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Registrierungsdatum: 14. Februar 2009

Geschlecht: Weiblich

1

Dienstag, 27. Juli 2010, 08:40

Cynops orientalis nur noch am Land, fressen nicht.

Huhu,

ich habe Probleme mit meinen Cynops orientalis. Vermutlich 1,2 und schon ausgewachsen aber wie alt die genau sind, weiß ich leider nicht.

Die Molche leben mit meinen Unken zusammen in einem Becken, es gab noch nie Streitereien oder Futterneid.

Seitdem letzten Wasserwechsel hocken die Molche nur noch auf dem Landteil, dass ist ca über eine Woche her.
Meinen Landteil habe ich mit Moosen, einem Schneckengehäuse und Pflanzen gestaltet. Also haben die Kleinen dort einen guten Sichtschutz und trocknen nicht zu schnell aus.
Tagestemperaturen liegen bei etwa 24-26 Grad, je nachdem, wo die sich gerade befinden und wie warm es in der Wohnung wird. Wassertemperatur liegt bei 22 Grad. Als es so heiß war, wurde das Wasser auch schonmal einen großen Ticken wärmer, ca 30Grad, durch Teilwasserwechsel hatte ich das aber gut im Griff.
Die Molche fressen gar nicht, habe denen schwarze, rote und weiße Mückenlarven angeboten und Mehlwürmer aber die gehen an nichts ran. Hatte die auch eine Nacht über in einer Faunabox um zusehen, ob sich was tut aber nix.

Was können die denn haben? Sehen mittlerweile auch schon ziemlich schlank aus.

Wurm

bukowsky Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 15. März 2008

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Hamburg

Status: Halter

2

Dienstag, 27. Juli 2010, 09:34

Hallo Wurm,

zunächst kann ich Dir nicht sagen, was Deine Feuerbauchmolche haben könnten, das wäre sicher spekulativ.

Grundsätzlich bin ich kein Freund solcher Vergesellschaftungen, sondern halte Molche [Anuren habe ich keine] im Artenbecken, und bin davon überzeugt, dass eine Vergesellschaftung für beide Arten keine Vorteile bringen kann, und zwar nicht unbedingt nur, weil sie sich gegenseitig vom Sozial- und/oder Fressverhalten in die Quere kommen könnten, sondern vor allem auch, weil sie aus unterschiedlichsten Habitaten mit unterschiedlichen und unterschiedlich sozialisierten Krankheitserregern stammen, die in Gefangenschaft bei der anderen Art zu Erkrankungen oder gar zum Tode führen können.

Die für Feuerbauchmolche zu hohe Temperatur [30 °C] sehe ich in der Tat als Problem an, eine mögliche zweite Ursache für die Schwächung und infolge Erkrankungen von Tieren. Vielleicht besteht eine Möglichkeit, die Tiere im heißen Sommer in einen kühleren Keller umzuquartieren?

Wie lang hältst Du die Tiere schon und falls Du sie noch nicht so lange haben solltest, sind sie aus einem Zoogeschäft? Die letzte Frage stelle ich deshalb, weil in Zoogeschäften zum überwiegenden Teil Wildfänge verkauft werden, welche offenbar sehr häufig bis fast immer mit Parasiten versehen sind.

Vermutlich wäre der baldige Gang zu einem amphibienkundigen Tierarzt sehr sinnig. Die DGHT-Tierartliste findest Du hier. Ein Anruf sollte klären, ob Amphibien und speziell Feuerbauchmolche auch behandelt werden.

Gruß,
Dietmar

Lady Froggy Weiblich

Mitglied

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3

Dienstag, 27. Juli 2010, 17:44

Grüß Dich,

also ich möchte kurz anmerken, ich bin weder ein automatischer Verfechter von Vergesellschaftungen noch ein Befürworter. Das muß von Art zu Art und Haltungsansprüchen und von Fall zu Fall - bei einem klappt es beim andren nicht- entschieden werden. Ich selber halte beide Arten (in einem meiner Becken) vergesellschaftet - schon seit Jahren ohne Probleme. Es gab und gibt auch immer wieder Nachwuchs. Grundsätzlich sind die Haltungsansprüche gleich - bloß dürfen die Molche keine derartige Hitze bekommen. 30 Grad ist definitiv zu viel. Aber darauf komme ich noch.

Zuerst mal - natürlich kann hier nur spekuliert werden.
Aber ich versuche mal, einige Punkte anzusprechen.

Wie groß ist Dein Terrarium und wieviele Tiere leben darin - gut, Du sagst 3 Molche. Wieviele Unken?
Das Terrarium hat einen Landteil - versuche bitte auch statt einem Schneckenhaus??, Wurzeln, Kork und Pflanzen als Versteck anzubieten. Wird der Wasserteil gefiltert?


Zu den Werten - 30 Grad ist definitiv zu heiß. Wenn man den Molchen im Sommer kein artgerechtes Terrarium zur Verfügung stellen kann (z.B. kühler Raum, Keller, Gang), dann muß man sich wirklich überlegen, ob man sie nicht abgibt.
Diese Molche sollten bei max 20-22 Grad gehalten werden. Das ist aber schon max., also kannst Du dir selber ausrechnen, dass 30 Grad definitiv zu viel sind. Das ewige Wasserwechseln und zuschütten tut keinem Tier gut, da die permenenten Temperaturunterschiede ein Wahnsinn sind.

VIelleicht hast Du dich vorab über die Haltung von C. orientalis informiert. Es hat ja einen Grund, warum man den Tieren einen Landteil anbieten soll - sie suchen diesen immer wieder auf. Und da reicht wie viele glauben eine einfache Wurzel nicht aus.Entweder hat dies etwas mit dem Temperaturanstieg im Wasser/Terrarium zu tun - es kann aber auch andere Gründe haben, dass sich Deine Tiere so verhalten.

Wann wurden die Tiere zusammen gesetzt? Wurde je eine Kotprobe der jeweiligen Arten gemacht? Wurde in letzter Zeit ein Tier ohne Kotprobe hinzugesetzt?
Wie richtig gesagt wurde verkaufen viele Zooläden Wildfänge. Diese haben meist Parasiten - grundsätzlich nicht tödlich - aber bei Stress durch falsche Haltung, zuviel Gewusel im Becken (Unken), ... kann es für die Tiere problematisch werden.

Wenn sie an Land sind, fressen sie meist weniger oder einige Zeit gar nichts.
Meine Feuerbauchmolche bekommen im Wasser (rote, schwarze, weiße Mückenlarven, Tubfifex, Bachflohkrebse, Artemia, Daphnien, Wasserasseln, ...) und Drosophila/kleine Heimchen an der Wasseroberfläche - die sie auch auf dem Landteil jagen.

Sie verstecken sich dann an einem ruhigen Plätzchen. Es kann aber wie gesagt auch andere Gründe haben, als den normalen Landgang, den auch adulte Tiere immer wieder mal einlegen.

Vielleicht kannst Du die Tiere trennen, vor allem in Ruhe lassen und kühl stellen.
Eine Kotprobe wäre sicher nicht verkehrt.
Einen amphibienkundigen TIerarzt zu finden, wird so sicher nicht leicht werden, aber auf alle Fälle sinnvoll.

Sehen die Tiere eingefallen aus?
Eine Woche ohne Futter ist für gesunde Tiere überhaupt kein Problem. Wichtig ist, dass sie Ruhe haben und nicht permanent umgesetzt werden.
Haben sie vorher vor Dir gefressen? Es gibt eine Menge Exoten, die nicht vor ihrem Pfleger fressen, sondern erst, wenn sie alleine sind.
Das Problem ist auch, dass sie das Futter nicht später nehmen können, weil es ihnen die Unken wegfressen. Daher wäre eine Trennung zumindest jetzt nicht schlecht.

Es kann jahrelang gut gehen mit Vergesellschaftungen - tut es das nicht mehr, gibt es nur eine richtige Handlung - die Trennung. Außerdem gibt es ja noch was andres, was Tiere stören kann, als das, was Du unter "Streitereien" und "Futterneid" bezeichnest.

Lieben Gruß,
Irina



Registrierungsdatum: 14. Februar 2009

Geschlecht: Weiblich

4

Dienstag, 27. Juli 2010, 19:56

Huhu,



wenn ich sehen würde, dass die Tiere sich nicht vertragen, würde ich diese natürlich sofort trennen. Bis jetzt klappte es aber eigentlich sehr gut.



Zur Kotprobe: Die Unken sind DNZ, habe einmal eine Kotprobe eingeschickt und es wurde nichts gefunden.

Die Molche sind auch Nz, habe 2 Kotproben eingeschickt, ohne Befund.



Wassertemperatur: Ich bin umgezogen, in der alten Wohnung wurde das Wasser nie so warm und in der neuen Wohnung nun leider schon, es ist mein erster Sommer hier. Sollte es wieder so warm werden, habe ich aber noch ein Ausweichbecken für die Molche.



Mein Terrarium hat die Maße 70cmX80cmX45cm(LxHxB) mit einem Wasserstand von 30cm. Ich stelle gleich noch ein Bild dazu.

Im Wasserteil befindet sich ein kleiner Filter und Kunstpflanzen.

Zu den 3 Molchen kommen 4 chinesische Rotbauchunken, noch relativ klein und ein paar Schnecken.



Natürlich habe ich mich VOR dem Kauf der Tiere über diese informiert nur kenne ich mich mit Molchen noch lange nicht so gut aus, dass ich deren Verhalten nun eindeutig deuten könnte.



Zum Landteil stelle ich auch Bilder rein.



Die Tiere sitzen nun schon einige Monate zusammen und bis jetzt habe ich eben dieses Verhalten noch nie beobachten können.

Einer der Molche taucht nun ab und an wieder im Wasserteil.



Eingefallen sehen die Tiere nicht aus sondern eher schlank als ich die das letzte Mal gesehen habe, waren die eben schon viel dicker. (wohl zugut gefüttert) Konnte die Tiere auch immer beim Füttern beobachten, obs nun Mückenlarven waren oder anderes Viehzeugs wie Fliegen, Heimchen, Mehlwürmer usw. Die Unken gehen gar nicht an die Mückenlarven also sollte genug für die Molche über bleiben.



Die Großaufnahme vom Terrarium ist schon einen Ticken älter, ich bekomme leider kein gescheites, nicht gespiegeltes Bild vom aktuellen Terrarium hin.






ernestine

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 29. Juni 2010

Status: Halter

5

Dienstag, 27. Juli 2010, 21:49

hallo,
welche rolle spielen eigentlich bei einer vergesellschaftung von unken deren hautgifte?

liebe grüße anke

Lady Froggy Weiblich

Mitglied

Registrierungsdatum: 28. Januar 2007

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Wien

Status: Züchter

6

Mittwoch, 28. Juli 2010, 00:52

Grüß Euch,

@ Anke:

Das kommt auf die Tiere an, die man dazu setzt.
Es ist auch sehr umstritten - obwohl diese Art von Vergesellschaftung bei vielen Haltern seit Jahren problemlos funktioniert/funktionieren kann.
In einem amerikanischen Forum habe ich jetzt mit einem User eine Diskussion gehabt über Filter mit Aktivkohle, die auf die Hautgifte schädlich reagieren sollen.

Unken setzen die Gifte ja ansich zweierlei ein. Einmal wie bei Amphiben typisch, gegen Bakterien auf der Haut (sie leben ja in feuchtem/nassen Milleu) und natürlich als Abwehrreaktion.
Zuerst flieben Unken (tauchen unter).
Die typische Haltung bei Unken, wenn sie sich in Gefahr befinden ist ja typisch und bekannt. Die gelbe bzw. bei den Rotbauchunken rote Bauchfärbung dient als Warnfarbe - ich bin giftig.
Die Beine werden verdreht auf den Rücken/Kopf gedreht, sodaß die Färbung sichtbar wird. Nützt diese nichts, wird das Hautgift eingesetzt. Somit sollten bei problemloser Vergesellschaftung hier kein Problem auftreten.

Ich konnte bis zum heutigen Tag (bei mehreren Jahren) der Vergesellschaftung (mit Molchen und teilweise Fischen) keine Beeinträchtigung bemerken.

Wie gesagt - eine Vergellschaftung kann jahrelang gut gehen - sobald sie das nicht mehr tut, darf nicht auf Kosten der Tiere weiter gemacht werden.
Die Tiere sind sofort zu trennen. Wenn das Becken groß genug ist, sodaß allen Tieren genügend Rückzug geboten werden kann, kann eine Vergesellschaftung durchaus gut gehen.
Mein Becken in welchem die vergesellschafteten Tiere leben ist 180x40x50 groß und bietet reichlich Möglichkeiten.

Bei der Vergesellschaftung mit z.B. Korallenfingerlaubfröschen (anderer Thread) habe ich ausdrücklich davor abgeraten. Sind die Haltungsparameter gleich/sehr ähnlich, die Tiere können aufgrund ihrere Größe kein Freßfeind werden und auch vom Futter her gibt es keine Probleme, kann man durchaus in geeignet großen Becken darüber nachdenken.

@ Glühwürmchem:

Ich hoffe, Du hast meine Fragen/Aussagen nicht bös aufgefasst. Ich wollte mal einige Punkte ansprechen und auch für andre mitlesende einige wichtige Punkte auflisten.

Hört sich ja alles ganz gut an.
Man sieht, Du befasst Dich mit den gehaltenen Tieren und ich mach Dir ja auch gar keinen Vorwurf (hatte ich auch nicht). Das einzige was ich angeprangert habe ist die hohe Temperatur.
Die mußt Du wie gesagt in den Griff kriegen.

Ich würde jetzt mal nicht panisch sein. Schau Dir das Ganze ein wenig an.
Meine Molche haben auch immer mal Landphasen. Das ist ganz normal.

Das Becken sieht ansich gut aus. Du solltest vielleicht nur mehr Pflanzen an der Wasseroberfläche für die Unken anbieten - sie lassen sich gern treiben und halten sich an Wurzeln, Ästen, Blättern, Pflanzen, ... an.
Die Größe scheint ganz ok - nur die Höhe ist ein wenig Luxus :-)

Wie gesagt, das Becken sieht so gut aus - wenn Du die Mückenlarven im Wasser fütterst, werden sie die Unken nicht nehmen, das ist klar. Obwohl Unken diese genauso lieben wie Molche. Zumindest alle die ich kenne.
Wenn die Molche an Land sind, nehmen sie auch im Wasser nix an.

Beobachte einfach mal die nächsten Tage das Verhalten und gib den Tieren einfach Ruhe und die nötigen Temperaturen.
Alles Gute und liebe Grüße,
Irina

bukowsky Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 15. März 2008

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Hamburg

Status: Halter

7

Mittwoch, 28. Juli 2010, 08:23

Hallo Wurm


Die Molche sind auch Nz, habe 2 Kotproben eingeschickt, ohne Befund.

das klingt doch schon mal gut. Mir fiele sonst noch die Qualität der Mückenlarven ein. Diese scheinen nicht selten mit Cadmium kontaminiert bzw. mit Zusätzen im Wasser länger haltbar gemacht zu sein. Der Händler unseres Vertrauens wässert seine Mückenlarven zwei Tage in einer eigens dafür angeschafften Anlage, bevor er sie als Futtertiere verkauft, und wir hatten bislang nicht einmal ein Problem durch Mückenlarven. Ein einziger Kauf in einem Zoo-Discounter [war keine Zeit mehr, den anderen anzufahren] raffte uns drei von fünf C. orientalis langsam dahin. Begleitet war dies mit Hautablösung an Rücken und Flanken.

Vielleicht kannst Du auch einen Stellplatz in Deiner Hütte ausmachen, der nicht ganz so heiß wird. Bis hin zu 25/26 °C können es C. orientalis schon mal aushalten, dies sollte allerdings nicht über ein paar Tage hinausgehen und beispielsweise nicht über Wochen andauern. Ein schöner Trick für den Sommer wäre auch, das Becken mittels Styropor- oder Holzstreifen ein wenig aufzuständern und bei Bedarf Kühlakkus, die länger im Eisfach lagen, unter das Becken zu legen und die Einschublöcher mit Styropor oder Tüchern zu verschließen. Die Kälte wird so einigermaßen langsam und halbwegs gleichmäßig an den Beckenboden abgegeben. Die Akkus müssten allerdings im Bedarfsfall auch ein, zwei mal pro Tag getauscht werden.

Gruß,
Dietmar

ernestine

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 29. Juni 2010

Status: Halter

8

Mittwoch, 28. Juli 2010, 19:35

hallo irina,
ehrlich gesagt, wenn ich cynops orientalis so halte wie sie es mögen, nämlich in einem gut durchkrauteten becken, dann dürfte es meiner meinung nach schwierig sein im blick zu behalten, ob die ein oder andere unke nicht doch mal, im wahrsten sinne des wortes, giftig wird.
wie sieht das bei den unken eigentlich untereinander aus? gibts strteitereien zb unter balzenden männchen? wenn ja, setzen sie in so einer stresssituation dann auch ihr gift ein oder ist das völlig ausgeschlossen?
könnte die hohe wassertemperatur nicht auch dazu geführt haben, dass die unken aufgrund von evtl schlechten wasserwerten vermehrt ihr hautgift einsetzen um sich zu schützen?

liebe grüße anke,
die ihre tiere grundsätzlich nur mit futtertieren "vergesellschaftet" und von unken keine ahnung hat. :D

ernestine

Grünschnabel

Registrierungsdatum: 29. Juni 2010

Status: Halter

9

Sonntag, 1. August 2010, 20:14

hallo,
mhh, entweder sind meine fragen untergegangen, dann schubs ich den thread hiermit nochmal hoch :) , oder mir kann tatsächlich niemand ne antwort auf meine fragen geben? im zweiten fall wäre es aber doch eine bestätigung, dass vergesellschaftung ein unkalkulierbares risiko darstellt und man gut beraten ist, sich an seinen amphibien in artenbecken zu erfreuen.

liebe grüße anke

Registrierungsdatum: 14. Februar 2009

Geschlecht: Weiblich

10

Montag, 2. August 2010, 09:44

Huhu,



also soweit ich weiß ist das Hautgift bei Nachzuchten nicht mehr so stark und eigentlich wirkt es sich ja nur bei Quappen aus und davon bin ich ja noch weit entfernt.



Ich habe meine Molche weiter beobachtet.

Die Temperaturen stimmen mittlerweile, ich sprühe jeden tag mehrmals und biete ausreichend Futter an.

Einer der Molche scheint wieder fit zu sein und gönnt sich abends immer mal wieder eine Runde im Wasser.

Die anderen zwei Molche habe ich nicht mehr gesehen oder vielleicht waren es auch unterschiedliche Molche im Wasser und ich habe es im Dunklen nicht richtig erkennen können.

Nun, ich beobachte weiter ;)

Registrierungsdatum: 14. Februar 2009

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11

Mittwoch, 1. September 2010, 10:19

Huhu,



ich habe nun vor 2 Wochen das Becken einmal ganz gereinigt, Sand gewaschen, Wasser gewechselt, Erde vom Landteil ausgetauscht.

Dazu habe ich die Tiere rausgenommen, habe alle 3 Molche gefunden, sehen immernoch schlank aus aber wurden nicht dünner.

Nun geht keiner mehr von denen ins Wasser und die verstecken sich nur noch. Temperaturen stimmen auch.

Muss ich mir nun doch langsam Sorgen machen oder machen das Molche einfach ab und an mal? Die sitzen ja schon ne ganze Weile auf dem Landteil.





Gruß



Wurm

bukowsky Männlich

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12

Mittwoch, 1. September 2010, 16:35

Hallo Wurm,

Cynops orientalis können rein aquatil gehalten werden. Wenn sie dem Wasser fernbleiben, gibts dafür einen Grund. Wassertemperatur, Erkrankung und Vergesellschaftung fallen mir dazu zunächst ein. Die Temperatur hast Du im Griff ... bliebe noch das Artenbecken als weitere Möglichkeit neben einer möglichen Erkrankung der Tiere.

Ich schreibs noch etwas deutlicher, kein ernsthafter Amphibienhalter vergesellschaftet Molche mit Anuren. Die Gründe dafür stehen in einigen Beiträgen oben. Allein von der Logik her, auch ohne diese Gründe, kommt man bei der Frage "Was haben beide Tierarten von der Vergesellschaftung?" an den Punkt, an welchem es keine Vorteile aufzuzählen gibt, allenfalls Nachteile. Nun muss man sich Fragen, wenn eine Sache keine Vorteile bringt, sondern nur tatsächliche und mögliche Nachteile impliziert, ob man diese Sache dann nicht einfach lassen sollte.

Setz doch Deine Feuerbauchmolche mal allein ins Becken und schaue, ob sich an deren Verhalten etwas ändert.

Unsere Feuerbauchmolche sind übrigens niemals schlank ... sie tragen alle einen Ranzen mit sich herum.

Gruß,
Dietmar

Lady Froggy Weiblich

Mitglied

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Status: Züchter

13

Donnerstag, 2. September 2010, 00:02

Grüß Euch,

so eng wie Dietmar sehe ich das jetzt nicht und ich laß mir auch nur sehr ungern das Schild umhängen, ich würde meine Tiere nicht sehr ernsthaft und gewissenhaft halten und pflegen.
Ich bin wie schon öfter hier erwähnt, nicht pro oder contra eingestellt, wenn es um Vergesellschaftung geht. Das muß von Fall zu Fall entschieden werden.

Natürlich darf eine Vergesellschaftung nie auf Kosten der Tiere gehen.
Sollte etwas nicht passen, müssen die Tiere sofort getrennt werden. Viele Neulinge haben natürlich weniger im Überblick, ob es den Tieren aufgrund der Vergesellschaftung anders/nicht gut geht oder ob es eine Krankheit sein könnte.

Aber gerade erfahrene und verantwortungsvolle Halter können durchaus an eine derartige Vergesellschaftung denken. Meine läuft übrigens in mehreren Becken seit Jahren problemlos. Ich habe bei beiden Arten, jährlich Nachwuchs zu verzeichnen un dden Tieren geht es offensichtlich gut.
Ich beobachte meine Tiere außergewöhnlich aufmerksam und merke sofort ob irgendwas nicht stimmt.

Wie gesagt, es darf auf keinen Fall auf Kosten der Tiere gehen.

In dem genannten Fall fallen mir folgende Probleme ein.
Die Tiere fühlen sich durch den Umbau gestreßt. Laß ihnen ein wenig Zeit. Wie richtig gesagt wurde, könnten die Unken doch plötzlich zu einem Problem geworden sein. Ich hoffe doch, Du hast ein Ausweichbecken zur Verfügung.

Weiters könnte es natürlich auch mit den Wasserwerten/Temperatur zusammen hängen.

Zu Bukowskys Aussage, C. orientalis rein aquatil zu halten, halte ich persönlich gar nichts. Die Tiere benötigen einen (zumindest) kleinen Landteil - aber nicht in Form einer Korkrinde, sondern eine Pflanzschale oder ähnliches, wo man Pflnazen Steine/Kork als Versteckmöglichkeiten anbieten sollte.

Lieben Gruß und alles Gute. Bitte halte uns am Laufenden.
Irina

bukowsky Männlich

Mitglied

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Status: Halter

14

Donnerstag, 2. September 2010, 15:58

Hallo Irina,

ich möchte Dich in Deiner Haltung von Tieren nicht beeinflussen und auch nicht bewerten, allerdings mag ich Deine Worte hier nicht so stehenlassen, weil ich sie falsch und fahrlässig finde.

Allein die Tatsache, dass jemand etwas länger Molche hält als jemand anders, dieser jemand also als erfahren gilt, setzt die oben vorgetragenen Argumente gegen eine Vergesellschaftung alles andere als außer Kraft.

Aus meiner Erfahrung kann ich Dir sagen, dass nicht die erfahrenen Molchhalter vergesellschaften, sondern es eben die weniger erfahrenen Molchhalter sind, die sich nach Vergesellschaftung erkundigen oder mit dem Argument vergesellschaften, bei ihnen ginge es schon seit Jahren gut. Gängige Praxis bei bekannten Züchtern und Haltern und Aussagen von amphibienkundigen Tierärzten sprechen eine klare Sprache.

Gruß,
Dietmar

Registrierungsdatum: 14. Februar 2009

Geschlecht: Weiblich

15

Freitag, 3. September 2010, 10:10

Hallo,

danke für die Antworten.
Ich finde nicht, dass ich kein "ernstzunehmender" Amphibienhalter bin nur weil ich Frösche und Molche vergesellschafte.
Lange genug habe ich die Tiere beobachten können, sonst wäre mir wohl kaum aufgefallen, dass sich die Molche nicht wie gewohnt verhalten.
Sowas muss von Fall zu Fall entschieden werden, entweder klappt es mit den Tieren oder eben nicht, dann muss man diese trennen. Oft genug hört man, ja, sogar von ziemlich erfahrenen Haltern, dass diese Vergesellschaftung durchaus klappt und sich die Tiere sogar vermehren also kann es denen gar nicht so schlecht gehen.
Bis jetzt hatte es geklappt, die kleineren Unken haben sich nicht an den Molchen gestört und andersrum war es genauso. Oft konnte ich sogar Unken und Molche zusammen auf einer Insel sitzend beobachten.

Natürlich habe ich noch ein ausweich Aquarium, ich werde es heute und morgen einrichten mit einer Sandschicht als Grund, Hornkraut, 1-2 Korkschwimminseln und natürlich einen festen Landteil mit ein paar Pflanzen. Werde dann die Molche weiterhin beobachten und schauen, ob sich diese anders verhalten. Sollten sich die Molche jedoch vorher wieder normal im Artenbecken verhalten, werde ich diese wohl darin belassen.

Wurm