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Jato

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 2. Januar 2010

Status: Interessent

1

Samstag, 2. Januar 2010, 15:33

Mein neuer Freund...

Hallo,

ich habe eine Frage und zwar würde ich mir gerne einen Gecko zulegen, da ich diese Tiere einfach total niedlich und interessant finde. Jetzt stellt sich für mich die Frage, welchen Gecko nimmt man, der vielleicht nicht bei dem ersten Fehler den Löffel abgibt.

Ich würde wahnsinnig gern einen eher kleineren Gecko haben, nach Möglichkeit auch so einen der in eher wüstenartigen Gegenden zu Hause ist, damit man das Terrarium dementsprechend gestalten kann.

Gibt es vielleicht Literatur über solche, ich nenne sie einfach Mal "Wüstengeckos"?

Achja und gibt es Gefahren bei dem Umgang mit Geckos? Beißen Sie oder haben sonstige Abwehrmechanismen, von denen man wissen sollte?

Ich danke schonmal für die Antworten!

scush Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 1. August 2005

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Schweiz

Status: Halter

2

Samstag, 2. Januar 2010, 16:29

Hallo

Hemidactylus imbricatus
Agamura persica
Cyrtopodion scabrum
Stenodactylus petrii
S. sthenodactylus
Eublepharis macularius (nicht ganz so klein)
Paroedura picta (je nach dem ob Dir dieser Lebensraum gefällt)
Underwoodisaurus milii
Tropiocolotes steudneri

Beissen und fuachen können alle Geckos. Kleinbleibende Arten flüchten aber eher und falls sie doch zuschnappen tut das bei diesen nicht weh.

Literatur findest mittels den lateinischen namen im Internet/Amazon (oder http://www.ms-verlag.de/Art_fuer_Art.113.0.html) und links zu Literatur.


Gruss

Jato

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 2. Januar 2010

Status: Interessent

3

Sonntag, 3. Januar 2010, 12:50

Vielen Dank schonmal für die Antwort, den Madagassischen Großkopfgecko finde ich ja sehr hübsch, was wird man denn etwa für so ein Tierchen an Geld ausgeben?

Das Buch habe ich mir jetzt bei Amazon bestellt, da kann man sich dann schonmal einlesen. =)

Gruss Jato

Marcel123 Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 7. Januar 2009

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Wohnort: Cottbus

Status: Halter

4

Sonntag, 3. Januar 2010, 13:02

Hallo. Verwende bitte mal die Fachbezeichnung, Paroedura. Mit diesen deutschen Bezeichnungen kommt man immer so schwer klar. B:D
Es gibt hier ein paar Leutchens die diese Art halten. Bekka zum Beispiel. Es gibt auch ne Menge Infos im Netz und hier im Forum dazu. Was die Finanzierung angeht sind diese Arten recht günstig. Ich werde mir kommende Woche auch ein Terrarium (80x40x40) holen für die P. pictas. Sind wirklich bildschöne Tiere. Frage mich dann zwar woher ich die Tiere nehmen soll, aber mal sehen.

Tacko 97 Männlich

Mitglied

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5

Sonntag, 3. Januar 2010, 14:02

Hallo,

Ein kleiner Tipp noch von mir Paroedura picta nimmt so weit ich weiß keine Heizsteine und ähnliches an!


MFG Paul

scush Männlich

Mitglied

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6

Sonntag, 3. Januar 2010, 14:07

Zitat



Ein kleiner Tipp noch von mir Paroedura picta nimmt so weit ich weiß keine Heizsteine und ähnliches an!
Heizsteine (Hitzmatten, Heitzkabel etc.) gehören meiner Meinung nach in kein Terrarium, denn in der Natur gibt es auch keine Heizsteine. Stein unter den Spot, damit er nach dem Lichterlöschen noch Wärme abgibt. Ansonsten sollte die Wärme nur von Oben, sprich von den Lampen abstrahlen...

klebepfote Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 26. Februar 2008

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Reichensachsen

Status: Halter

7

Montag, 4. Januar 2010, 15:05

Hi scush.
Auch nicht gaaaanz richtig, bei Pachydactylus rangei z.B. gehören sogar Heizmatten drunter, aber das ist ja wohl eher der Ausnahmefall.

@ jato: Da kommt es auch wieder auf die Farbmorphen an. Gibt z.B. auch xantische Tiere, aber im Normalfall liegen die Preise so zwischen 10 und 20 € pro Tier.

Brane

Mitglied

Registrierungsdatum: 27. Juli 2007

Status: Neuling

8

Montag, 4. Januar 2010, 15:29

Hi scush.
Auch nicht gaaaanz richtig, bei Pachydactylus rangei z.B. gehören sogar Heizmatten drunter, aber das ist ja wohl eher der Ausnahmefall.



Wo hast Du denn das gelesen? Du weißt wo die Art herkommt und wie die Tiere leben oder?

Gruß

scush Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 1. August 2005

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Wohnort: Schweiz

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9

Montag, 4. Januar 2010, 16:04

Wie Brane schon angedeutet hat verstehe auch ich deinen einwand nicht ganz:
Also so lange die Geckoart nicht in einem Gebiet lebt wo es im Substrat heisser wird je weiter sich das Tier vergräbt wüsste ich nicht wieso man die Wärme von Unten her zubringen sollte. Gerade Pachydactylus rangei z.B. flüchtet vor der Hitze in kühlere tiefere Sandschichten, daher denke ich wäre ein Substrat das tiefer wärmer wird kontraproduktiv und würde den Instinkten des Tieres einen Strich durch die Rechnung machen...

Hast Du diesbezüglich andere Beobachtungen gemacht oder gibt es verlässliche Quellen die das Gegenteil von meiner Behauptung zeigen?

Gruss

klebepfote Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 26. Februar 2008

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Reichensachsen

Status: Halter

10

Montag, 4. Januar 2010, 16:18

http://geckoz.de/showthread.php?t=14133&highlight=rangei

Habe auch mehrere PM's geschrieben und zurückbekommen, wo mir das weiterhin bestätigt wurde.

klebepfote Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 26. Februar 2008

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Reichensachsen

Status: Halter

11

Montag, 4. Januar 2010, 16:19

Zitat von Sebastian Schenk (pachydactylus.com)

"Hi,
ja ich halte und züchte die Art reativ erfolgreich,allerdings habe ich keine NZ mehr für diese Saison.
Also 80x40 is gut, allerdings muss eine gute Durchlüftung vorhanden sein, da Staunässe gar nicht gut für diese Geckos ist.
Eine Heizmatte ist besser als ein Spot da die Geckos in Höhlen leben in denen es ganzjährig Temperaturen zwischen 28 und 30°C hat.
Ausser 10-15cm (guten) Sand brauchen die nichts. Andere Dekosachen werden innerhalb von Stunden im Sand vergraben.
LF ist unwichtig, da sowieso immer ein Teil des Sandes feucht sein soll.Die Geckos suchen sich dann schon den Platz der ihnen gefällt.

Grüße

Sebastian"



Zitat Janko (geckoz.de)
"Hey,also es sollten schon mindestens 7cm Sand sein, bei mir sind es so um die 10cm Sand.
Halte sie in einem Aquarium also oben offen, daher ist das mit der Sandhöhe auch kein Problem
Den Tip mit der Heizmatte und die Tiere habe ich von Sebastian Schenk(Schenky), der züchtet die auch.
Er meint in der Namib Wüste wo die P.rangei herkommen wurden noch in über 1m tiefe 29grad gemessen.
Aber sein Kollege hält sie auch ohne probleme mit Spotstrahlern als Wärmequelle.
In der Zeitschrift Terraria, glaube Ausgabe 13 ist ein 4 Seiten Bericht von Schenky über rangeis drin
Luftfeuchte spielt bei mir keine rolle da das Aquarium ja oben offen ist, da hält sich ja keine Luftfeuchte, der Sand sollte nur feucht sein ungefähr 1/3 des Terras, da die rangeis die meiste feuchtigkeit über die Haut aufnehmen.
Und auf der gegenüberliegenden Seite hab ich die Heizmatte auch ungefähr unter 1/3 des Terras.
Hoffe ich konnte dir weiterhelfen.
Bei mir wird es noch dauern mit der Zucht, da ich die Jungtiere ja erst im Sommer bekommen habe, aber die ersten NZ werde ich sowieso behalten um mehrere Gruppen zu haben
LG`Janko"

scush Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 1. August 2005

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Schweiz

Status: Halter

12

Montag, 4. Januar 2010, 16:35

Na wenn er damit Erfolg hat wird es nicht verkehrt sein. Aufpassen sollte man aber trotzdem, denn diese Heitzmatten etc. können ziemlich heiss werden.

Brane

Mitglied

Registrierungsdatum: 27. Juli 2007

Status: Neuling

13

Montag, 4. Januar 2010, 16:44

Natürlich ist es in der Namib Wüste sehr heiss tagsüber. Wie Scush schon geschrieben hat wird der Boden kühler je weiter sie sich graben. Wenn Du mit einer Heizmatte arbeitest kommt die Wärme dann von unten.
In ihren Habitat kann die Temperatur tagsüber locker auf 50°C ansteigen, da ist es dann doch klar das im Bodenbereich auch hohe Temperaturen herrschen. Die Tiere graben sich sehr weit im Bodenbereich ein um es kühler zu haben wie es an der Oberfläche ist.
Nimm einfach Spotstrahler und eine hohe Sandschicht.

Gruß

Bekka Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 18. Januar 2008

Geschlecht: Weiblich

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Status: Halter

14

Montag, 4. Januar 2010, 22:21

Hallo!

In den nächsten Wochen und Monaten dürfte es nicht schwer sein an Paroedura picta zu kommen. Neben mir haben momentan einige Züchter Nachzuchten. Im Handel sieht man sie selten, aber auf Börsen werden auch regelmäßig Tiere angeboten.

Über eines muss man sich im Klaren sein: Sie sind wirklich streng nachtaktiv. Es empfiehlt sich daher vielleicht, eine Nachtbeleuchtung zu installieren, die abends für wenige Stunden die Beobachtung erleichtert.

Die Preise liegen zwischen 10 und 100 Euro. Den hohen Preis muss man z.B. für zuchtreife unverpaarte xanthic (Farbvariante) Weibchen zahlen. Ab 10/15 Euro gibt es dann schon ganz normale unbestimmte Jungtiere oder Männchen. Von Natur aus, sind die Tiere recht variabel in Farbton und Zeichnung.

In dem betreffenden Buch werden allerdings Heizmatten empfohlen. Ich will das nicht total verteufeln. Wenn jemand mehrere Generationen erfolgreich und ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen so Tiere gehalten hat, ist es wohl zumindest keine Tierquälerei. Ich weiß auch von einigen Leopardgeckohaltern/- züchtern die Heizmatten verwenden, weil sie wenig Strom brauchen. In Zeiten des Klimawandels und der Wirtschaftskrise immerhin ein Argument. Man kann aber auch mit einem Spot für Wärme und gleichzeitig Tag/Nachtrythmus sorgen. So halte ich es auch.

In einer einzigen Beziehung ist diese Art sehr heikel: Sie haben eine enorme Fortpflanzungsrate, d.h. wenn man von Geckoeiern nicht überschwemmt werden und die Weibchen nicht zu früh verlieren will, darf man nur Weibchen oder nur ein Männchen halten bzw. man sollte das Männchen nicht dauerhaft mit Weibchen vergesellschaften. Sollte das hier eigentlich nicht schreiben, weil ich natürlich auch die Männchen los werden möchte/muss. Das bedeutet: Männchen brauchen ein eigenes Terrarium, auch wenn man mehrere Weibchen besitzt.

Wenn es nur ein Freund sein soll, bietet sich ein P. picta Männchen geradezu an. Meine Tochter (16) hat sich unseren allerersten (männlichen) Schlüpfling damals erbeten. Obwohl er in ihrem Zimmer einiges an Fernsehen und lauter Musik verkraften muss, ist er sehr zutraulich geworden und frisst aus der Hand.

LG Bekka

Marcel123 Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 7. Januar 2009

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Cottbus

Status: Halter

15

Dienstag, 5. Januar 2010, 18:34

Hallo.
Ich für mein Teil würde mir 1-3 Weiber ins Haus holen da ich kein Interesse an einer Zucht habe.
Das mit den Messen ist immer so ne Sache. Da wo ich wohne gibt es sowas nicht. Hamm zum Beispiel liegt knapp 600 km von mir entfernt. Hannover wären ca. 400 km. ;(

@bekka
Hast du Erfahrung in Bezug auf Nachtbeleuchtung was die Lichtfarbe angeht? Ist blaues Licht besser geeignet als rotes öder ähnlich? Könnte mir vorstellen das diese Art nicht jedes Farbspektrum wahrnehmen kann.