Hi,
sofern ich das Thema noch aus meiner Ausbildung kenne -und ich hoffe, ich bekomme das nun Fehlerfrei hin -, muss man bei der Parthenogenesis zwischen mehreren Arten der Zeugung unterscheiden:
Die allgemein Bekanntestes ist die der Honigbienen: aus befruchteten Eiern werden Arbeiterinnen (diploide Chromosomensatz) und aus unbefruchteten Männchen (homologe Chromosomensatz). Dies kann deshalb gelingen, da die Königin die Samen getrennt in ihrem Körper speichern kann.
Dann gibt es die (jetzt schau ich doch noch mal nach) automiktische Parthenogenese, bei der die Kerne der haploiden Chromosomensätze in der Meiose direkt nach der Trennung wieder miteinander verschmelzen.
In der apomikitischen Parthenogenese folgt keine Reduktionsteilung bei der Meiose - die Nachkommen sind genetisch gleich.
Die beiden letzteren Parthenogenesen erzeugen Klone der Mutter. Sollte die Mutter also einen genetisch defekten Chromosomensatz haben, werden diese mitvererbt -wenn das Tier gesund ist, werden es auch die Jungtiere sein. Eine Variation der DNA bleibt somit aus. Dies ist aber die grundvorraussetzung für den Begriff der Inzucht - Genetische, rezessive Krankheiten treten auf, weil die ursprünglichen Chromosomensätze der aller ersten Generation (Elterntiere) solange miteinander gekreuzt wurden (Zucht mit den Jungtieren), bis das Gen mit der Krankheit homolog vorliegt und in Erscheinung treten kann.
-Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt.
Gruß