Sodele,
hier nochmal der Tourverlauf des zweiten Teils unserer Chamäleon-Tour
aber Kurz noch ein paar Fakten:
Diese Tour hat als Schwerpunkt die verschiedenen Farbvarianten des Panther-Chamäleons (natürlich sehen wir noch vieles mehr aber dieses Thema lässt mich einfach nicht los. Wie viele Farbvarianten können wir finden, wo liegen die Unterschiede bei den einzelnen Tieren. Was sind klare Farb- oder Lokalformen und wodurch werden diese klaren Farbformen gebildet (natürlich Barrieren etc.)
Wo liegen die Unterschiede der Inselformen, z.B. Farbvariationen innerhalb einer Inselpupulation…
Also eine Menge Fragen die ich klären möchte, natürlich geht das alles nicht auf einer Tour, aber ich hoffe bei der Herpeto-Research Expedition auf eine Menge Unterstützung. Die Daten die wir sammeln möchten wollen wir dann auch mit Euch teilen, um in der Terraristik bessere Haltungsbedingungen zu schaffen.
Themen auf diesem Teil unserer Tour sind:
- Farbvarianten der Panther-Chamäleon
- Habitate der Panther-Chamäleons
-Temperatur und Luftfeuchtigkeit
-Beleuchtungsintensität
-Beleuchtungsdauer
-Vegetation in den Habitaten
-Populationsdichte
- GPS Daten der Fundorte ( werden aber nicht veröffentlicht!)
- Seltene Chamäleonarten des Westen und des Nordens (Furcifer labordi undFurcifer timoni
- Regenwaldbewohnende Chamäleonarten
- Chamäleons der Trockenwälder des Westens (Furcifer rhinoceratus und Furc. Angelii)
- Erdchamäleons des Westens und des Norden
Ich hoffe das ich nach meiner Rückkehr mit vielen Bildern und Daten hier im Forum aufrauschen kann.
Zum Anfang dieses Treads werde ich einige Bilder von Pardalis posten, und hoffe auch das Ihr vielleicht hier im Forum noch Anregungen gebt, welche Themen wir auf der Tour abhandeln können.
Infos zur Tour:
http://www.tanalahorizon.com/index.php?id=115&L=
Reisezeitraum: ab 13 April, 3 Wochen
Das Geheimnis der Panther-Chamäleons:
1. Etappe: Tana - Ankarafantsika
Von der Hauptstadt Antananarivo geht es durch das nördliche Hochland bis zum Nationalpark Ankarafantsika. In diesem Trockenwald ist das seltene Furcifer rhinoceratus zu finden. Die Weibchen dieser Gattung sind lila gefärbt und sind höchst attraktiv. Auch der skurrile Nasenfortsatz des Männchens erklärt die Namensgebung dieser Chamäleonart. Auch das seltene Erdchamäleon Brookesia decari ist mit etwas Glück im Laubwerk des Dschungelbodens zu finden. In diesem Nationalpark gibt es einen See der auch Krokodile (Crocidilus niloticus madagascariensis) beherbergt. Auch die Landschaft ist hier überaus reizvoll und bietet mit der Ambalabongo-Schlucht ein Highlight auf dieser Tour. Eztwa 1,5 Stunden Autofahrt benötigen wir um in das Verbreitungsgebiet von Furcifer angelii zu kommen... hier verbringen wir etwas Zeit um diese äusserst seltenen Chamäleons zu finden.
2. Etappe: Mahajanga - Ambanja - Ankify
Nach diesem Aufenthalt an der Westküste Madagaskars setzten wir unsere Reise in Richtung Norden fort. Eine lange Fahretappe führt uns nach Antsohihy . Am nächsten Morgen startet die Forschung entlang des Verbreitungsgebietes der Pantherchamäleons. Die Städte Ankaramy, Djangoa und Ambanja sind in der Terraristik sehr bekannt, und zeigen die unterschiedlichen Farbvarianten auf. Wir werden den Standort jeder Farbvariante mit dem GPS erfassen, und natürlich auch die Daten der einzelnen Lebensräume sammeln. Diese Etappe endet in dem idyllischen Dorf Ankify. Hier sind besonders große Exemplare des Pantherchamäleons zu finden. Auch die Farbvarianten von Nosy Faly und Nosy Komba versuchen wir in ihrem natürlichen Lebensraum zu begegnen. Hier gibt es auch die Möglichkeit sich etwas zu erholen bevor wir unsere Expedition in Richtung Norden fortsetzen.
3. Etappe: Ankify - Ambilobe - Ankrana
Von Ankify aus geht es nach Ambilobe. Hier ist eine der bekanntesten Farbvarianten des Pantherchamäleons beheimatet. Entlang der Straße nach Sirama werden wir viele unterschiedlich gefärbte Exemplare zu sehen bekommen. Nach dieser Exkursion geht es weiter in das Nadelstein-Massiv von Ankarana. Auch hier werden wir seltene Reptilien zu sehen bekommen u.a. Blattschwanzgeckos der Gattung Uroplatus henkeli.
Nach dem Aufenthalt in Ankarana fahren wir weiter in Richtung Norden und machen einen Abstecher zu den skurril anmutenden „roten Tsingy“ . Das Landschaftsbild ist hier absolut einzigartig und bietet eine Menge Fotomotive.
4. Etappe: Ankrana - Montagne d`Ambre - Diego Suarez
Weiter geht es in den Bergnebelwald des Montagne d` Ambre. Hier hoffen wir das neubeschriebene Furcifer timoni und Furcifer petteri zu finden. Im Montagne d` Ambre sind natürlich weitere sehr attraktive Chamäleons wie: Calumma amber, Calumma ambrensis,
Calumma boettgeri, Brookesia tuberculata und Brookesia antakarana zu finden. Auch der größte aller
Blattschwanzgeckos (Uroplatus fimbriatus gigantea) ist in diesen Wäldern zu finden. Nach dieser Etappe führt uns unser Weg über Diego Suarez nach Ramena. Hier können wir uns nach dieser spannenden Tour etwas erholen bevor es via Inlandsflug zurück in die Hauptstadt und letztlich zurück in die Heimat geht.