Nur weil P. henrylawsoni viel kleiner sind wie P. vitticeps, bedeutet es noch lange nicht das sie viel weniger Platz benötigen.
Richtig, das bedeutet es nicht automatisch. Dennoch richtet man sich bei den Ausmaßen eines Terrariums neben der Aktivität, die von Individuum zu Individuum mitunter stark schwankt, in erster Linie nach der Größe der Tiere. Ich habe, wie gesagt, Henrys schon selbst gehalten, im Gegensatz zu Vitticeps und empfinde den hohen Bewegungsdrang als relativ "gering ausgeprägt" im Vergleich mit anderen gleich großen oder teils sogar noch kleineren Arten. Wenn meine Uromastyx mal in Fahrt kommen, ist der Bewegungsdrang der Pogonas, vom kurzzeitigen Jagdverhalten mal abgesehen, dagegen durchaus als langsam und gemächlich zu bezeichnen, aber selbst meine Uros sind meist nur kurzzeitig mal am Umherrennen. Bei Uromastyx ornata gibt es da z.B. auch Freiland-Beobachtungen mit teils mehr oder weniger wissenschaftlichem Charakter, die bestätigen, dass die Tiere den größten Teil ihrer Aktivitätszeit liegend auf nem Sonnenfelsen oder die heißen Mittagsstunden zurückgezogen in ihren Wohnhöhlen verbringen und eben nicht mit umherstreifen.
Und um nochmal auf das Laufbedürfnis zurückzukommen:
Sicher je größer das Terrarium, desto besser, aber die Natur kannst du sowieso nie ersetzen und da spielts dann ab ner gewissen nötigen Grundgröße keine Rolle mehr, ob man jetzt noch nen m² dazunimmt oder nicht. Natürliche Reviergrößen kann man nicht nachbilden, selbst ein mehrere Quadratmeter großes Gewächshaus kann das nicht. Die Mehrkosten, die bei der Beleuchtung, Beheizung usw. ab ner gewissen Größe hinzukommen übersteigen da meiner Meinung nach den Sinn. Aber das muss jeder für sich abwägen und entscheiden. Außerdem hab ich von einem Einzeltier bei dieser Größe gesprochen und das stellt bei diesen Maßen kein Problem da.
Gruß Andreas