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captain andi

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 28. April 2010

1

Mittwoch, 28. April 2010, 18:22

Benötige dirngend Tipps zum Terraiumbau bzw. Paludariumbau

Hallo liebe User/Userinnen
Zunächst möchte ich einmal sagen,dass ich Anfänger bzw. noch nichteinmal-Anfänger bin bei Sachen Terraristik. Aber ich überlege schon ca. 2 Jahre ob ich mir ein Terrarium anschaffen soll. Heute bin ich zum Entschluss gekommen,dass ich mir gerne ein Regenwaldterrarium/Paludarium bauen möchte mit 1.1 Acanthosaura. Welche Art weiß ich nocht nicht,deswegen sollt ihr mir helfen. Welche der acanthosaura sind eher für Anfänger geeignet ?? capra ? crucigera ? oder lepidogaster ?? Hab mich ziemlich viel informiert im Internet aber nicht wirklich etwas brauchbares gefunden. Lektüren hab ich auch einige, will mir ja schließlich keinen Nackenstachler kaufen ohne vorbereitet zu sein. Ich weiß zwar aus einigen Foren, dass diese Agamen nicht einfach zu halten sind aber in meinen Büchern steht eigentlich das Gegenteil. Aber ich habe mir das nun in den Kopf gesetzt und will das auch durchziehen und werde mir das auch nicht ausreden lassen, weil diese Acanthosaura sind eigentlich meine absoluten Favouriten in Sachen Reptilien. :]


Nächste Frage wäre würde ein 150x60x100cm Paludarium reichen ? oder ist das zu wenig Platz ?. Als Beleuchtung/Beheizung hätte ich mir 2 Leuchtstoffröhren, eine HQl-Lampe und eine Halogenlampe vorgestellt. In Sachen Wattstärke habe ich mir eigentlich noch keine Gedanken gemacht ??
Wasserbecken+Brunnen(für bewegtes Wasser)+Verneblungsanlagen ist klar aber könntet ihr mir vielleicht welche empfehlen? oder wäre statt einem Brunnen eine Beregnungsanlage oder Tränke besser ?? Mit welchen Stoffen darf ich das Terrarium einrichten bzw. bauen ?? Oder gibt es da keine Einschränkungen außer Leim ? Wie viel kostet ein Thermo-Timer ?? Ist der überflüssig ?? Schaltet ein Temperaturregler die Lampen aus wenn es zu heiß wird ? oder fängt er an zu piepsen ?? Wie sieht es aus mit einem Filter+Pumpe im Wasserbecken ?? ist der notwendig ?? ?(


Zu guter letzt kommt eigentlich die wichtigste Frage : Wer hält diese Geschöpfe ?? kann mir jemand 1.1 Acanthosaura NZ anbieten oder auch nur Eier um sie zu inkubieren ?? ich weiß zwar das es selten NZ gibt aber ich hoffe halt mal das ich Glück habe. Ein WF wäre glaube ich nämlich nichts für mich :( oder glaubt ihr das dies auch schaffbar wäre für einen Einsteiger ?


Ich weiß dass das sehr viele Fragen sind aber ich bin nicht so einer der von heute auf morgen beschließt das er sich Echsen hält und die dann in ein Terrarium mit Zeitungspapier und grün Zeugs steckt :P .
Würde mich freuen wenn mir jemand weiterhelfen könnte. Am besten ein Acanthosaurabesitzer würde mich aber auch über andere freuen !
Nur zu Information bin Österreicher !


mfg C. A. ;)

apanze

Mitglied

Registrierungsdatum: 25. Januar 2010

2

Donnerstag, 29. April 2010, 10:56

Hallo

Erstmal wilkommen bei den Reptiliensüchtigen :)

Ich halte zur Zeit ein Pärchen Acanthosaura capra. Das Becken hat eine Größe von 100x60x170 (lxblh). Die Grundfläche ist mit einer 40cm hohen Glasscheibe längs geteilt wodurch ich sowohl einen 30cm tiefen Wasserteil als auch einen ebensotiefen Landteil erhalte. Im Landteil befindet sich rechts ein unten angebohrtes Polokalrohr in dem die Pumpe für den Wasserteil sitzt, links in der Trenscheibe ist ein Überlaufgitter angebracht, auf dem Polokalrohr sitzt eine Brunnenkonstruktion aus Styrodur, Fliesenkleber und Steinen. Der Untergrund des Landteils besteht etwa 10cm hoch aus Blähtonkugeln die als Wasserfilter dienen. Das Wasser wird also von der Pumpe aus dem Filterbereich in den Brunnen hochgepumpt, läuft von dort in den Wasserteil und über den Überlauf zurück in den Filterbereich. Hört sich kompliziert an ist aber im Grunde sehr einfach zu bauen und bisher völlig Wartungsfrei (läuft bei mir seit Sommer 09.).
Während mein Männchen meist den Brunnen zum Baden und Trinken benutz geht mein Weibchen fast täglich zum schwimmen in das große Wasserbecken. Ein Wasserbecken ist für diese Feuchtigkeitsliebenden Tiere ein unbedingtes muss!
Einen Nebler würde ich nicht verwenden, die sind eher Bakterienschleudern als sonst was. Wenn dann würde ich eine Regenanlage werwenden. Durch den großen Wasseranteil im Becken ist bei mir die Luftfeuchte eigentlich immer hoch genug und ab un zu wird mit destiliertem Wasser gesprüht.
Über den Hydrokugeln besteht der Landteil bei mir aus einer Mischung von Torf und Kokoshumus. Wichtig ist dabei auch das der Bodengrund hoch genug ist, den Nackenstachler vergraben ihre Eier ziemlich tief.

Die 130cm Höhe die bei mir noch übrig ist ist mit Ästen in allen möglichen Dicken und "Schrägen" ausgestattet. Die Rückwand ist mit einer Mischung aus dicken Rindenstücken und Kokosfasermatte beklebt und wird auch sehr gerne zum klettern genutzt.

An Pflanzen habe ich am Boden Einblatt, etwas Yuca-artiges und zum bewachsen der Äste jede Menge Efeutute. Direktes "Sonnenlicht" wird von den Nackenstachlern eher gemieden, und die großen Blätter der Efeutute spenden tollen Schatten. Außerdem sind sie relativ widerstandsfähig wenn auf der Insektenjagdt mal wild im Terrarium rumgehüpft wird. :)
Beleuchtet wird bei mir mit 2 Leuchtstoffröhren und einer HQI. Der Lampenkasten sitzt oben auf dem Becken und im Bereich der Lampen ist das Glas durch eine feinmaschige Metallgaze ersetzt. Außer einem Heizstab im Wasserbecken verwende ich keine Heizung, die HQI ist da völlig ausreichend.
Wenn du die Möglichkeit hast mach das Becken höher als 100cm. Nackenstachler klettern geschickt und sehr gerne. Meine Nutzen vom Boden bis zum höchsten Eck jeden Punkt im Terrarium.



Und zum Thema Nachzucht:

Meine Süße hat am 17.02. ein Gelege verbuddelt. Wenn alles gut geht sollte ich heuer im Sommer Nachzuchten haben. :)
Haltet mir die Daumen!

lg Heidi

PS: Anbei ein Bild aus der Bauphase, ich denke man kann den geplanten Wasserkreislauf erkennen




captain andi

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 28. April 2010

3

Donnerstag, 29. April 2010, 14:55

Hallo Apanze zu Nächst einmal Danke für deine schnelle Antwort !!
die Beschreibung deines Terrariums hört sich ziemlich gut an. Aber welche Äste hast du genommen ?? ist es nicht gefährlich wenn man Äste aus dem Wald sammelt ?? Könnten ja voller Parasiten etc. sein oda ?? Also so wie ich das gelesen habe hast du keinen Spotstrahler ?? Sonnen sich die tiere eigentlich nie ?? weil dann wäre ein Spot überflüssig !du hast deinen Brunnen selber gebaut oder ??
Ich war heute schon in einem Terrariumladen und habe mir einen Brunnen bzw Wasserfall gesehen den werde ich mir dann glaube ich kaufen oder werden die leicht kaputt ?? beginnen zu rosten ?? zerbrechen ?? Brauche ich eine Beregnungsanlage wenn ich einen Wasserfall habe ?? zwecks der LF ?
Versuchst du eine Naturgeburt ? oder Inkubator ? Wie viele Eier hat deine Echse gelegt ???
Kannst du vielleicht noch ein Bild deiner Tiere und eines von deinem Terrarium anhängen ?
Wichtigste Frage : Wo wohnst du ?

lg

apanze

Mitglied

Registrierungsdatum: 25. Januar 2010

4

Donnerstag, 29. April 2010, 20:43

Hallo

Ich verbaue in meinen Terrarien sehr viel Material das sich so in der Natur finden lässt. Ist zum einen billiger und oft auch noch sehr viel schöner als die Sachen aus dem "Fachhandel". Alles Holz wird wenn es von der Größe her möglich ist im Ofen durchgebacken. 1 Stunde bei 180°C. Außer Pilzsporen überlebt das fast nix. Größere Holzstücke müssen vor der Verwendung ordentlich durchtrocknen, bei mir mindestens 4 Wochen.

Bisher hab ich Apfel-, Kirsch-, Zwetschken-, Haselnuss-, Buchen-, Dirndl- und Weinholz fürs Terrarium verwendet, daneben auch noch Rindenstücken von alten Weiden aus der Au (sind zum Teil fast 15cm dick). Bisher hat davon nichts Probleme gemacht. Holz von Nadelbäumen oder giftigen Pflanzen wie Hollunder sollte man jedoch nicht verwenden! Für ein Nackenstachlerterrarium eignen sich Äste mit rauher Rinde besonders gut da sie eine gute Struktur fürs klettern bieten. Alte Weinstöcke sind aufgrund der vielen knorrigen Windungen sehr hübsch, und in Gegenden mit Weinbau problemlos zu finden.

Spotstrahler ist keiner nötig, Nackenstachler bevorzugen eine Temperatur von 22-26°C also nur wenig über einer normalen Raumtemperatur, da reicht die HQI völlig. Mein Sonnenplatz hat etwa 33°C wird aber eigentlich nie genutzt.

Brunnen ist Marke Eigenbau (siehe Bild). Das selbst bauen gibt dir die Möglichkeit den Brunnen ordentlich an die Tiere anzupassen. Nicht jeder im Handel erhältliche Brunnen ist groß genug damit sich ein Nackenstachler komplett ins Wasser setzen kann. Außerdem macht mir das basteln Spaß. ;) Die Brunnen die man so kaufen kann haben auch noch den Nachteil das sie relativ schnell verdrecken und dann die Pumpe nicht mehr ordentlich funktioniert, dann muss man das Ding rausnehmen, putzen und reinstellen, und das Ganze dann ein paar Wochen später wiederholen.

Ob du eine Beregnungsanlage brauchst oder nicht weist du erst wenn das ganze Becken ordentlich eingelaufen ist. Erst wenn die Pflanzen wachsen, alles sozusagen im "Vollbetrieb" ist, kannst du die Luftfeuchte messen und dann weist du ob du noch nachhelfen musst. Die LF hängt sehr davon ab wie das Becken eingerichtet ist, wie viel Wasser drinnen ist, welche und vor allem wie viele Pflanzen drinnen sind, ... Das ist von vornherein schwer einzuschätzen.

Die Eier sind nach wie vor im Becken eingegraben. Ich hab also nicht die geringste Ahnung wie viele es sind. Aber ich habe die Hoffnung das irgendwann was schlüpfen wird. Das erste Gelege meiner Dame hab ich ausgebuddelt und in den Inkubator gegeben, leider sind die Eier dann relativ schnell verpilzt und eingegangen. Diesmal lass ich das ganze seinen natürlichen Gang gehen.

Wohnort: Wien

lg Heidi



captain andi

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 28. April 2010

5

Donnerstag, 29. April 2010, 23:27

aso a weanarin ;)
also sollte ich ziemlich viele Efeututen ins Terrarium pflanzen damit sie genug Schatten haben wenn der Sonnenplatz nicht nötig ist ??
aber das mit deim Brunnen hört sich für mich ziemlich kompliziert an ? ?(
viele Pflanzen + große Tiefe Wasser ist gleich hohe LF oder ??
Tja hab ich schon gelesen tut mir leid ! Und du verkaufst die NZ dann ??
Wien das wäre eigentlich ziemlich praktisch ! :]
lg

apanze

Mitglied

Registrierungsdatum: 25. Januar 2010

6

Freitag, 30. April 2010, 09:28

Hallo

Ne, keine Wienerin :) Aber was macht man nicht alles wenn man sonst keine ordentliche Arbeit bekommt ;)
Bin aus Niederösterreich, etwa 30km von St. Pölten entfernt.
Viel Efeutute brauchts eigentlich nicht. Ich hab 4 Stück reingepflanzt und die wuchern wie irre.
Der Brunnenbau ist eigenlich sehr einfach. Einen Stürodurblock nehmen und je nach Lust und Laune zurechtschneiden. Dann den Fließenkleber drauf und mit Steinen bekleben, fertig.
Genau, je mehr Wasser und Pflanzen desto höher die LF!
Wenn ich eine NZ habe, die Tiere gesund sind und ordentlich fressen, dann ja, dann werden sie verkauft. Ich kann ja nicht alle behalten :)

lg Heidi

captain andi

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 28. April 2010

7

Freitag, 30. April 2010, 18:36

ok St. Pölten ist eigentlich noch besser !!
hast du dein terrarium selber gebaut ?? oder gekauft ?? wo ? hmm tja also ich würder dir gerne eventuell 2 Exemplare abkaufen ! Den brunnen brauchen sie eigentlich eh nicht zum schwimmen oder ?? weil du gesagt hast ein eigenbaubrunnen wäre besser denn dann können die tiere schwimmen gehen, aber zum schwimmen haben sie ja das becken ? mit welchen alter würdest du die teire verkaufen ??

captain andi

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 28. April 2010

8

Sonntag, 2. Mai 2010, 14:49

Kann ich ein paar Fotos sehen ?? hört sich richtig interessant an ?? hast du den Wasserfall selber gebaut ?? zeig bitte Fotos von deinem Wasserfall Tieren und gesamten Terrarium ? Nebelanlage ??

apanze

Mitglied

Registrierungsdatum: 25. Januar 2010

9

Montag, 3. Mai 2010, 10:56

Hallo

Ne, das Terra steht schon in Wien.
Ich hab mir das Becken (ist ein Vollglasterrarium) bauen lassen. Nur die Inneneinrichtung mach ich komplett selbst.
Das mit dem Baden und Schwimmen ist von Tier zu Tier unterschiedlich. Während mein Weibchen gerne im tiefen Becken schwimmt und taucht bevorzugt mein Männchen die Möglichkeit an einem Ort zu baden bei dem die Beine immer Bodenkontakt haben. Ich glaube fest das der zur Nichtschwimmerfraktion gehört. ;) Zumindest konnte ich ihn bisher nur bei eher unfreiwilligen Badegängen beobachten, während sie schon mal von einem der Äste direkt ins Wasser springt. ´

Wie gesagt, erst muss mal was schlüpfen dann seh ich weiter. Abgeben werde ich die Tiere wenn sie ordentlich futterfest sind und keine Anzeichen für Entwicklungsprobleme zeigen. Da ich bisher noch keine Nackenstachler nachgezüchtet habe kann ich noch keine Zeitangaben machen.

Was ich aber noch dringen empfehle ist das Becken so groß wie möglich zu machen. Mein Becken ist zwar nicht klein aber heute ärgere ich mich fast das ich es nicht von Anfang an größer geplant habe.

lg Heidi

captain andi

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 28. April 2010

10

Dienstag, 4. Mai 2010, 18:49

@ Smaragd : dein terrarium gefällt mir echt gut !! Aber einen wasserfall kann ich eigentlich nirgends erkennen !! Welche pflanzen hast du alle in deinem terra ??
@apanze : von welcher firma hast du es bauen lassen ?
Also seit ihr der meinung das sich Nackenstachler leichter halten lassen als zB. Stirnlappenbasilisken oder Jemenchamäleons ??

apanze

Mitglied

Registrierungsdatum: 25. Januar 2010

11

Mittwoch, 5. Mai 2010, 13:58

Hallo

Nackenstachler sind relativ pflegeleicht wen Temperatur und Luftfeuchte passen. Mit Chamäleons oder Basilisken hab ich keine Erfahrung.
So ein Becken kann dir im Grunde jeder Glaser bauen. Am besten zum Reptiliengeschäft deines Vertrauens und dort einmal nachfragen. So habs ich zumindest gemacht.

lg Heidi

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