Hallo,
von dieser Vergesellschaftung kann man eigentlich nur abraten. Man braucht sich nur die Herkunftsgebiete der Arten anzuschauen. Acantodactylus in Nord-Marokko, Lybien, Tunesien etc., also echte Wüstenbewohner ! L.personatus sind keine Wüstenbewohner, sondern besiedeln in der DomRep lichte Trockenwälder, deren Ränder und Lichtungen bis hin zu Gebieten mit Strauchvegetation. Leider halten viele die Maskenleguane im Wüstenterrarium. Sie brauchen aber zumindest saisonal eine wesentlich höhere Luftfeuchte und ein milderes Tag-Nacht-Temperaturgefälle als die Wüstenrenner.
Was die Territoriumsgröße angeht: Kein Terrarium in hiesigen Wohnzimmern würde ausreichen als Territorium für ein einziges Tier. Feldstudien haben bei L.schreibersi Territoriumsausmaße von mind. 3 qm (Jungtiere) bis hin zu über 100 qm bei erwachsenen Männchem ergeben. Strenggenommen sind es Einzelgänger, aber im engen Terrarium arrangieren sich Männchen und Weibchen notgedrungen - obschon es auch da manchmal Zoff gibt. Es erübrigt sich daher, nach weiteren Echsen zu fragen, noch dazu von einer Art, die ähnlich aussieht (Konkurrenz = Stress) und auch noch andere Ansprüche stellt. Wie Du schon geschrieben hast, werden die beiden Arten leider öfters zusammengehalten. Just gestern habe ich von so einem Fall gehört. Dort ist das Maskenleguanweibchen nach 1,5 Jahren eingegangen. Ob das an der Vergesellschaftung lag, vermag ich nicht zu sagen - es sprach aber einiges dafür, dass Stress die primäre Ursache war.
Meine Meinung dazu:
Gönnt den Maskleguanen lieber den ganzen Platz allein - alles andere wäre eine Belastung für sie.
Beste Grüße

Thomas