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*Frosch*

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 9. Oktober 2010

1

Samstag, 9. Oktober 2010, 12:39

Welche Froschart?

Hallöchen,



ich bin zwar noch keine Terrarianerin, begeistere mich aber seit etwa zwei Jahren für Amphibien. Insbesondere Froschartige haben es mir angetan. Nun habe ich endlich den perfekten Platz für ein kleines Terrarium gefunden und möchte mich über potenzielle Bewohner informieren.



Noch frage ich mich, welche Art sich denn für mich eignen würde, den ich bin Anfängerin, habe an ein Terrarium von 60 x 30 x 30 cm gedacht und würde meinen Mitbewohner gerne öfter zu Gesicht bekommen.



Was das Terrarium betrifft, wäre es aber möglich, auf 80cm zu verlängern... noch ist ja keine endgültige Entscheidung gefallen.

Das oben genannte Terrarium hätte ich nur schon.



Ich habe mich schon etwas eingelesen und stieß auf zwei Fröschlein, die mir gleich gefallen haben.



1. Bombina orientalis



2. Lepidobatrachus laevis



Angeblich kann man beide Arten in 60cm Terrarien halten, sie sind für Anfänger geeignet und werden nicht zu groß.

Was sagt ihr denn zu den Arten? Sind sie wirklich für mich geeignet oder eher nicht?



Könntet ihr mir sonst noch Froscharten empfehlen, die in mein kleines Terrarium passen würden und für Anfänger geeignet wären?

Wie aktiv sind diese Arten? Habt ihr Erfahrungen?



Liebe Grüße

geckofritze

unregistriert

2

Samstag, 9. Oktober 2010, 18:55

Hallo,

recht gut für dieses Terrarium sind zB Mantella aurantiaca geeignet. Sie sind dazu auch noch überaus interessant im Verhalten und der Fortpflanzung. Na und direkt hässlich sind sie auch nicht! :rolleyes:


Gruß vom Geckofritzen

*Frosch*

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 9. Oktober 2010

3

Sonntag, 10. Oktober 2010, 21:41

Hallöchen,



Mantella aurantiaca sieht ganz hübsch aus und wäre von der Größe her wohl auch ein Kandidat für mein Terrarium. Aber wie ist es mit der Aktivität? Sehe ich die kleine Schönheit öfter oder kommt sie nur nachts hervor, wenn ich schlafe? Ich habe gegoogelt und dort steht, der Frosch lebe sehr versteckt.



Auch heute habe ich wieder viel recherchiert und muss zum aktuellen Stand zugeben, dass mir der Lepidobatrachus laevis am besten gefallen würde. Für viele Mitmenschen sieht dieser zwar eher unförmig aus, doch ich finde ihn einfach super. Nun weiß ich bloß leider nicht, ob sich dieser tolle Frosch auch für mich eignet. Im Internet steht jedenfalls, dass man die Art auch in einem Terrarium wie meinem problemlos halten kann und dass er durchaus für Anfänger geeignet sei. Leider gibt es aber nicht sehr viele Infoseiten zu der Art und ich würde mich sehr freuen, wenn ein erfahrener Terrarianer seine Einschätzung abgeben könnte.



Ich habe auch schon einem Anbieter der Art geschrieben und bin auf die Antwort gespannt, wobei ich da -ebensowenig wie im Internet- sicher sein kann, dass die Antwort objektiv ist. Händler sind nicht unbedingt die Berater meines Vertrauens und spärlich gesähte Internetinfos reichen mir auch noch nicht für eine endgültige Entscheidung.



Falls hier also jemand etwas zu dem Frosch sagen kann, wäre ich sehr dankbar.



LG, Susanne (verliebt in einen niedlichen fetten Frosch!)

oswald Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 29. Dezember 2009

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Gießen

4

Montag, 11. Oktober 2010, 20:00

Hallo Susanne,

schön, dass du dich vorab informierst, ist leider nicht die Regel.

Da auch noch kein Becken vorhanden ist, ist ja noch viel machbar. Die beiden ausgesuchten Arten eignen sich beide für einen Anfänger, ******* Kriterium eigentlich, denn der Anfänger muss sich eignen.

Für beide Arten sollte es eigentlich ein Aquarium werden, bzw. für die Unken zumindest ein Terrarium mit hoher Bodenwanne.

MIt Rotbauchunken hast du aber eine sehr gute Wahl getroffen, schön aktiv und nicht sehr schwierig in der Haltung, aber perfekt um Erfahrung zu sammeln, sowohl mit dem Wasser/Aquarienteil, als auch mit der restlichen Haltung. UNd die Viecher machen wirklich Spaß und man kann gut Erfahrungen Richtung Zucht mit ein paar Eiern eines Geleges sammeln.

Lepidobatrachus sind natürlich auch wundervolle Viecher (wie alle Großmäuler), aber nicht sehr aktiv, dass Fressen/Füttern mal außen vor gelassen, aber trotzdem sichtbar. Gib mal bei Youtube den wissenschaftlichen Namen ein, oder "budgett frog".

Was eventuell auc noche eine Alternative wäre, sind kleine Kröten wie Bufo brongersmai oder ähnliche. Diese sind zumindest auch als Nachzuchten erhältlich.


Und ganz außen vor, Mantella wie oben vorgeschlagen, sollte man wohl wirklich nur mit Zuchtabsicht und mehr Erfahrung halten, wenn auch wunderschön. Wenn in diese Richtung, dann sollte man wohl eher Richtung Süd-, Mittelamerika und den Dendrobaten gehen. Die verlangen aber ein kleines bisschen mehr an Aufwand.


Gruß
Christian

Cameron Celtic Männlich

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 11. Oktober 2010

Geschlecht: Männlich

Wohnort: MG, NRW

Status: Halter

5

Dienstag, 12. Oktober 2010, 00:34

Hi. Falls Du wirklich die Möglichkeit hast in absehbarer zeit ein etwas größeres Becken anzuschaffen (meist bringt dieses Hobby das ja mit sich), kann ich dir auch einen südamerikanischen Ochsenfrosch/Smoky Junglefrog (Leptodactylus pentadactylus) empfehlen. Dem Jungtier reich so ein 60ger Becken mit genügend großer Badewanne schon aus, aber nicht auf ewig - mein Männchen (5 Jahre) wuchs zu stattlichen 19 cm heran und ist ein sehr rüpelhaftes, aber charaktervolles Tier. Vergesellschaftung ist nur mit Weibchen entsprechender Größe möglich. Er ist wunderschön und robust gebaut und dazu auch noch äusserst aktiv. Kann gut und gerne seine 28 Jahre erreichen.

Gruß, Cami

Lady Froggy Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 28. Januar 2007

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Wien

Status: Züchter

6

Dienstag, 12. Oktober 2010, 00:58

Grüß Dich,

also erstmals vorweg - das hast Du dir auf jeden Fall ein sehr interessantes und schönes Hobby ausgesucht.
Nur bitte begehe nicht den Fehler und zäume das Pferd von hinten auf.

Sprich - nicht das Terrarium sollte besetzt werden, sondern das Terrarium sollte für die gewünschte Tierart adaptiert werden. Natürlich ist es klar, dass man oft nicht unendlich Raum zur Verfügung hat.
Aber man sollte nicht nach einem Terrarium ein Tier suchen meiner Meinung, sondern das Terrrarium für eine wünschenswerte, gern zu haltende und beobachtende Art eingerichtet werden.

Du solltest Dir mal einige Fragen stellen.
Je nach Tier wirst Du viele Jahre an dem Tier Freude haben - sofern Du das Tier aussuchst, mit welchem Du viele Jahre verbringen willst.
Kannst Du dem Tier die geforderten Haltungsbedingungen bieten, das benötigte Futter beschaffen, etc.?

Du solltest Dir auch die Frage stellen, was Du dir von dieser "Beziehung" erwartest!
Möchtest Du tagaktive Tiere? Möchtest Du lebendige Tiere?

Für Unken/ Lepidobatrachus laevis benötigst Du eher ein Aqaurium bzw. ein Terrarium mit sehr hoher Sockelhöhe.
Ich hab jetzt von Letzterem Tier nicht die Maße im Kopf. Für Unken würde ich je nach Anzahl aber mind. 80x40x40-50 empfehlen.
Dendrobaten haben halt z.B. ganz andere Bedinungen wie Unken. Laubfrösche benötigen wieder andre Haltungsparameter wie Molche.

Such Dir mal ein paar Arten aus, die Du dir vorstellen könnest. Dann schauen wir, was Du dafür benötigst. Wichtig ist, dass die Art, das Verhalten, die benötigten Parameter gefallen und erfüllt werdne können!

Was ich auf alle Fälle toll finde, dass Du nicht blindling zum Kaufen los gehst, sondern Dich vorab informierst.

Liebe Grüße,
Irina

*Frosch*

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 9. Oktober 2010

7

Dienstag, 12. Oktober 2010, 18:32

Vielen Dank schonmal für eure netten Antworten!



Also wenn ich das Terrarium nun erstmal außen vor lasse und mich allein auf das Tier konzentriere, habe ich einen klaren Favoriten:



Lepidobatrachus laevis



Ich finde dieses Fröschlein einfach unwiderstehlich und könnte mir keinen niedlicheren Mitbewohner vorstellen.



Da er mir so gut gefällt, wäre es auch überhaupt garnicht schlimm, wenn er eher zu den fauleren Zeitgenossen gehören würde. Hauptsache ich habe ihn in Sichtweite und er versteckt sich nicht den ganzen Tag in einer Höhle.

Ober er sich dann außer zu den Fütterungszeiten noch großartig bewegt, ist garnicht mal so wichtig. Selbst wenn er nur still da säße, hätte ich meine Freude an seinem Anblick.



Was das Futter angeht, gibt es auch keinerlei Probleme. Der Lepidobatrachus laevis ernährt sich hauptsächlich von Fischen und da ich einige Aquarien zuhause habe, in denen reichlich Guppies heranwachsen, dürfte dies kein so großes Problem sein. Zudem habe ich eh stets größere Mengen Frostfutter für meine Schwimmwühlen, Apfelschnecken und Co hier im Haus. Gefrohrene Stinte sind also kein Thema.

Auch ab und an mal eine Grille oder ein anderes Insekt wäre kein Problem. Ich kenne von meiner Zeit als Halterin exotsicher Kleinnager noch den ein oder anderen Lieferanten. Auch die Zooläden in meiner Nähe führen ein festes Insekten- und Frostfuttersortiment.



Von dem Zusammenleben mit Lepodobatrachus laevis erwarte ich ansich nicht viel. Vorallem einen schönen Anblick und Freude am Futter.



Bei den Bombina orientalis ist es etwas anders. Die finde ich auch ausgesprochen hübsch und wählte sie vorallem deshalb, weil sie für Anfänger geeignet sein sollen. Ich habe sie schon öfter in Zooläden erlebt und fand sie stets interessant. Tagaktive Mitbewohner sind natürlich stets willkommen, denn auch ich freue mich über etwas Aktion im Terrarium. Diese Hoffnung gilt übrigens für alle Alternativen zum Lepidobatrachus laevis. Er ist der einzige, den ich so umwerfend finde, dass mir selbst seine Trägheit egal wäre.



Von der Lebenserwartung her habe ich mir natürlich auch schon Gedanken gemacht. Lepidobatrachus laevis wird so um die 5-6 Jahre alt. Das ist keine lebenslange Verpflichtung und ein Zeitraum, der noch relativ gut überschaubar ist. Zudem gibt es manchmal Angebote, bei denen es um adulte Exemplare geht und bei einem 2-3 Jahre alten Frosch ist der Zeitraum noch besser zu händeln. Selbst wenn es ein Jungtier wäre, dürfte sich kein Problem daraus ergeben.



Bei den Bombina orientalis mit 15 Jahren Lebenserwartung sieht es schon anders aus. Diese Zeit ist nicht mehr so leicht vorab zu planen und es kann viel passieren. Auch hier würde ich wohl eher auf adulte Tiere im Alte von mehreren Jahren zurückgreifen.

Diese Woche habe ich deshalb schon einen Termin in der Reptilienauffangstation hier in der Stadt. Dort lasse ich mich zusätzlich noch beraten. Allerdings gibt es da nur wenige Amphibien, da das Spezialgebiet Reptilien sind. Hier Antworten zu bekommen ist also nach wie vor wichtig für mich.



Zum Beispiel frage ich mich, wie lange die Trockenruhe eines Lepidobatrachus laevis dauern muss...



Und zum Platzangebot muss ich vielleicht auch noch eben etwas loswerden.



Der favorisierte Standort des Aqua-Terrariums wäre meine Fensterbank. Eine Maximale Länge von 80cm wäre also machbar. Nur breiter als 30cm ist etwas schwierig. Gerne würde ich dem Frosch ein riesiges Terrarium aufstellen, doch ganz platzunabhängig kann ich leider nicht nach einem Untermieter suchen.



Liebe Grüße, Susanne (die mal abgesehen von dem Lepidobatrachus laevis vorallem tagaktive Fröschlein toll findet)





P.S.

Mantella aurantiaca gefällt mir wie gesagt auch gut. Vorallem die Farbgebung und die Größe sind beeindruckend. Welche Probleme wären denn bei deisen hübschen Gesellen zu befürchten?



Bufo brongersmai und Leptodactylus pentadactylus sind zwar auch ganz putzige Gesellen, jedoch schreckt mich die lange Lebenserwartung des Ersteren und über letzuteren weiß ich nichts. Google lässt nur auf eine größere Bodenfläche schließen, als ich sie haben dürfte. 80x60, das ist eher suboptimal.

oswald Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 29. Dezember 2009

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Gießen

8

Mittwoch, 13. Oktober 2010, 13:14

Hallo,

du kannst davon ausgehen, dass Lepidobatrachus älter wird.
Es gibt Informationen im Netz, unter anderem pacmanfrogs.de. Desweiteren war in der Zeitschrift Reptilia ein Zuchtbericht von Lepidobatrachus mit Informationen zur Haltung und zur Winterruhe. Deine Beckenmaße reichen auf jeden Fall aus.

Mit Mantella ist das Problem, dass man haufenweise Wildfänge bekommt mit entsprechenden Problemen. meines Wissens sind die auch eher scheu. Wenn man sie hält, sollte man sich auf jeden Fall um Nachzucht kümmern, vllt. sogar in Absprache mit Zuchtprogrammen, die eigentlich die gesamte Gattung betreffen.
Falls aber Interesse besteht, gibt es wie bereits gesagt, die große Gruppe der "Pfeilgiftfrösche". An Nachzuchten zu gelange ist kein Problem und bei vielen Arten ist es nicht von Nachteil, wenn man nicht nachzüchtet.


Gruß

Urwolf Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 4. Januar 2010

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Salzgitter

Status: Halter

9

Mittwoch, 13. Oktober 2010, 13:44

Hallo,
Mantella sind auch ansich nicht für Anfänger in der Dendrobatenhaltung geeignet. Natürlich, wenn man sich sehr gut informiert und den nötigen Platz hat kann auch ein "Anfänger" diese Art pflegen. Allerdings glaube ich nicht das du deine Freude an diesem Tier haben wirst da es sich oft versteckt und auch eher scheu bleibt. Im übrigen gibt es das Problem ,wie oben schon gesagt, das es viele Wildfänge gibt und soetwas sollte nicht unbedingt unterstützt werden ;) . Ich würde mich an deiner Stelle eher an die Großmäuler halten ;) und später vileicht mich mal den Dendrobaten zuwenden :-)

Gruß
Jannik

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