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Schlangenfreund

unregistriert

1

Sonntag, 14. Mai 2006, 01:25

Passende Schlangenart für vorhandenes Terrarium

Huhu Leute,

die Situation ist Folgende:
Ich habe ein Terrarium (LxBxH 120x60x90 cm) aus OSB-Platten. Die Seiten- und Rückwand bestehen aus Styroporplatten, die ich mit schadstrofffreiem Styroporkleber bestrichen und dann mit feinem Sand überstreut habe. In der Rückwand sind auch kleine Liegeflächen in verschiedenen Höhen eingebaut. Eine kleine Höhle in diesem Stil ist ebenfalls vorhanden. Diese Sand-Wand-Konstruktion ist natürlich rauh. Auf dem Boden liegt im Moment eine blanke Styroporplatte, die ich (noch) entfernen und durch anderes Material ersetzen könnte.

Im Karton (vier Beutel) habe ich 20 kg roten Desert-Sand von Namiba.

Was ich nun von euch möchte? Mich interessieren, welche Schlangenart in diese Umgebung passen würde. Im Sommer sind zudem Temperaturen über 30°C zu erwarten, womit die Schlange klar kommen sollte. Ich möchte mir gerne eine Schlange zu legen und schauen, ob ich unter der Auswahl an Schlangen, die in das vorhandene Terrarium passen würden, ein Exemplar finde, was mir zusagt. Falls nicht, werde ich die Einrichtung abändern (müssen). :-)

Macht euch also bitte keine Gedanken, dass ich willkürlich ein Tier kaufe oder aber irgendein Tier passend zum vorhandenen Terrarium kaufe, ob's mir gefällt oder nicht. Ne ne ... ich möchte mich nur informieren. :-)

Viele Grüße, Chris

PS.: Hätte eine Königspython mit meinen Wänden und der Höhle Problem? Als Bodengrund müsste ich natürlich etwas anderes verwenden.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Schlangenfreund« (14. Mai 2006, 02:09)


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2

Sonntag, 14. Mai 2006, 08:04

Eine Köpy dürfte Probleme mit der Höhe bekommen(mieser Kletterer).
Wenn du die Sandstyroporplatten mit Epoxydharz(vieleicht reicht auch ein umweltfreundlicher klarlack) einpinselst dürften die Wände nicht mehr so rauh sein, dann könntest du ne Kornnatter oder vieleicht eine kleinbleibende Boa reinsetzen.

Pimbura Männlich

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3

Sonntag, 14. Mai 2006, 09:07

Eine Gruppe Sandboas würde sogar mit dem Bodengrund auskommen.
Ansonsten Rosenboa, Lampropeltis sp., wenn Du innerhalb dieser 90cm Höhe über die gesamte Fläche oben einen Lichtkasten einsetzt von 20cm auch ein p.regius.

Ich weiss nicht, inwiefern du firm bist im Handling von Schlangen und welche Erfahrung Du mitbringst, aber auch viele Crotalus sp. würden gut hineinpassen.

Schlangenfreund

unregistriert

4

Sonntag, 14. Mai 2006, 11:21

Guten Morgen,

hui, da habt ihr mir ja ein paar sehr schöne Schlangenarten genannt. Besonders interessant finde ich die Crotalus sp. In einer Reptilienhandlung in der Nähe, die sich wohl auf den Vertrieb aussergewöhnlicher Schlangenarten (Bambusotter, Texasklapperschlange etc.) spezialisiert hat, ist mir die Texasklapperschlange aufgefallen, die ich auch sehr ansprechend fand. Da ich allerdings "Schlangenanfänger" bin, werde ich von einer Giftschlange erstmal abstand nehmen.

Von den bisher genannten haben mir besonders gut gefallen:
- Kornnatter
- Python regius
- Lampropeltis sp. (Dreiecksnatter oder Kettennatter?)
- Sandboa

Ein Lichtkasten von 20 cm Höhe ist leider nicht so einfach zu realisieren, da die obere Frontblende vom Terrarium nur 10cm hoch ist. Am besten schaut ihr es auf dem Foto an.

Zu Dreiecksnatter und Kornnatter:
Ich habe gelesen, dass die 1,3m lang werden können. Ist mein Terrarium da nicht viel zu kurz? Kann man diese Schlangenart auch mit mehreren Halten (sofern das bei meiner Terrariengröße überhaupt machbar wäre) oder gibt es dabei Schwierigkeiten? Wie sieht das mit meinem roten Sand als Bodengrund aus? Klettert diese Art viel/gerne?


Zur Sandboa:
Muss ich eine Heizmatte einbauen oder reicht es, wenn die Substrattemperatur durch Strahler von Oben gesichert werden? Ist es ausreichend, wenn ich die Heizmatte auf den Boden lege und den Sand einfach drüberkippe oder gibt es da etwas zu beachten? Ist mein roter Sand für die Tiere geeignet? :-) Wie viele dieser Tiere könnte ich halten?


Ich weiß, Fragen über Fragen ... *grins*

@ michael-snake: Danke für den Tipp mit Epoxydharz bzw. umweldfreundlichem Klarlack. Werde mich am Montag mal im Baumarkt umsehen.

Viele Grüße,
Chris

Zu dem Bild sei noch gesagt, dass ich nun nicht 4 sondern 5 der Lüftungsgitter an jeder Seite habe.

Die kleine Höhle ist noch nicht ganz fertig und die Fugen zwischen den Rückwänden werden noch mit Aquariensilikon verschlossen.
»Schlangenfreund« hat folgende Bilder angehängt:
  • PIC01195_small.jpg
  • PIC01337_small.jpg
  • PIC01338_small.jpg
  • PIC01339_small.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »Schlangenfreund« (14. Mai 2006, 13:28)


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5

Sonntag, 14. Mai 2006, 20:22

Vergiss aber bitte nicht die Lampen abzusichern.
»michael-snake« hat folgende Bilder angehängt:
  • 75.jpg
  • 76.jpg

Pimbura Männlich

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6

Sonntag, 14. Mai 2006, 23:05

Den Sand kannst Du eigentlich vergessen. Für die meisten der gehaltenen ungiftigen Schlangen ist Sand ein ungeeigneter Bodengrund, da er sich zwischen den Schuppen festsetzen und dort Infektionen verursachen kann.
Für die Sandboas solltest Du ein grabfähiges Substrat wählen. Leider weiss ich nicht ob Du mit dem roten Sand diesen klebrigen aushärtenden Sand meinst. Dieser ist ungeeignet.

Die Terra-Maße reichen für die meisten Lampropeltis sp. aus, jedoch sollte man nie unterschiedliche Arten vergesellschaften. (Gründe stichpunkartig: unterschiedliche Halteparameter, Herkunftsgebiete, Erreger). Hinzu kommt, dass Lampropelten ophiophag, i.e. schlangenfressend/kannibalistisch, sind.
Eine Heizmatte ist für Sandboas nicht von Nöten. Hierzu ist zu sagen, dass Heizmatten immer ausserhalb des Terras angebracht werden sollen.
Eine Einbringung eines Heizkabels ist bei "wühlenden" Spezies nicht empfehlenswert aufgrund möglicher Verbrennungen etc.

Schlangenfreund

unregistriert

7

Montag, 15. Mai 2006, 07:57

Einen wunderschönen juten Morgen ... *gähn*

@ michael-snake:
Klar, die Lampen werden noch abgesichert. Zumindest die, die auch wirklich genutzt werden. Wo bekomme ich so eine Drahtkonstruktion her, wie Du sie auf dem ersten Foto eingebaut hast?

@ pimbura:
Also, so schön die Schlangen alle auch sind, die P. regius reizt mich am meisten. Die Höhe des Terrariums wird - denke nicht - nicht die große Schwierigkeit darstellen. Immerhin werde ich auf dem Boden ca. 18cm schicht haben (Styropor und darüber Kleintierstreu). Eine Bodenheizung benötige ich für P. regius auch nicht zwingend.

Na gut, die Wände passen nicht unbedingt ins Design, aber halb so wild ... der Schlange ist das eher ziemlich egal. =D

Du sagst, dass sich der Sand bei den meisten ungiftigen Schlangen unter den Schuppen festsetzt. Ist die Struktur der Schuppen bei Giftschlangen denn anders, dass die mit Sand klar kommen?

Chris

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Schlangenfreund« (15. Mai 2006, 08:15)


Pimbura Männlich

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8

Montag, 15. Mai 2006, 08:55

@Schlangenfreund: Es hängt u.a. mit den ursprünglichen Habitaten und der Schuppenstruktur zusammen.

So sind ein Großteil der ungiftigen Arten weniger auf Sand als auf Mischböden beheimatet. Bei den Giftschlangen stellen z.B. Crotalus sp. eine große Gattung mit sehr vielen Arten/Unterarten, die quasi nahezu ausschließlich auf Sandböden zu finden sind.
Meine Aussage, dass es wenige ungiftige Arten gibt, hat eigentlich weniger mit der geringen Anzahl der ungiftigen Schlangen zu tun, die mit Sand gut auskommen, als vielmehr mit der hohen Anzahl der unterschiedlichen Giftschlangen, die keinerlei Probleme mit Sand als Bodengrund haben.

Aufgrund der Schuppenstruktur, die ich am Ende poste, kann man deutlich die Unterschiede von den Schuppen von crotalus atrox (Bild 1) zu python molurus b. (Bild 2)sehen. Crotalidae haben wesentlich größere Schuppen, die auch (wie ich beobachten konnte) öfters aufgestellt werden. Dies erfolgt vermutlich um etwaige Sandreste "abzuschütteln".

Zudem hat es die Erfahrung vieler Halter gezeigt, dass u.a. für Python sp. Sand ungeeignet aus o.g. Gründen ist.
»Pimbura« hat folgende Bilder angehängt:
  • Schuppen_Python.jpg
  • Schuppen_Crotalus.jpg

warez666 Männlich

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9

Montag, 15. Mai 2006, 10:01

Hey,

danke für die Information. Mir ist bei manchen Schlangenarten schon aufgefallen, dass die Größen der Schuppen sich unterscheiden.

Zitat

@ pimbura:
Also, so schön die Schlangen alle auch sind, die P. regius reizt mich am meisten. Die Höhe des Terrariums wird - denke nicht - nicht die große Schwierigkeit darstellen. Immerhin werde ich auf dem Boden ca. 18cm schicht haben (Styropor und darüber Kleintierstreu). Eine Bodenheizung benötige ich für P. regius auch nicht zwingend.

Hast Du dem etwas entgegen zu setzen? :-)

Muss man eigentlich, um Giftschlangen zu halten, irgendwelche Sachkundenachweise erbringen oder Prüfungen ablegen?

Gruß, Chris

Info: Schlangenfreund = warez666 ... aus irgendwelchen Gründen konnte ich mich mit warez666 nicht mehr einloggen. Nun geht es aber wieder. ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »warez666« (15. Mai 2006, 10:03)


Pimbura Männlich

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10

Montag, 15. Mai 2006, 10:19

@warez: Nach einer gründlichen Durcharbeitung von Informationen zu p.regius und der Einrichtung eines stabil laufenden Terrariums ist gegen p.regius nichts einzuwenden ;)

Eine Bodenheizung ist sicherlich nicht von Nöten. Jedoch lege ich Dir ans Herz, eine stabile DNZ zu kaufen, solltest Du Dich zu dieser Art durchringen, auch wenn WF/FZ im Zooladen wesentlich günstiger sind.
Allerdings hat man hier oft mit Futterverweigerern zu tun. Das weitaus schwerwiegendere Problem ist, dass oftmals die unter großem Stress importierten (!!!) FZ befallen sind von Endoparasiten und Bakterien, die vom TA behandelt werden müssen.
Ein kleines Rechenbeispiel aus dem Bekanntenkreis:
Eine Freundin kaufte eine FZ für 40 Euro.
Dieses Tier war befallen von e.coli und pseudomonas (Bakterienkulturen). Die Behandlung durch den TA (Antibiogramm, Antibiotika, sonstige Kosten) belief sich auf etwa 150 Euro. Insgesamt kostete dieses Tier also 190 Euro. Zum Vergleich, eine gesunde DNZ kostet zwischen 80 und 120 Euro (wildfarben).
Zum Einstreu sei gesagt, dass sich das normale Kleintierstreu (wie das für Kaninchen/Meerschweine etc) nicht eignet, da es doch recht scharfkantig und staubig ist. Besser geeignet wäre, um bei einem Kleintierstreu zu bleiben, Altromin Labornagerstreu. Leider nicht überall zu bekommen. Kostet 9,50€ pro 25 Kg. Bezugsadressen findest du unter Altromin.
Alternatic wäre Pinienborke oder ein Sand-Torfgemisch zu erwähnen.

Für die Giftschlangenpflege gibt es unterschiedliche Auflagen. So ist sie in manchen Bundesländern komplett verboten, in anderen nur unter Auflagen, in wieder anderen ist sie quasi gar nicht reglementiert.
Es ist aber abzusehen, dass die Giftschlangepflege in Zukunft stark einigen zukünftigen Gesetzen unterworfen wird (SKN, Mitglied in einer herpetologischen Versammlung etc).
Für den Pfleger ansich sollte sich die ehrliche Beantwort der Frage "Bin ich erfahren Genug, um solche Tiere zu pflegen. Bin ich mir bewusst über die Konsequenzen eines etwaigen Bisses? etc pp" als selstverständlich erweisen. Man muss sich immer darüber im Klaren sein...Es kommt der Zeitpunkt, an dem ich das Tier händeln muss.
Daher bieten sich Kurse zum Handling von Giftschlangen bei einem Mentor an.

warez666 Männlich

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11

Montag, 15. Mai 2006, 10:25

Hey,

ehm, wofür steht das D bei DNZ? NZ = Nachzucht. ;) *oops*

Egal für welche Schlange ich mich entscheide, werde ich nicht auf WF oder FZ zurückgreifen. Ich muss ja nicht noch zusätzlich unterstützen, dass trächtige Schlangen gefangen werden, diese ihre Eier legen kann und dann die nach 'ner Zeit geschlüpften Jungen ohne Fütterung oder erste Häutung exportiert werden ... so habe ich es mal gelesen. Ne ne ... bei Nachzuchten habe ich schon ein besseres Gefühl, zumal mir ein Züchter mit Sicherheit auhc noch hilfreiche Tipps mit auf den Weg geben kann. :-)

Das Torf-Sandgemischt klingt gut ... ob ich da meinen feinen Red-Desertsand mit Torf mischen kann? ;-) Unter mischen darf ich aber verstehen, 'nen Eimer zunehmen ... zur Hälfte mit Sand und die andere Hälfte mit Torf zu mischen und das Ganze dann ordentlich zu verrühren? ;-) Oder muss ich irgendwelche Verhältnis zwischen Sand und Torf beachten?

Grüße, Chris

Pimbura Männlich

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12

Montag, 15. Mai 2006, 10:30

2 Teile Torf (unbehandelt !!!) : 1 Teil Sand

warez666 Männlich

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13

Montag, 15. Mai 2006, 10:54

Ich denke mir mal, dass das Torf-Verhältnis noch größer sein könnte, oder?
z.B. 3 Teile Torf : 1 Teil Sand?

Pimbura Männlich

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14

Montag, 15. Mai 2006, 11:04

Durchaus. Als Sand ist hier der Spielkastensand aus dem Baumarkt zu empfehlen (ca 3€/25kg)

warez666 Männlich

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15

Montag, 15. Mai 2006, 11:44

Das klingt sehr gut ... :-) Dann werde ich mich langsam mal für eine Schlange entscheiden müssen. ;-)


Hast Du zufällig verwendung für 20kg roten Desertsand? :D

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