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Naurulokki Männlich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 1. Februar 2012

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Großraum Köln

Status: Neuling

1

Samstag, 11. Februar 2012, 10:07

Quarantäne, aber wie?

Hallo Terraristikexperten!

Ich Bin grad fleißig dabei ein altes Aquarium (Grundfläche 100x50cm, 50cm hoch, Oberseite 100x40cm; es verjüngt sich also dank einer schrägen Frontscheibe leicht nach oben!) für B. Orientalis um zu bauen. Die Rückwand und eine Seitenwand sind bereits modelliert, und müssen nur noch einige Anstriche mit der Zementmasse erfahren! :-) Aber darum gehts ja gar nicht... Weil das Aquaterrarium also in absehbarer Zeit bewohnbar werden dürfte (ich rechne so mit ca Ende März) wollte ich mich schonmal über die Quarantäne der Tiere informieren, um da ggf schon Vorbereitungen zu treffen.
Da ich in einem Aquaterrarium dieser Größe ja durchaus ein paar mehr Unken unterbringen kann, wollte ich das natürlich auch tun. Ich hatte an ca sechs Unken gedacht. Aber wie gestallte ich mit denen die Quarantäne? Muss ich jedem Tier eine einzelne Qurantänebox basteln, so dass diese Gruppentiere im Endeffekt vier Wochen lang alleine auskommen müssen? Und wie sollte ich die Boxen einrichten? Weil auch in Quarantäne sollten die Tiere ja möglichkeiten haben zu planschen?
Desweiteren noch eine Frage zu den Kotproben: In einem Zoo&Co haben die uns dort kaufbare Packungen für Kotuntersuchungen gezeigt. Kostet 20€, und ist dann wohl ein Behältnis drin in dem ich dann die Kotprobe zu einem Labor schicke die mir dann entsprechend die Ergebnisse wieder zusenden. Habt ihr Erfahrung mit sowas? Ist das eine Alternative zu einem vermutlich deutlich teureren Tierarztbesuch?

LG Naurulokki

Lady Froggy Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 28. Januar 2007

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Status: Züchter

2

Montag, 13. Februar 2012, 22:52

Grüß Dich,

also der Reihe nach.

Zur Rückwand - Du müsstest diese allerdings in dem Bereich (Unkenterrarium) die Rückwand, die Du mit "Zementmasse" (was immer Du jetzt damit meinst) noch mit etwas überziehen - z.B. Epoxid oder Ähnliches.
Fliesenkleber und co sind in einem so feuchten Terrarium mit Amphibien nicht wirklich die beste Lösung.

Zur Quarantäne.
Wenn Du die Tiere alle von einem Züchter bekommst, musst Du natürlich nicht alle Tiere einzeln halten.
Würdest Du die Tiere von z.B. zwei Züchtern erstehen, müsstest Du zwei Quarantäneterrarien einrichten.

Ich mache nicht immer eine Quarantänehaltung. Wenn die Tiere in ein Terrarium kommen - z.B: Aufzuchtterrarium - richte ich dieses naturnah ein und beobachte sie natürlich über mehrere Wochen.
Wenn Du allerdings ein Terrarium mit Rückwänden und aufwendiger Einrichtung hast, wäre eine Quarantäne nicht schlecht. Sollten sich herausstellen, das die Tiere etwas haben, müsstest Du die komplette Einrichtung entfernen.

Kotproben machen an sich auch sehr günstig Tierärzte. Hier wäre es allerdings von Vorteil, wenn dieser auch mit Amphibien wirklich vertraut ist.
Ob Du bei den Unken eine Kotprobe machst oder nicht, bleibt Dir überlassen.

Quarantäne macht man in der Regel mind. für 6-8 Wochen. Wenn sich keine Symptome zeigen, können die Tiere ins Endterrarium.
Kotproben müssen auf alle Fälle - in Deinem Fall sind es Sammelproben (die aber auf jeden Fall richtig versendet werden müssen) - mehrmals gemacht werden.

Lieben Gruß,
Irina

Naurulokki Männlich

Grünschnabel

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3

Dienstag, 14. Februar 2012, 08:11

Zur Rückwand: Bei der Zementmasse handelt es sich Flex-Fuge. Also nicht um das Zeug dass die Fliesen an der Wand hält (ich denke das Meinst du mit Fliesenkleber?), sondern das Zeug was hinterher zur Wasserdichtigkeit zwischen die Fliesen kommt. Da hier keinerlei Lösungsmittel oder so im Spiel sind, sollte es also keine gesundheitlichen Probleme geben. Lediglich der Kalk wird sich in den ersten 2-4 Wochen wohl noch etwas rauswaschen, aber das ist schon mit eingeplant! Das einzige größere Problem könnte eine schlechte Verarbeitung meinerseits sein, so dass die Wasserdichtigkeit nicht gegeben ist, und das Styropor wasser zieht und schimmelt. Aber da wäre ja dann ja nicht der Werkstoff dran schuld, sondern wie so häufig der Faktor Mensch.

Zur Quarantäne: Die Tiere werden alle von einem Züchter kommen. Von daher kann ich dann ja ein Quarantäneterrarium machen. Glück gehabt, das spart dann ja doch ein wenig Arbeit und Anschaffungen... ;-)
Zur Kotprobe hatte ich von einer Schlangenhaltenden Freundin mal gehört dass sie bei einem Tierarzt (Ich glaube hier im Kölner Raum? Oder vielleicht auch früher im Aachener Raum? Keine Ahnung wo genau...) €20 für die Kotuntersuchung, und dazu nochmal die €30 für den Tierarztbesuch bezahlt hat. Also insgesammt €50 dafür dass sie ihm etwas Schlangenschei*e vorbei gebracht hat. Bei der Vorstellung das für jedes Tier einzeln und Mehrfach machen zu müssen bevor sie überhaupt ins Terrrium gelangen... da wurde mir schon ganz anders! ;-) Aber wenn ich Sammelkotproben einschicken kann relativiert sich das ja wieder ganz enorm. :-)

Auf jeden Fall vielen Dank für deine Antworten!

LG, Naurulokki

Naurulokki Männlich

Grünschnabel

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4

Dienstag, 14. Februar 2012, 08:51

War grad beim Thema Epoxidharz doch ein wenig neugierig geworden, weil ich das sonst nur als fiese Stinkerei kenne. Aber es scheint ja spezielle Mischungen für den Terrarienbau zu geben. Gibts da denn irgendwelche richtgrößen wie viel Harz man beispielsweise pro Quadratmeter benötigt? Das noch als "Finish" auf die Rückwand aufzutragen, wäre ja unter Umständen keine sooo blöde Idee. Zumindest wäre es wohl nicht verkehrt... ;)
Aber davon jetzt viel zu viel oder auch zu wenig und dann in mehreren Schüben zu kaufen wäre ja auch blöd. Also, hat jemand genug Erfahrung um abschätzen zu können wieviel ich für ca 3/4m² brauche?

Lady Froggy Weiblich

Mitglied

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Geschlecht: Weiblich

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Status: Züchter

5

Dienstag, 14. Februar 2012, 23:01

Servus,

also bezüglich Epoxid kann ich Dir leider nicht weiter helfen. Ich habe nie damit meine Rückwände überzogen. Habe da andere Materialien verwendet.
Ich hatte mal ein recht langes Gespräch mit einem erfahrenen Fröschler, der meinte, Fliesenkleber (wie der Name schon sagt, klebt er die Fliesen an die Wand ;-) wäre ohne Beschichtung in einem solchen Terrarium (Wüste wäre wohl kein Problem) wegen der Stoffe, die sich auswaschen nicht gut für die empfindliche Froschhaut. Finde die Beiträge grad nicht, sonst hätte ich sie verlinkt.

Das ist denke ich bei der Fugenmasse nicht anders.

Spezielle Mischungen sind mir nicht bekannt. Man kann nur von der Menge Unterschiede machen.
Wieviel Du da benötigst, kann ich Dir leider nicht sagen.

Bezüglich Tierarzt.
Wenn er für die Kotprobe - wo er die Tiere nicht einmal sieht, einen Preis verlangt, finde ich es schon ein wenig überzogen, da noch Arbeitszeiten einzurechnen, wenn Du mich fragst. Die Frage ist halt, ob da nicht das Tier doch mit war und untersucht wurde.

Schau mal auf der Seite von Exomed. Dort steht auch, wie Du die Kotproben einschicken musst.

Wenn Du Unken zusammen hältst, musst Du natürlich nicht von jeder einzelnen Unke eine Kotprobe (ließe sich ja auch schwer zuzuordnen) einschicken. Das nennt man dann Sammelprobe.

Grüße,
Irina

Naurulokki Männlich

Grünschnabel

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Status: Neuling

6

Mittwoch, 15. Februar 2012, 07:35

Bei der Fugenmasse ist wie gesagt der Kalk das einzige was sich auswaschen kann. Und der wäre einfach wegen seiner Menge ungesund für Wasserbewohner, da dieses einfach Steinhart würde... ;-) Aber das Auswaschen des Kalkes ist ja wie vorher schon beschrieben eh mit eingeplant.

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