Mal vorneweg: Dieses Terrarientiere von A bis Z kannst du wegwerfen bzw. solltest dich davon nicht beeinflussen lassen. Was die teilweise vorschlagen (nicht nur auf die empfohlene Terrariengröße bezogen), ist schon eine Frechheit.
Ansonten: Brane hat recht, eine Höhe von 100 cm sollte man den cyanogenis gewähren, da sich die Stachelleguane gerne in den höheren Lagen des Terrariums aufhalten und die S. cyanogenis die größten Vertreter der rund 80 Stachelleguan Arten sind (ich selbst halte 1.2 Sceloporus malachiticus). Auch kannst du so ein besseres Temperaturgefälle gewährleisten.
Deine Blauen mögen auch horizontale Felsspalten in der Rückwand, die so groß sind, dass sie liegend gerade so reinpassen. Das gibt ihnen nicht nur das Gefühl von Sicherheit, sondern auch einen schattigen, kühlen Rückzugspunkt im ansonsten heißen Habitat.
Was den Fressensplan angeht, ist es Ermessenssache und erfordert eben Fingerspitzengefühl und Beobachtungsgabe, wieviel die Tiere fressen wollen und vertragen. Wie schon erwähnt, sollte das Futter abwechslungsreich und nicht zu fetthaltig sein (Wachsraupen, Mehlwürmer etc.), mit z.B. Korvimin oder Herpetal im Wechsel mit Kalziumpulver bestäubt werden und natürlich auch selbst immer gut mit Salat etc. angefüttert werden. Ein Schälchen mit zerkleinerter Sepiaschale kannst du auch anbieten. Wenn du grundsätzlich zwei Fastentage verordnest, liegt man aber ungefähr richtig.
Das Trinkwasser kannst du ein bis zwei mal im Monat mit flüssigen Vitaminen anreichern (dann nicht im Terrarium sprühen, damit sie auch aus der Wasserschale trinken). Die Hinzugabe von Vitaminen ist bei Stachelleguanen besonders wichtig, da diese vermehrt unter Mangelerscheinungen leiden, wenn sie noch im Wachstum sind.
Eine Kotprobe sollte man immer entnehmen und einsenden BEVOR man das Tier/die Tiere ins Endterrarium einsetzt und während der Quarantänephase (mehrere Wochen) eine evtl. Behandlung im spärlich und leicht zu reinigenden Quarantäneterrarium vornehmen. Wenn du Tiere von einer Börse hast, könnten es Wildfänge sein, die fast immer Innenparasiten und auch oft unter Milbenvefall leiden (schau mal unter die Schuppen bzw. an die Hinterseite der Oberschenkel nach schwarzen oder roten Punkten. Wenn du jetzt noch eine Kotprobe untersuchen lässt und die Tiere krank sind, bekommst du ein Problem mit dem voll eingerichteten Terrarium... Hast du eigentlich ein Bild davon? Nur aus persönlichem Interesse.
Das Buch von Werning ist im Prinzip ok, ich habe selbst das von Heimes/Köhler und kann es sehr empfehlen, auch wenn es vor allem eine wissenschaftliche Übersicht aller Stachelleguan Arten liefert und in manchen Teilen nicht sehr tief in die Terrarienhaltung vordringt.
Im Internet kann ich die Seite von Benjamin Scheler empfehlen, der Mann hat nunmal nachgewiesenermaßen Ahnung von der Haltung von Sceloporus:
http://www.sceloporus.de/pages/haltung-u…-cyanogenys.php
Gruß,
Franky