]Hi, ich habe mit meinem Ex zusammen lange Faltengeckos gehalten, mittlerweile sind sie bei ihm, aber ich denke, ich bin ganz kompetent auf dem Gebiet
Also,
1.) Die Terrariengröße ist meines Erachtens nach zu klein. Wir haben 3 Tiere in einem 1,5 x 1 x 1,5 Terrarium gehalten, dann sind wir auf ein 1,5 x 1 x 2 (alles Länge, Tiefe, Höhe) umgestiegen, da das erste dem starken Bewegungsdrang der Tiere nicht genügt. Man kann sie sicher auch kleiner halten, allerdings 1 Meter Höhe sollte das Minimum sein. Bei kleineren Becken verpasst man halt viel von dem sehr großen Spektrum an Verhalten.
2.) Schlichte Wald- oder Blumenerde tuts auch.
3.) Weibchen zusammenhalten geht. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Damen untereinander schon manchmal echt zickig sein können. Platz zum Ausweichen sollte also vorhanden sein.
4.) Mittlerweile sind in dem Becken 2 HQI Strahler (die Tiere sollten UV abbekommen, nur supplementieren reicht bei denen nicht), 2 Röhren und an der Rückwand ein Heizkabel eingebaut. Strahler und Röhren sind natürlich außerhalb des Terrariums angebracht.
Auch eine Regenanlage ist bei den Tieren Pflicht.
5.) Die Tiere tarnen sich auf Rinde, insofern ist Naturkork das schönste für sie. Einfacher Backkork mit etwas Deko geht aber auch. Auf Fliesenkleber gehen sie äußerst ungern.
6.) Das Holz kannst du holen, woher du willst. Wir haben allerdings immer viel Korkäste eingebaut, da sich die Tiere darauf tarnen. Bei heimischen Holzsorten musst du darauf achten, dass die bei der hohen Luftfeuchtigkeit nicht gammeln und nicht harzen.
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Generell gibt es keine Anfängergeckos, aber bei Faltengeckos ist es schwierig, Nachzuchten zu bekommen. Und die meisten Wildfänge sind so Parasitenbelastet, dass sie meist nicht lange leben. Auch der Milbenbefall ist bei dieser Art immer sehr hoch.
Im Allgemeinen ein toller Gecko, der aber viel Platz braucht, damit man sein ganzes Verhalten mitbekommt. Auch Technik sollte vorhanden sein. Am Anfang hatten mein Ex und ich immer wieder Schwierigkeiten, sei es, dass das Weibchen plötzlich Kalziummangel hatte trotz supplementieren, oder das Männchen zwei Weibchen zu stark bedrängt hat, dann hatte einer der Wildfänge eine Kokzidienart, die nur auf einer kleinen Inselgruppe Myanmars vorkommt und uns jämmerlich eingegangen ist, alles mögliche.
Mittlerweile läuft die Sache aber so rund, dass man nur noch Freude an den Tieren hat. Hat man erstmal gesunde Tiere, ein ausreichend großes Terrarium und die nötige Technik, läuft alles wie von selbst.