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ApeX Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 10. Mai 2008

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Württemberg

Status: Halter

1

Mittwoch, 21. Mai 2008, 00:13

Bambusotter Gift?!

Hi,

Ich würde mal gerne wissen ob das Gift einer Bambusotter (trimeresurus albolabris) sehr giftig ist, und gar zum tode führen kann?

mfg...
»ApeX« hat folgendes Bild angehängt:
  • bambusotter.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »ApeX« (21. Mai 2008, 00:22)


Fast Eddi

unregistriert

2

Mittwoch, 21. Mai 2008, 00:28

RE: Bambusotter Gift?!

Pauschale Antwort auf Deine Fragen: JA!

Aber vielleicht hilft Dir das, um detailliertere Antworten zu finden:

http://www.gidf.de/

Sicher wirst Du schnell über Seiten wie venomdoc.com, toxicinfo.org, gifte.de, trimeresurus.de usw. stolpern... wenn Du etwas Eigeninitiative zeigst.

Hexenhammer Männlich

Mitglied

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3

Mittwoch, 21. Mai 2008, 02:04

RE: Bambusotter Gift?!

Schau mal bei http://www.world-snake.ch/ unter den Bissfallbeispielen.

ApeX Männlich

Mitglied

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Wohnort: Württemberg

Status: Halter

4

Mittwoch, 21. Mai 2008, 13:25

RE: Bambusotter Gift?!

OK, danke hab mich da jetzt intensiv durchgeblättert!

sui Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 13. März 2008

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Wohnort: Mannheim / Marburg

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5

Mittwoch, 21. Mai 2008, 14:13

RE: Bambusotter Gift?!

Also wenn ich die Bilder von den Bissunfällen sehe dazugehörigen Berichte lese, stellt sich mir doch die Frage, welchen Grund es geben mag, diese Tiere - mögen sie auch noch so schön sein - zu halten.

Wer zahlt denn eigentlich die Behandlungskosten, wenn jemand aufgrund eines Bissunfalls für 2 Wochen im Krankenhaus liegt, und wer bezahlt das gegebenenfalls eingeflogene Antiserum? Ähnlich wie bei einigen Risiko- respektive Extremsportarten (z.B. Skifahren) wäre ich an dieser Stelle dafür, Die Haltung solcher Tiere mit der Verpflichtung zum Abschluss einer Zusatzversicherung zu verknüpfen.

MFG Sui

tevion7000 Männlich

Mitglied

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6

Mittwoch, 21. Mai 2008, 14:23

RE: Bambusotter Gift?!

Zitat

Originally posted by sui
Also wenn ich die Bilder von den Bissunfällen sehe dazugehörigen Berichte lese, stellt sich mir doch die Frage, welchen Grund es geben mag, diese Tiere - mögen sie auch noch so schön sein - zu halten.


Mir wäre es das risiko auch nicht wert so schön gerade viele Giftschlangen auch sind. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich mache leuten die Giftschlangen halten sicher keine vorwürfe. Wenn man das vermeindliche risiko mit sich selbst vereinbaren kann und sichergestellt ist das im falles eines falles man nur selber gebissen wird und keine gefahr für außenstehende besteht soll sich jeder der das möchte in meinen augen eine giftschlangen halten dürfen(Sachkunde, Sicherheit usw. natürlich vorrausgesetzt).

Ich denke schon das es eine Art versicherung für solche fälle gibt, die wird zwar sicher nicht billig sein aber besser als im falle eines falles alles selber zu zahlen. Die normale krankenkasse zahlt so etwas natürlich nicht mehr... ;)

Fast Eddi

unregistriert

7

Mittwoch, 21. Mai 2008, 15:21

RE: Bambusotter Gift?!

Zitat

Original von sui
welchen Grund es geben mag, diese Tiere - mögen sie auch noch so schön sein - zu halten.


Vermutlich die selben Gründe, aus denen man ungiftige Reptilien hält. Die Giftigkeit wäre für mich persönlich kein kaufentscheidender Grund...

sui Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 13. März 2008

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8

Mittwoch, 21. Mai 2008, 16:03

RE: Bambusotter Gift?!

@ fast eddi: Das kann ich mir schon vorstellen. Das Aussehen, die Verhaltensweisen, etc.

So schön oder interessant die Tiere auch sein mögen, sollte es doch gewisse Grenzen der Rationalität geben. Es ist für mich ein für die Kaufentscheidung außerordentlich wichtiger Aspekt, ob das Tier, welches ich beabsichtige zu kaufen, in der Lage sein wird, mich unter gewissen Umständen zu töten. Dieses Risiko ist meiner Ansicht nach kein Tier "wert", vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass es bereits ausreichend Gelegenheiten gibt, an alternativen Ursachen zu sterben....




Natürlich ist es in unserer Gesellschaft jedem Einzelenen überlassen (noch), ob er sich dieser Gefahr aussetzen will. Soweit ich weiss, gibt
es aber keine Zusatzversicherung(spflicht) für ein solches Risiko. Es ist für mein Empfinden höchst unsolidarisch, ein HOBBY zu betreiben, welches derartige Gefahren birgt, und welches im Notfall enorme Behandlungskosten mit sich bringt, die dann von der "Allgemeinheit" zu tragen sind. Das Geld könnte auch sinnvoller ausgegeben werden...

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »sui« (21. Mai 2008, 16:05)


ApeX Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 10. Mai 2008

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Wohnort: Württemberg

Status: Halter

9

Mittwoch, 21. Mai 2008, 16:09

RE: Bambusotter Gift?!

Soweit mir das bekannt ist muss man das Gegengift im Haus haben?!

Weiß nicht in wie fern das zutrifft wäre aber sicherlich sinnvoll...
Eine Würgeschlange kann auch Menschen töten. Deshalb stimme ich Fast Eddi zu das ist kein Grund wegen des Giftes. Ich denke jeder der so ein Tier halten möchte verspürt den gleichen reiz wie Riesenschlangenhalter.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ApeX« (21. Mai 2008, 16:12)


Registrierungsdatum: 18. November 2006

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Wohnort: Westerwald

Status: Züchter

10

Mittwoch, 21. Mai 2008, 16:20

RE: Bambusotter Gift?!

Zitat

Original von ApeX
Soweit mir das bekannt ist muss man das Gegengift im Haus haben?!


Das kommt ganz darauf an, wo man wohnt. Nur etwa die Hälfte der Bundesländer haben überhaupt entsprechende Verordnungen.

Fast Eddi

unregistriert

11

Mittwoch, 21. Mai 2008, 16:29

RE: Bambusotter Gift?!

Zitat

Original von ApeX
Soweit mir das bekannt ist muss man das Gegengift im Haus haben?!


Nein.

Zitat

Original von sui
Es ist für mich ein für die Kaufentscheidung außerordentlich wichtiger Aspekt, ob das Tier, welches ich beabsichtige zu kaufen, in der Lage sein wird, mich unter gewissen Umständen zu töten.


Auch diverse ungiftige Arten sind in der Lage, enormen Schaden anzurichten oder, im schlimmsten Fall, einen Menschen zu töten.

Ich selbst halte keine Giftschlangen, sondern "nur" sogenannte Trugnattern. Die Giftigkeit wäre für mich kein kaufentscheidender Grund, die Tiere sprechen mich entweder an oder nicht. Dann informiere ich mich, bereite vor und kaufe, oder nicht. Giftig oder nicht spielt bei der Entscheidung keine Rolle.

Zitat

Original von sui
Es ist für mein Empfinden höchst unsolidarisch, ein HOBBY zu betreiben, welches derartige Gefahren birgt


Wie eben gesagt, auch ungiftige Arten können Schaden anrichten. Und so viele Bissunfälle, daß dadurch derart relevanter wirtschaftlicher Schaden entstünde, gibt es eindeutig nicht... wenn Du Giftschlangenhalter als unsolidarisch bezeichnest, ist das natürlich Deine Sache. Was ist dann aber in Deinen Augen einer der zig Millionen Raucher in unserem Land? Oder die Extremsportler, oder, oder, oder...?

Und nein, es ist schon lange nicht mehr jedem selbst überlassen, ob er sich Giftschlangen zulegt oder nicht. Jedenfalls nicht in allen Bundesländern.

sui Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 13. März 2008

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Mannheim / Marburg

Status: Halter

12

Mittwoch, 21. Mai 2008, 16:59

RE: Bambusotter Gift?!

Ich wollte jetzt keine Diskussion über Solidarität lostreten.
(Raucher zahlen immerhin Tabaksteuer, wodurch dem Staat jährlich etwa 15 Mrd. euro zufließen. Berechnungen zufolge ist dies aber immer noch nicht ausreichend, um die Belastungen der Kassen durch das Rauchen auszugleichen :-) )

Ich habe noch nicht davon gehört, dass in Deutschland jemand von seiner Riesenschlange gefressen wurde. Wäre dem so, gäbe es sicherlich entsprechende Internetseiten, wie es bei den Bissunfällen von Giftschlangen der Fall ist. Ich rede auch nicht von konkret messbarem wirtschaftlichem Schaden, dafür gibt es eindeutig zuwenig Giftschlangenhalter und noch weniger Bissunfälle. Aber ein Antiserum im Notfall einzufliegen, eine toxische Erkrankung zu behandeln, man denke nur an einen 2wöchigen Aufenthalt in einem Krankenhaus, kosten schnell 10. 000 euro+. Wenn jemand im Straßenverkehr verletzt wird, ist das eine andere Sache, da der Verkehr für das Funktionieren der Wirtschaft und Gesellschaft unerlässlich ist, die Giftschlangenhaltung dagegen nicht. Und ja, auch im Fall der Extremsportarten wäre ich für eine verpflichtende Zusatzversicherung. Es ist nicht gerechtfertigt, die Allgemeinheit Kosten tragen zu lassen, die aus gesteigerten (privaten) Risiken entstanden sind.

Fast Eddi

unregistriert

13

Mittwoch, 21. Mai 2008, 17:09

RE: Bambusotter Gift?!

Zitat

Original von sui
Ich habe noch nicht davon gehört, dass in Deutschland jemand von seiner Riesenschlange gefressen wurde.


Dazu ist auch praktisch keine Riesenschlange in der Lage... solange es nicht um enorm große Exemplare (von Eunectes murinus z.B.) und extrem kleine Menschen geht.

Eine Riesenschlange muß aber ja auch niemanden fressen, um ihn zu töten. Ich sage auch nicht, daß regelmäßig Menschen von Riesenschlangen erdrückt werden. Es kann aber ebenso zu Unfällen kommen, wie mit allen anderen Reptilien auch, giftig oder nicht.

Zitat

Original von sui
Und ja, auch im Fall der Extremsportarten wäre ich für eine verpflichtende Zusatzversicherung.


Ich denke, gäbe es solche Versicherungen, würden sie sicher viele Giftschlangenhalter in Anspruch nehmen.

Das Serumdepot Berlin wird ja zum Beispiel auch "genutzt".

Registrierungsdatum: 18. November 2006

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14

Mittwoch, 21. Mai 2008, 17:31

RE: Bambusotter Gift?!

Also für mich ist die Giftigkeit schon ein Argument, das sich maßgeblich auf die Anschaffung auswirkt; Ich finde z.B. Cerastes cerastes, Trimeresurus albolabris oder Dendroaspis angusticeps umwerfend schön und Klapperschlangen super interessant, aber aufgrund der teilweise verheerenden Giftwirkung kommt die Haltung für mich nicht in Betracht.

Zum einen habe ich Kinder zu Hause, zum anderen schäme ich mich auch nicht zu sagen, dass vor solchen Tieren Angst hätte.

Fast Eddi

unregistriert

15

Mittwoch, 21. Mai 2008, 17:43

RE: Bambusotter Gift?!

Die Giftigkeit ist zwar auch in meinem Fall eins der Argumente, weswegen ich KEINE Giftschlangen halte... aber nicht aus Angst vor einem Biss, denn zu dem kommt es idealerweise nie. Wenn ich mich für eine Art entscheide und sie halten möchte, dann nicht weil sie giftig oder ungiftig ist, sondern weil die Art als solches mich fasziniert.

Um mal wieder ein wenig zur Ausgangsfrage zurückzukommen, die angesprochene Art habe ich mir auch mal anschaffen wollen. Ihre Giftigkeit war nicht der Grund, warum ich es nicht getan habe. Ich kann einfach nur nicht die gesetzlichen Vorgaben (seperater, gesicherter Raum) erfüllen.

Giftschlange oder nicht, man sollte sie alle mit Vorsicht und Respekt behandeln.

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