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leiurus_81 Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 15. September 2009

Geschlecht: Männlich

Wohnort: nicht weit von München

Status: Halter

1

Dienstag, 7. Juni 2011, 12:11

Absterbender Nachwuchs - Extatosoma tiaratum

Hallo zusammen,

leider stehe ich vor einem rätselhaften Problem. Wie immer habe ich unzählige Eier von meinen Extatosoma tiaratum, bisher habe ich nie Probleme mit der Aufzucht gehabt, doch seit kurzem ist alles anders...
Die Eier werden in einem Hochterrarium inkubiert, der Boden besteht aus einem leicht feuchtem Schwammtuch, ansonsten befinden sich darin nur Äste mit Blättern der Futterpflanzen. Beleuchtet wird von ausserhalb des Terrarium, die Temperatur beträgt Tagsüber 26-28°C und Nachts um die 24°C.
Das verwunderliche ist, dass ich bereits seit Jahren hunderte Tiere dieser Art groß zog, nur diesmal überlebt keine Larve länger als 24 Stunden...
Für ausreichend Luftzirkulation ist gesorgt und bei einer Luftfeuchtigkeit von 50-60% haben sich die Tiere immer prima gehäutet, Pestizide auf den Futterpflanzen sind auszuschiessen!

Bisher überführte ich die Larven nach der 1. Häutung in ein Aufzuchtterrarium, wo sie sich völlig normal bis zum Imago weiter entwickelten. Habe auch schon zwei kleine Aufzuchtterrarien vorbereitet und die Larven sofort überführt, aber auch dies ohne Erfolg.
Bei dieser Art handelt es sich um meine robustesten Insekten, die niemals Probleme in Haltung und Aufzucht verursachten, dass irritiert mich nun schon sehr!

Hat jemand von euch schon ähnliche Erfahrungen gemacht?

Unter dem Auflichmikroskop zeigt sich auch nichts, besorgniserregendes, die Larven sehen vollkommen normal und gesund aus.

Liebe Grüße, Martin!

PS: Leider kann ich Momentan keine Fotos machen! Bin für jeden Tipp und Erfahrungsbericht dankbar...

Kegellachs Männlich

Mitglied

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Status: Halter

2

Dienstag, 7. Juni 2011, 12:25

Vielleicht Probleme durch Inzucht? E. tiaratum ist ja ohnehin recht Inzucht geschädigt und ich habe schon öfter davon gehört, dass plötzlich nach Jahren die Nachzuchten immer höhere Sterblichkeitsraten aufwiesen.

cosma Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 26. Februar 2008

3

Dienstag, 7. Juni 2011, 12:26

Zitat

Hat jemand von euch schon ähnliche Erfahrungen gemacht?
Sicher. Wenn man rein parthenogenetisch züchtet und kein frisches Blut reinbringt. Das kann ich aber bei
Dir nicht rauslesen.
Versuchs mal mit trockenerer Haltung.


Leider ists so, dass Extatsoma Stämme immer mehr einbrechen, vollkommen überzüchtet und
"verinzuchtet". Es sind vor 1-2 Jahren frische Tiere aus Australien importiert worden, seit dem
erholen sich die Stämme wieder ein wenig.
Grundsätzlich würde ich dir raten, mal eine Blutauffrischung vorzunehmen. Besorg Dir neue Tiere
und "mische" die.

leiurus_81 Männlich

Mitglied

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Status: Halter

4

Dienstag, 7. Juni 2011, 12:42

Also das mit der trockenen Aufzucht habe ich bereits probiert, ebenfalls ohne Erfolg. Zur Blutaffrischung habe ich bereits im letztem Jahr 2.0.0 dazu gekauft, sehr teuer aus einer Zoohandlung, in der Hoffnung Blutsfremde Tiere zu erhalten...

Wahrscheinlich liegt das Problem wirklich an der Inzucht bei dieser Art - Schade! Nur von heute auf morgen gleich 100% sterblichkeit???

Danke euch für die Antworten!

cosma Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 26. Februar 2008

5

Dienstag, 7. Juni 2011, 14:19

Hey,

Kopf hoch;) Warum schließt Du ein Problm mit den Futterpflanzen aus?

leiurus_81 Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 15. September 2009

Geschlecht: Männlich

Wohnort: nicht weit von München

Status: Halter

6

Dienstag, 7. Juni 2011, 23:28

Versuche ja den Kopf nicht hängen zu lassen, aber es ist schwer, leider!
Also die Futterpflanzen (Brombeere, Weißdorn, Rose, Eiche, Hasel) stammen von meinem Firmengrundstück, die habe ich eigens für meine Tiere angepflanzt. Zum anderen fressen das meine großen auch ohne schwierigkeiten und viele der Larven sterben schon vor ihrer ersten Mahlzeit.

Es macht mich nur sehr wütend und traurig, weil ich keinen eindeutigen Grund für das absterben der Larven finde. Inzucht habe ich ja auch schon in erwägung gezogen, evtl. waren die beiden hinzu gekauften Buben ja nicht Blutsfremd??? Erst zieht man hunderte groß, plötzlich sterben sie zu hunderten. Glaube das versteht hier ja jeder das dies deprimiert!

Bleibt mir nichts anderes übrig als abwarten und hoffen...

Danke euch!

LG, Martin!

cosma Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 26. Februar 2008

7

Mittwoch, 8. Juni 2011, 07:40

Meld dich mal im Phasmidenforum an und schau, dass Du Tiere bekommst, wo
der neue Australische Stamm mit eingemischt ist. Viele Mitglieder da haben die.
Schildere doch auch da notfalls nochmal dein Problem.

Fahren auf deinem Firmengrundstück viele Autos?

leiurus_81 Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 15. September 2009

Geschlecht: Männlich

Wohnort: nicht weit von München

Status: Halter

8

Mittwoch, 8. Juni 2011, 10:30

Hallo Cosma,

danke für den Tipp, werde mich Abends Im Phasmidenforum anmelden und mich um Tiere dieses Stammes kümmern.

Das Grundstück liegt hinterhalb der Firma, rundum ist nur Gestrüpp und Autos fahren/stehen dort keine, die Lieferzone befindet sich auf der anderen Seite der Halle. Darum bin ich mir so sicher das mit dem Futter alles in Ordnung ist, da es praktisch aus meinem kleinen "Biotop" stammt.

Heute hab ich festgestellt das ein Exemplar nun schon drei Tage geschafft hat, die anderen sterben weiter...


LG, Martin!

leiurus_81 Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 15. September 2009

Geschlecht: Männlich

Wohnort: nicht weit von München

Status: Halter

9

Samstag, 11. Juni 2011, 11:26

Hallo zusammen,

dank Cosma`s Tipp, bin ich nun recht einfach an sexuell befruchtete Eier (und einige L3) vom sogenannten "grünen Stamm" gekommen.
Merkwürdiger-, aber glücklicherweise überleben nun auch wieder viele meiner Larven und dass in allen drei Aufzuchtterrarien. Für dieses abrupte Massensterben werde ich wohl keine Erlärung finden, selbst im Phasmiden-forum.de, glauben die User nicht das es an Inzucht liegt?

Zumindest sehe ich jetzt wieder Licht :rolleyes:

LG, Martin!

cosma Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 26. Februar 2008

10

Samstag, 11. Juni 2011, 12:37

Na, das ist doch prima. Dann weiterhin erfolgreiche
Zucht;)

Grüße
Jenny

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