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Nöschli Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 26. Dezember 2007

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Andasibe, Madagaskar

Status: Interessent

1

Samstag, 30. Mai 2009, 22:17

Klon?

Hallo!

Wenn Jungferngeckos sich vermehren, klonen sie sich dann?

Gruß
Nöschli

Brane

Mitglied

Registrierungsdatum: 27. Juli 2007

Status: Neuling

Fast Eddi

unregistriert

3

Sonntag, 31. Mai 2009, 01:14

Vielleicht wäre dieser Thread im Fun-Forum besser aufgehoben?

Brane

Mitglied

Registrierungsdatum: 27. Juli 2007

Status: Neuling

4

Sonntag, 31. Mai 2009, 01:20

Jup, vieleicht könnte ja ein Moderator den Thread in den richtigen Bereich verschieben :D

Trixi Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 7. Oktober 2006

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: NRW

Status: Halter

5

Sonntag, 31. Mai 2009, 10:05

Ich versteh jetzt wirklich nicht warum ihr diesen Thread im Funforum sehen möchtet.
Es ist durchaus eine gute Frage.
Ich konnte sie nicht beantworten.

Der Parthenogenese kann entweder eine Meiose mit Eizellenbildung vorausgehen oder sie kann direkt über diploideKeimbahnzellen ablaufen. Bei letzterer findet keine Rekombination statt und die entstandenen Nachkommen sind Klone ihrer Mutter.

Also wie ist das nun beim Jungferngecko?

Fast Eddi

unregistriert

6

Sonntag, 31. Mai 2009, 13:13

Theoretisch eine gute Frage, praktisch ist mir kein Reptil bekannt, das sich selbst so reproduziert, daß man von einem Klon sprechen könnte. Möglicherweise war die Frage eingangs ja toternst gemeint und an die hier nicht anwesenden Forscher und Wissenschaftler gerichtet... anhand der Fragestellung war aber sicher etwas ganz anderes gemeint, und das Stichwort dazu kam bereits von Brane.

Solltest Du jedoch über Basiswissen diesbezüglich verfügen, ich habe es nicht, hätte ich mal eine Frage: wie sieht es in solchen Fällen mit Inzuchtdepressionen aus? Wären die immer noch ein Thema, nach x Generationen, oder eher nicht? Ein Buchtip wäre auch OK, dann lese ich mich selbst in die Materie ein.

Trixi Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 7. Oktober 2006

Geschlecht: Weiblich

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Status: Halter

7

Sonntag, 31. Mai 2009, 16:48

Eddi,ich hab keine Ahnung,aber die Frage des Threaderstellers fand ich wirklich gut.
Ich denke schon das er es so gemeint hat.
Habe sie jedenfalls so verstanden.

scush Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 1. August 2005

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8

Sonntag, 31. Mai 2009, 17:46

Zitat

wie sieht es in solchen Fällen mit Inzuchtdepressionen aus?
Ich denke dass man hier gar nicht von Inzucht sprechen kann, denn Inzucht setzt eine Verpaarung zweier genetisch nahestehender Individuen voraus. So kann es dann auch zur Inzuchtdepression kommen, indem unvorteilhafte Allele vermehrt homozygot auftreten. Die Klonlinien bei z.B. L. lugubris sind vermutlich relativ arm an "schlechten" Allelen oder in den meisten Genloci heterozygot, wodurch der Phänotyp keine unvorteilhaften Ausprägungen hat, oder sonst würde diese Klonlinie ohne Mutation vermutlich verschwinden.

Gruss

Fast Eddi

unregistriert

9

Sonntag, 31. Mai 2009, 20:33

]Ich denke dass man hier gar nicht von Inzucht sprechen kann,


Genau das interessiert mich ja, ob man dennoch von Inzucht(depressionen) sprechen kann oder nicht. Kannst Du evtl. Literatur zu dem empfehlen, was Du schreibst? Stark vereinfacht ausgedrückt, wenn Du ein Original kopierst, dann eine Kopie von der Kopie machst usw., wie lange werden die Kopien dann 100%ig identisch zum Original sein? Ich gestehe, ich habe mich mit dem klonen nie beschäftigt, und auch wenn das hier eine sehr theoretische Frage ist, sollte ich das wohl dennoch mal nachholen.

Immerhin haben wir diesen Thread nun vor dem Fun-Forum geretttet. Aber vielleicht äussert sich der Threadstarter nochmal, worauf er eigentlich hinauswollte?

Nöschli Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 26. Dezember 2007

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Andasibe, Madagaskar

Status: Interessent

10

Sonntag, 31. Mai 2009, 23:48

Hallo
Schön, dass sich ein paar mit dem Thema beschäftigt haben.

Zitat

Wikipedia sagt dazu folgendes: Die Weibchen sind revierbildend und verteidigen ihr Territorium durch Beißereien und Verfolgungsjagden. Sie pflanzen sich parthenogenetisch fort, das heißt, die Weibchen legen, in kurzen Abständen von 14-60 Tagen, 1-2 unbefruchtete Eier, aus denen nach 68 bis 93 Tagen Klone des Muttertieres schlüpfen. Die Jungtiere sind beim Schlupf 3,5 bis 3,7 Zentimeter lang.
Populationen, bei denen Männchen vorkommen und die sich geschlechtlich fortpflanzen, scheinen zu einem getrennten Taxon zu gehören, das mit dem parthenogenetischen, rein weiblichen Taxon verwandt ist, aber nicht dessen direkter Vorfahre ist
Irgendwie klingt das komisch. Aber ich hab das mit der Eizellenbildung in der Meiose nicht ganz verstanden. Wie können denn nicht-Klone entstehen, wenn überhaupt keine fremde DNA hinzukommt?

Gruß
Nöschli

P.S.: Die Frage war ernst gemeint... Also jedenfalls finde ich es spannend mal in die Richtung zu denken.

Damokles Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 21. Dezember 2006

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Wohnort: Kaiserslautern

Status: Halter

11

Montag, 1. Juni 2009, 10:29

Hi,

sofern ich das Thema noch aus meiner Ausbildung kenne -und ich hoffe, ich bekomme das nun Fehlerfrei hin -, muss man bei der Parthenogenesis zwischen mehreren Arten der Zeugung unterscheiden:

Die allgemein Bekanntestes ist die der Honigbienen: aus befruchteten Eiern werden Arbeiterinnen (diploide Chromosomensatz) und aus unbefruchteten Männchen (homologe Chromosomensatz). Dies kann deshalb gelingen, da die Königin die Samen getrennt in ihrem Körper speichern kann.
Dann gibt es die (jetzt schau ich doch noch mal nach) automiktische Parthenogenese, bei der die Kerne der haploiden Chromosomensätze in der Meiose direkt nach der Trennung wieder miteinander verschmelzen.
In der apomikitischen Parthenogenese folgt keine Reduktionsteilung bei der Meiose - die Nachkommen sind genetisch gleich.

Die beiden letzteren Parthenogenesen erzeugen Klone der Mutter. Sollte die Mutter also einen genetisch defekten Chromosomensatz haben, werden diese mitvererbt -wenn das Tier gesund ist, werden es auch die Jungtiere sein. Eine Variation der DNA bleibt somit aus. Dies ist aber die grundvorraussetzung für den Begriff der Inzucht - Genetische, rezessive Krankheiten treten auf, weil die ursprünglichen Chromosomensätze der aller ersten Generation (Elterntiere) solange miteinander gekreuzt wurden (Zucht mit den Jungtieren), bis das Gen mit der Krankheit homolog vorliegt und in Erscheinung treten kann.

-Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt.
Gruß ;)

scush Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 1. August 2005

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12

Montag, 1. Juni 2009, 11:10

Zitat

bis das Gen mit der Krankheit homolog vorliegt
homozygot ;-)...

Wem die Erklärung von Damokles noch nicht reicht B:D
http://www.amazon.de/Molecular-Genetics-…43846943&sr=8-3
http://www.zoologie.de/grzimek/zoologie-…hring-k-hn.html

Damokles Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 21. Dezember 2006

Geschlecht: Männlich

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Status: Halter

13

Montag, 1. Juni 2009, 11:15

ja, sorry :) bin ja auch nur zu Viertel Genetiker ;) Aber wir stimmen ja mit unseren Schlussfolgerungen überein :)

Thx. Scush

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