Hallo Wolfen,
naja, keine guten Schwimmer liest man häufig bei der Beschreibung verschiedener Arten ... wir haben hier zwei Pelomedusen, die ebenfalls als keine guten Schwimmer gelten ... aber natürlich können die sich prima [wie auch die Moschusschildkröten] unter Wasser fortbewegen und man muss keine Angst haben, dass sie ertrinken.
Die Aussage ist in Relation zu sehen ... es gibt eben auch Arten, die aufgrund körperlicher Voraussetzungen und anderer Lebensumstände deutlich besser [meint: schneller und ausdauernder] schwimmen können ... was unterm Strich auch bedeutet, dass sie auch in entsprechend großen Aquarien gehalten werden sollten, um nicht ständig mit der Nase an eine Wand des Beckens zu stoßen.
Auch eine Moschusschildkröte bekommt hin und wieder mal einen Guppy ins Maul, sofern dieser sich dämlich anstellte oder angeschlagen ist, während beispielsweise ein Schlangenhals eher auf das Jagen von Fischen spezialisiert ist und über Nacht problemlos auch einen ganzen Guppy-Schwarm verschwinden lässt.
Vielleicht ist es noch interessant, die Empfehlung für die Wassertiefe anzuschauen ... man liest oft von einer Orientierung an der Panzerlänge ... also beispielsweise Carapaxlänge des Tieres multipliziert mit 1,5 ergibt den Wasserstand. Gerade als Anfänger könnte diese Angabe als Maximalwert gedeutet werden ... und man bekommt Angst, dass die Tiere vielleicht bei höherem Wasserstand ertrinken können [insbesondere wenn dann noch von schlechten Schwimmern die Rede ist

] ... doch eigentlich leitet sich der Wert eher als Mindestwert aus der Tatsache ab, dass sich Schildkröten, so sie mal auf dem Rücken im Wasser zu liegen kommen, bei zu niedrigem Wasserstand u. U. nicht mehr umdrehen und ertrinken können. Ist genügend Wasser "unter dem Kiel", kann sich die Schildkröte aus der misslichen Lage befreien.
Gruß,
Dietmar