Emys tod und eine Frage
Hallo,
Ein Nachbar von mir der hat sich letztes Jahr 4 Emys Orbicularis geholt.
Als ich mir gestern die Tiere anschauen wollte kam der große Schreck.
Sie sind alle gestorben. :484:
Der Züchter hat ihm geraten sie im Teich zu überwintern.
Warum könnten die jetzt gestorben sein?
Könnte es sein weil sie noch Schlüpflinge waren?
Jetzt will er natürlich neue Emys, aber nicht mehr von diesen Züchter.
Er hat im Internet schon einige gefunden.
Aber nun die Frage.
Alle die Emys verkaufen sind sehr weit weg von uns und er kann nicht so weit fahren wegen der Arbeit.
Was haltet ihr von Kleintiertransporten von Deutschland nach Österreich?
mfg
Franky
RE: Emys tod und eine Frage
Hi,
ohje die armen!
Leider kenn ich mich mit Teichhaltung nicht aus (hab keinen) aber hier hab ich was darüber gefunden (speziell für Emys)
Für eine echte Winterstarre, die die Tiere nicht unnötig Kraft kostet, sollte unbedingt die am Teichboden natürlicherweise herrschende Temperatur von 4°C eingehalten werden, da Emys selbst bei relativ tiefen Wassertemperaturen von unter 10 °C noch aktiv sind. Eine Überwinterung im Gartenteich ist allerdings riskant, weil selten die genaue Emys-Unterart bekannt ist und sich außerdem die Verhältnisse hier meist deutlich von denen natürlicher Überwinterungsgewässer unterscheiden. Steilwände im Teich können bei vor Kälte klammen Tieren zum Ertrinken durch Erschöpfung führen, da die Tiere dann nicht mehr am Boden kriechend die Oberfläche zum Luftholen erreichen können. Darüber hinaus kommt es in den relativ kleinen Gartenteichen durch Faulschlamm schneller zu sauerstoffarmen Bedingungen, die den Tieren unter Eis keine extrapulmonale Sauerstoffaufnahme über den Darm erlauben.
Am besten belässt man die Tiere im Teich bis sie von selbst in die Starre fallen und überführt sie im November ins Winterquartier: Container mit kaltem Teichwasser füllen, keine weiteren Zugaben. Der Zustand der Tiere ist gelegentlich zu überprüfen. Bei Problemen auswintern, ansonsten bis Anfang März belassen, Jungtiere evtl. früher ins Terrarium überführen.
So nun zu der Transportfrage!
Man sollte auf jeden Fall wissen wie die Tiere beim Händler gehalten werden. Ein Transport auf dieser Strecke bedeutet natührlich Stress für das Tier. Zudem ist die Frage wegen des Zolles. Dadurch kann der Transport gut 2 Tage dauern. Nie mit Tiertransporten schicken lassen wenn die Tagestemperaturen unter 18°C liegen aber das ist ja momentan kein Problem. Eigentlich spricht momentan nichts dagegen, selbstabhohlen ist auf der Strecke auch nicht stressfreier!