Hallo Sumy,
1. Nein, Das Becken sollte größer sein, als ein Becken mit den Maßen von 90*90*120cm. Ich habe für mein 6 Jahre altes Pärchen ein Terrarium mit den Maßen 100*100*200cm. Die Geckos nutzen die gesamte Fläche und sind immer unterwegs.
2. Das ist jedem Selbst überlassen. Ein Holzterrarium mit einer Styropor-Rückwand hält die Wärme besser als ein Glasterrarium. Wenn deine Tiere aber einen Parasitenbefall bekommen, kannst du das Becken direkt entsorgen. Hier eignet sich ein Glasterrarium besser, da man es im Notfall besser desinfizieren kann.
3/4. Im Detail:
Du besorgst dir ein Jungtier und setzt dies erst einmal in Quarantäne (in ein Terrarium ,dass kleiner ist als das Endterrarium, welches mit Zellstoff als Bodengrund, ein bis zwei Bambusstangen, einer Kunstpflanze und einer Tränke eingerichtet ist. Die Artgerechte Beleuchtung sollte aber trotzdem gegeben sein!) für 4-6 Wochen. In dieser Zeit schickst du Kotproben zum Tierarzt oder zur einer speziellen Untersuchungsstelle und lässt diese Probe auf Parasiten untersuchen. Wenn ein Befall diagnostiziert wird, kannst du den Gecko entsprechend behandeln. Wenn die Quarantänezeit vorüber ist und der Kleine keine Anzeichen einer Erkrankung zeigt (z.B. nicht mehr frisst oder sich immer versteckt) schickst du nochmals eine Kotprobe weg. Wenn diese negativ ist, kann der Kleine in das "Endterrarium" umziehen. Wenn er dann älter als 18 Monate ist, kannst du dich nach einem gleichaltrigen Gegenstück umschauen, bei dem du auch die Quarantäne durchführst, wie oben beschrieben. Wenn der zweite Gecko ebenfalls die Quarantäne gut überstanden hat, kannst du sie zusammensetzten. Dann fängst du den ersten Gecko, welcher schon im Endterrarium sitzt ein. Anschließend richtest du das Terrarium um. Du kannst auch Einrichtungsgegenstände austauschen. Danach setzt du Beide in das Terrarium. Es gibt verschiede Methoden die Geckos zusammenzusetzten. Einige Halter machen es Abends, bevor das Licht ausgeht, damit sich die Geckos riechen aber nicht sehen. Andere Halter machen das Tagsüber, damit sich die Geckos sehen. Ich habe schon beide Methoden durchgeführt und sie haben bis jetzt immer funktioniert. Man sollte beim Einrichten darauf achten, dass den Tieren später zwei verschiedene Sonnenplätze zur Verfügung stehen.
Es ist immer zu empfehlen, ein zweites Terrarium z.B. das Quarantäneterrarium fertig stehen zu haben, damit man die Tiere z.B. bei Streitigkeiten,was bei Phelsuma Grandis nicht selten ist, trennen kann.
5. Phelsuma Grandis ist ein sehr interessanter Pflegling, ob für den Fortgeschrittenen oder für den Anfänger. Diese Art ist sehr robust und verzeiht "Anfängerfehler" (wie z.B. zu geringe Luftfeuchtigkeit,weil man nicht oft genug sprüht...). Den Meisten werden die Kosten (Einrichtung, Terrarium, Technik) zu viel, worauf bei wichtigen Dingen, wie z.B. bei der richtigen Beleuchtung gespart wird und die Tiere nicht artgerecht gehalten werden. Wenn man das Geld hat und auch genügend Lektüre gelesen hat (nicht nur Internet sondern auch Bücher!!) steht der Haltung dieser Phelsumen nichts im Wege.
Achte aber darauf, wenn du dir einen Grandis holen möchtest, dass dir der Verkäufer einen Herkunftsnachweis mitgibt. Wenn nicht, dann lass die Finger von diesem Tier und suche andere Züchter oder Verkäufer.
Hast du dich schon Schlau gemacht? welche Bücher hast du denn schon alle gelesen?
Schau dir mal diesen Haltungsbericht an, da könnte noch was für dich dabei stehen:
Großer Madagaskar Taggecko - Phelsuma grandis
Ich hoffe ich konnte dir deine Fragen soweit beantworten!
Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung!
Viele Grüße
André