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jaRed Männlich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 1. Mai 2006

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Gevelsberg

1

Montag, 14. Januar 2008, 15:19

Fragen zu Zwergbartagamen

Hallo,

ich habe ein paar Fragen zum Thema Zwergbartagamen. Ich habe hier im Forum gelesen, dass diese eher als Einzelgänger oder im Verhältniss 1zu2 (Männchen/Weibchen) gehalten werden sollten. Wie groß sollte das Terrarium bei 3en dann mindestens sein, damit dieses dann außreichen Platz bietet? Welche Leuchtmittel muss ich dann dafür einsetzen um die entsprechenden Temperaturen etc. hin zu bekommen? Wie verhält es sich mit dem Winterschlaf, wann muss der durchgeführt werden und wie lange sollte er andauern.

Das wären so weit meine Fragen, ich hoffe das sie mir jemand beantworten kann.

Vielen Dank im vorraus

Gruß

jaRed

Cerastes

unregistriert

2

Montag, 14. Januar 2008, 16:10

RE: Fragen zu Zwergbartagamen

Hallo,

also für drei Tiere solltest du schon so ca. 140x80x80(LxTxH) anstreben und ne schön strukturierte Rückwand bauen. An Beleuchtung würd ich 2x70W HCI Floodstrahler ne Röhre passender Länge als zusätzlicher Schattenaufheller ne Osram Vitalux als UV-Versorgung und dann min. zwei Sonnenplätze, entweder mit HCI Spots, oder weniger gut geeignet, mit gewöhnlichen Spotstrahlern, (z.B. Osram Concentra oder Halopar und co.). Je nach Anbringung, Ausstrahlwinkel und bei sinnvoller Planung vor der Bau, kann man aber auf konventionelle Glühfandenstrahler komplett verzichten und das Optimum/Maximum an Licht herausholen. Alles weitere ist hier im Forum relativ ausführlich erklärt, zur Winterruhe haben wir nen FAQ Beitrag. Ich würde dir darüber hinaus auch mal empfehlen, etwas Fachliteratur zu lesen, es gibt mittlerweile auch über Henrys schon recht gute Bücher.

MfG Andi

jaRed Männlich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 1. Mai 2006

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Gevelsberg

3

Montag, 14. Januar 2008, 16:33

RE: Fragen zu Zwergbartagamen

Hallo,

eine schön strukturierte Rückwand ist selbstverständlich. Ich tendiere zu einem Holzterarrium aus OSB Platten, da ich gelesen habe, dass diese die Wärme besser speichern. Des Weiteren plane ich beim Terrariumbau einen Lampenkasten ein, damit die elektronischen Bauteile nich sofort sichtbar sind. Wenn ich dich richtig verstanden habe brauche ich eine vielzahl von verschiedenen Lampen. Die 2x70W HCI Floodstrahler sind denke ich für die Ausleuchtung gedacht. Die Osram Vitalux mit Keramikfassung für die UV-Versorgung. Dann brauch ich noch 2 HCI Strahler für die Sonnenplätze. Kann ich da nicht die 2x70W Floodstrahler verwenden? Mit welchem Thermometer lässt sich am besten die Temperatur überwachen und wie hoch sollte die nach möglichkeit sein? Gibt es eine Schaltuhr die sich besonders bewährt hat?

Gruß

jaRed

Cerastes

unregistriert

4

Montag, 14. Januar 2008, 16:39

RE: Fragen zu Zwergbartagamen

Zitat

Kann ich da nicht die 2x70W Floodstrahler verwenden?


Geht meist nicht, da der Floodstrahler bei ner Entfernung von ca. 70-80cm nicht die nötigen Temperaturen und auch kaum mehr die punktuell anzustrebenden Luxwerte, von ca. 100klx, zu erzeugen vermag. das geht mit Spot halt wesentlich einfacher und es wird auch die wärmestrahlung besser gebündelt, weshalb man bei den sonstigen Spots dann weniger Leistung benötigt. Temperatur auf den Sonnenplätzen sollte so ca. 45-50° betragen, sonst ein Gefälle bis auf 25-28° an den kühleren Plätzen. Thermometer ist wurscht welches du nimmst, es muss kein digitales sein, für terraristische Zwecke genügen eingentlich alle Modelle.

jaRed Männlich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 1. Mai 2006

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Gevelsberg

5

Montag, 14. Januar 2008, 17:01

RE: Fragen zu Zwergbartagamen

Hi,

Danke für deine Antworten.
D.h. wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, habe ich eigentlich ständig (bis auf die Nachtzeit) vier Leuchten im Einsatz. Zwei für die Helligkeit und zwei für die Sonnenplätze. Die Osram Vitalux wird ja nur täglich für 30-45min angeschaltet glaub ich. Also brauche ich zwei Floodstrahler für die Helligkeit und zwei HCI Spots für die Sonnenplätze und Wärmeabgabe. Die Vitalux ist für die UV Versorgung. Richtig soweit? Brauch ich dafür noch irgendwelche Vorschaltgeräte? Wie sieht es mit mit der Leuchtzeit aus, sollen dann alle vier Lampen gleichzeitig angehen oder ist eine Steuerung im Sonnenaufgangmodus sinnvoller, dass z.B. erst der linke HQI angeht, dann der linke HCI, und sich das bis nach rechts durchzieht. Denke mal nicht das es für die Bartis gesund ist wenn auf einmal volles Pfund die "Sonne" brennt.

Gruß jaRed

Ju7i Männlich

Grünschnabel

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6

Montag, 14. Januar 2008, 17:45

RE: Fragen zu Zwergbartagamen

Hey ho!
zum Licht haste hier ja ein paar nette antworten stehen und das 140x80x80 ist auch das mindeste was ich den tieren anbieten würde an platz.. wenns geht hau ruhig noch was drauf. ich habe hier immoment für eine einzelnde barti 180x100x100. Ich finde auch 100er Tiefe sollte schon sein! Aber nicht jeder ist so krank und hat den platz für sowas ;)

jaRed Männlich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 1. Mai 2006

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Gevelsberg

7

Montag, 14. Januar 2008, 18:21

RE: Fragen zu Zwergbartagamen

Hallo,

den Platz habe ich in der Tat nicht. Es geht mir nur primär darum, dass wir von Freunden eine Zwergbartagame geschenkt bekommen, da ihnen diese als Bartagame verkauft wurde. Wird dann mit der schon vorhandenen Bartagame etwas problematisch. Des Weiteren gibt es soweit Infos, dass die Tiere alleine gehalten werden sollten, woanders steht dann wieder mehrere. Ist immer etwas zwiespältig was man an Informationen aufgreift. Welches wären denn die mindest Maße für das Terrarium. Also Höhe ist nicht das große Problem, die ist ohne weiteres mit 80cm durchsetzbar *g*.

Danke

Gruß jaRed

Cerastes

unregistriert

8

Montag, 14. Januar 2008, 18:45

RE: Fragen zu Zwergbartagamen

Für ein Tier "reicht" 120x60 als Grundfläche aus, aber größer ist natürlich besser und der Einbau einer begehbaren bzw. bekletterbaren Rückwand rechnat sich gleich doppelt, da das Tier so einerseits mehr Lauffläche und somit nene höheren Aktionsradius bekommt und zweitens ist es auch eine optische Bereicherung für den Halter. Ich habe 1.2 ein paar Jahre lang auf ungefähr 1m² gehalten. Man muss schon noch nen Unterschied zwischen Henrys und Vitticeps machen.
Beleuchtung: ja alle Gasentlandungslampen benötigen für den Betrieb ein EVG(Vorschaltgerät), das kannst du allerdings auch bei ebay teils recht günstig ersteigern.


Zitat

Die Vitalux ist für die UV Versorgung. Richtig soweit?


Ja, genau.


Zitat

Wie sieht es mit mit der Leuchtzeit aus, sollen dann alle vier Lampen gleichzeitig angehen oder ist eine Steuerung im Sonnenaufgangmodus sinnvoller, dass z.B. erst der linke HQI angeht, dann der linke HCI, und sich das bis nach rechts durchzieht.


Da brauchst du bei HCI/HQI/CDM keine Sorgen haben, da diese Lampen nicht wie Temperaturstrahler oder Röhren sofort helles Licht abgeben sondern technisch bedingt beim Starten erstmal ganz langsam hochfahren müssen.
Zu hell wird es nicht werden, mit HCI kann man je nach Ausstrahlwinkel und Leistung und Abstand zwar sonnenhelle Punkte erzeugen, nicht aber das ganze Becken sonnenhell ausleuchten, zumindest nicht ohne es in der Praxis dabei zu überhitzen. Wenn du bei einem Tier bleibst reicht natürlich auch ein Sonnenplatz aus. Am besten du kombinierst am Sonnenplatz einen HCI Spot mit ner Glühbirne die du dann z.B. mittels abgewinkelter Fassung beide den selbsen Punkt "anstrahlen" lässt.

Gruß Andreas

Registrierungsdatum: 7. Juni 2007

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Obermarchtal

Status: Halter

9

Sonntag, 20. Januar 2008, 12:17

RE: Fragen zu Zwergbartagamen

Zitat

Original von Cerastes
.....Ich habe 1.2 ein paar Jahre lang auf ungefähr 1m² gehalten. Man muss schon noch nen Unterschied zwischen Henrys und Vitticeps machen.

Gruß Andreas


welchen unterschied muß/sollte man denn machen?

Brane

Mitglied

Registrierungsdatum: 27. Juli 2007

Status: Neuling

10

Sonntag, 20. Januar 2008, 12:27

RE: Fragen zu Zwergbartagamen

Nur weil P. henrylawsoni viel kleiner sind wie P. vitticeps, bedeutet es noch lange nicht das sie viel weniger Platz benötigen. Ich habe die Erfahrungen gemacht, das P. henrylawsoni einen höheren Bewegungsdrang hat wie P. vitticeps. Auch bei einer gut strukturierten Rückwand, finde ich 120 x 60 x 60 viel zu klein.

Cerastes

unregistriert

11

Sonntag, 20. Januar 2008, 13:25

RE: Fragen zu Zwergbartagamen

Zitat

Nur weil P. henrylawsoni viel kleiner sind wie P. vitticeps, bedeutet es noch lange nicht das sie viel weniger Platz benötigen.


Richtig, das bedeutet es nicht automatisch. Dennoch richtet man sich bei den Ausmaßen eines Terrariums neben der Aktivität, die von Individuum zu Individuum mitunter stark schwankt, in erster Linie nach der Größe der Tiere. Ich habe, wie gesagt, Henrys schon selbst gehalten, im Gegensatz zu Vitticeps und empfinde den hohen Bewegungsdrang als relativ "gering ausgeprägt" im Vergleich mit anderen gleich großen oder teils sogar noch kleineren Arten. Wenn meine Uromastyx mal in Fahrt kommen, ist der Bewegungsdrang der Pogonas, vom kurzzeitigen Jagdverhalten mal abgesehen, dagegen durchaus als langsam und gemächlich zu bezeichnen, aber selbst meine Uros sind meist nur kurzzeitig mal am Umherrennen. Bei Uromastyx ornata gibt es da z.B. auch Freiland-Beobachtungen mit teils mehr oder weniger wissenschaftlichem Charakter, die bestätigen, dass die Tiere den größten Teil ihrer Aktivitätszeit liegend auf nem Sonnenfelsen oder die heißen Mittagsstunden zurückgezogen in ihren Wohnhöhlen verbringen und eben nicht mit umherstreifen.

Und um nochmal auf das Laufbedürfnis zurückzukommen:
Sicher je größer das Terrarium, desto besser, aber die Natur kannst du sowieso nie ersetzen und da spielts dann ab ner gewissen nötigen Grundgröße keine Rolle mehr, ob man jetzt noch nen m² dazunimmt oder nicht. Natürliche Reviergrößen kann man nicht nachbilden, selbst ein mehrere Quadratmeter großes Gewächshaus kann das nicht. Die Mehrkosten, die bei der Beleuchtung, Beheizung usw. ab ner gewissen Größe hinzukommen übersteigen da meiner Meinung nach den Sinn. Aber das muss jeder für sich abwägen und entscheiden. Außerdem hab ich von einem Einzeltier bei dieser Größe gesprochen und das stellt bei diesen Maßen kein Problem da.

Gruß Andreas

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