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Paluranae

Mitglied

Registrierungsdatum: 19. Oktober 2008

1

Dienstag, 29. September 2009, 18:08

Bodensubstrat und Abfluss im Regenwaldterrarium

Hallo Forum,
ich bin der Meinung, man kann auch auf einen Abfluss im Boden verzichten, wenn ein ,,wasserspeicherndes Subtrat" bzw. ,,wasserspeichernde Schichten" vorhanden sind. Denn bei einer ca. 8cm hohen Blähtonschicht unter dem Erd/Torf-subtrat kann doch das Wasser durchfließen und bis es verdunstet-stehen.
Von der Wassermänge und Größe des Terrariums einmal abgesehen. (Angaben können aber folgen)
Wie seht ihr das? Was sind eure Erfahrungen?
Dann hätt ich noch eine Frage zu den im Handel angebotenen Erdsubstraten: Wisst ihr vo diese herkommen, bzw hergestellt werden?
Ich bin auf der Suche nach einer Erde, die wirklich aus tropischen Regenwäldern stammen sollte - gibt es so etwas zu kaufen?
Mit freundlichen Grüßen
Paluranae

Aries Männlich

Mitglied

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Status: Halter

2

Dienstag, 29. September 2009, 18:24

Hallo Paluranae,

in meinem 80 x 50 x 50 Regenwaldterrarium - besetzt mit 1,1 D. auratus - habe ich auch Blähton als unterste Schicht verwendet (im Frontbereich ca 8 cm, im rückwärtigen Teil ca 12 cm hoch). Anfangs hatte ich auch noch einen selbst-/eingebauten Wasserfall in Betrieb - den ich aber wieder ausser Betrieb genommen habe, da das Becken dadurch insgesamt zu feucht war. :(

Der Blähton befindet sich jetzt schon seit 'ewigen Zeiten' im Boden und ist von der obereren Erd- & Laubschicht durch ein Fließ getrennt um ein Absacken der Erde zu verhindern, anfangs war das nötig um ein verstopfen der Wasserpumpe zu verhindern, jetzt ist es einfach nur praktisch :D

Fazit: meiner Erfahrung nach funktioniert der Blähton als unterste Bodenschicht sehr gut. Auch kann ich über eine Ecke, in der ich ausschliesslich Moos und Laub als Abdeckung habe - b.B. - das angesammelte Wasser mittels Schlauch absaugen.

Gruß aus Berlin - Aries

Paluranae

Mitglied

Registrierungsdatum: 19. Oktober 2008

3

Mittwoch, 30. September 2009, 15:36

Was würde denn passieren, wenn du das Wasser nicht absaugen würdest?
Und was machst du mit dem abgesaugten, wahrscheinlich saberen Wasser?
Benutzt du es wieder für deine Beregnungsanlage?

p4nik Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 9. Mai 2009

Geschlecht: Männlich

Status: Interessent

4

Mittwoch, 30. September 2009, 16:40

zum ersten:

wenn du das ned absaugst, sammelt sich immer mehr und der boden versumpft.
zum zweiten:

das wasser kannst du natülcih , wenn dus filterst oder absitzen lässt wirder verwenden, ich würde die blumen mit giessen oder filtern.

Paluranae

Mitglied

Registrierungsdatum: 19. Oktober 2008

5

Mittwoch, 30. September 2009, 21:17

Wieso sollte der Boden versumpfen?
Das Wasser kann sich doch ruhig am Boden sammeln. Wenn man bedenkt, dass die Blähtonschicht etwa 8cm hoch ist.
Die Erde liegt ja obenauf und kann ja ,,abtropfen".

p4nik Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 9. Mai 2009

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Status: Interessent

6

Donnerstag, 1. Oktober 2009, 16:06

allso in der Theorie, kann das Wasser ja auch verdampfen und durch die Lüftung abziehn.
reel, ist es so, dass die Beregnungsanlage, die in so einem Terrarium sein sollte, mehr Wasser ins Terrarium befördert, als "verdunsten" kann wenns überhaupt verdunstet.

Das Wasser wird sich immer am Boden sammeln.
Wenn du es nicht absaugst ist ja ganz klar, wenn immer rein kommt und kaum raus, dass der Wasserstand steigt.
Irgendwann erreicht der Stand die "Bodenschicht" und die Folge ist ein versumpfen.

einfach einmal die Woche absaugen, oder nen Abfluss amchen und das Problem ist gelöst.
je nachdem wie viel Wasser reinkommt kann das auch alle 2 oder 3 Wochen sein. Du solltest aber sichlerlich, dass Wasser keine mehrere monate drinnen lassen, in Natur haben die Frösche auch mal frisches Wasser und ned immer so vergammeltes altes;)

Aries Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 26. Januar 2009

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Wohnort: Berlin

Status: Halter

7

Donnerstag, 1. Oktober 2009, 20:32

Zu deinen Fragen: die Problematik des versumpfens bei nicht absaugen des Wasser stellt sich nicht wirklich - ich habe keine Beregnungsanlage installiert sondern sprühe regelmässig Aqua dest. manuell mittels einer Druckspühpumpe ins Becken; ab und zu (3-4/Woche) stelle ich auch den Wasserfall wieder für ein paar Minuten an - hauptsächlich um die Pumpenfunktion aufrecht zu erhalten (ausserdem würde ich mich nach all der Mühe, die der Bau des Wasserfalls gemacht hat die Krätze ärgern, wenn der jetzt einfach so 'eintrocknen' würde... d::o! ) Das zugeführte Wasser verdunstet durch die realtiv hohe Temperatur und die gute Belüftung recht schnell, so dass ich sogar ca 1x/Woche Wasser nachfüllen muss. Ich halte den Wasserstand im Blähton bei ca 4-5 cm, was eine konstante Luftfeuchtigkeit und ausreichende Wasserversorgung der Pflanzen im Becken gewährleistet.

Wenn bei dir Wasser abgesaugt/abgepumpt werden müsste weil du ne Beregnungsanlage benutzt, würde ich das abgesaugte Wasser auch entweder filtern und z.T. für die Beregnungsanlage wieder verwenden oder für die Blumen nehmen.

Outback Männlich

Mitglied

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Geschlecht: Männlich

Wohnort: Landkreis Osnabrück

Status: Züchter

8

Freitag, 2. Oktober 2009, 12:57

Hallo in die Runde,

ich halte es für extrem wichtig alles überschüssige Wasser sofort und vollständig aus dem Terrarium zu entfernen (via Abfluss) und alle Oberflächen regelmäßig abtrocknen zu lassen. Ansonsten fängt man sich früher oder später immer und zum Teil extreme Probleme durch Keim- und oder Bakterienbelastungen ein.

Gruß

Werner

p4nik Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 9. Mai 2009

Geschlecht: Männlich

Status: Interessent

9

Freitag, 2. Oktober 2009, 15:07

ja endlich mal einer der mir recht gibt!^^
danke werner.

Aries Männlich

Mitglied

Registrierungsdatum: 26. Januar 2009

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Berlin

Status: Halter

10

Samstag, 3. Oktober 2009, 21:21

Ein gewisser Wasserpegel in der Blähtonschicht führt nicht zum ständigen Durchweichen des Bodengrundes - vorausgesetzt natürlich, dass der Wasserpegel keine Berührung mit der darüber liegenden Schicht von Erde, Laub etc. hat - so dass diese nicht durch die Dochtwirkung Wasser nach oben zieht und dazu führt, dass die obere Bodenschicht durchnässt ist.

Und, ohne jetzt wie'n Klugscheisser klingen zu wollen: Bakterien sind Keime :2845: - vermutlich meintest du 'Pilz und/oder Bakterienbelastung'?! Dazu kann ich nur sagen, dass ich die Praxis, Wasser in der Blähtonschicht stehen zu lassen schon lange durchführe und bisher keinerlei Probleme hatte, weder traten bei den Tieren mikrobiell bedingte (noch sonstige) Erkrankungen auf noch kam es bei Pflanzen oder anderen Einrichtungsgegenständen jemals zu einer (sichtbaren) Besiedung von Pilzen jeder (Ab)Art - incl. Schimmelpilze - noch durch Bakterienkolonien.

Aber ich denke mal, es ist Ansichtssache ob das Terrarium eher feucht oder trocken gehalten wird - solange es den Tieren dabei gut geht ist sicher beides möglich...! :)

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