cm lang und gut 8cm tief gebuddelt.
Der optische Aspekt des Terrariums ist den Tieren eigentlich egal, bei Dipsosaurus kannst du das Terrarium oben offen lassen, da die Tiere eigentlich nicht klettern. Hier ist noch ne schöne Homepage über die Tiere, falls du dich für sie entscheiden solltest. Bei den Ocellatas musst du schauen, dass das Becken peinlichst genau abgedichtet ist, da es durchaus sein kann, dass sie irgendwelche Hohlräume, Ritzen usw. enddecken und sich dann darin verstecken. Lass mal wider von dir hören, wenn du dich entschieden hast und wenn das Terrarium fertig ist.

Gruß Andreas

othmarw

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 17. September 2007

15

Sonntag, 23. September 2007, 19:35

RE: pflanzenfressende Echsen

Hy, danke für deine Antwort!

Grundsätzlich steck ich noch in der Planungsphase. Ich schätze es wird noch eine ganze Weile dauern bis das Terra tutto completo inkl Tieren in meinem Zimmer steht.

Mir ist vor allem wichtig, dass ich von anfang an alles richtig mache, bis zur letzten Lampe. Den finanziellen Aufwand für die Erstbeschaffung muss ich ebenfalls noch "zusammenbudgetieren", da ich Schüler bin (19 Jahre, im Matura(Österreich)/Abitur Jahr).

Einige Fragen hätte ich noch:

-Sind die Dipsorialis auch irgendwie Kletterer, oder sind Äste vollkommen überflüssig?

-Wie sieht es mit der Beleuchtung in einem Terrarium mit 150x100x80cm (LBH) aus? Bin technisch nicht so versiert und komm mit meinen bisher gesammelten Infos nicht so ganz klar...

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